Die Mitglieder des Segler-Clubs Wiedenbrück machen alles gemeinsam – seit 50 Jahren

Segeln, arbeiten, feiern

Aufmerksam lauschten Clubmitglieder und Gäste den Ausführungen des Vorsitzenden Arien de Boer zur 50-jährigen Geschichte des Segler-Clubs Wiedenbrück am Samstag in Lembruch. - Foto: Bechtel

Lembruch - Gemeinsam segeln – gemeinsam arbeiten – gemeinsam feiern, und das gut! Die Maxime des Segler-Clubs Wiedenbrück (SCWI). Letzteres geschah am Samstag ausgiebig mit einem Jubiläums-Sommerfest auf dem SCWI-Campingplatz in Lembruch – aus besonderem Grund. Denn der Segler-Club feiert seinen 50. Geburtstag.

Mit einem Sektempfang startete das Fest bei Kaiserwetter. Als einige Kinder zu Achim Reichels „Aloha Heja He“ sangen, das sie kurzerhand passend zum Segeln und dem Dümmer textlich angepasst hatten, strahlte die Sonne gleich ein wenig mehr, was sich auf den Gesichtern der zahlreichen Gäste ebenfalls widerspiegelte. Da war die Liste des ersten Vorsitzenden Arien de Boer lang, als er im Festzelt namentlich etliche Besucher willkommen hieß. Ein besonderer Gruß galt Familie Uetecht. „Seit gut 46 Jahren sind sie Verpächter unseres Campingplatzgeländes“, stellte de Boer heraus. Weiter erwähnte er die zwei noch vorhandenen Gründungsmitglieder Franz Wenzel und Franz-Josef Krane. Und Gerd Schulte-Berndt, „der seit Gründung am 11. Dezember 1966 Mitglied ist.

An diesem Tag trafen sich nämlich im wasserfreien Wiedenbrück zwölf Segelfreunde, die den Wiedenbrücker Segler-Club (WSC) gründeten. Als Segelrevier wählten sie den Dümmer; auf einem Campingplatz in Lembruch richtete man sich dann häuslich per Zelt ein. „Im angrenzenden Baggerloch konnten sie nach zähen Verhandlungen ihre Boote ins Wasser setzen“, erklärte de Boer in seinem Rückblick auf fünf Jahrzehnte. 1967 sei die Eintragung in das Vereinsregister ebenso erfolgt, wie der Kauf eines Vereinsbootes. Schon ein Jahr später kam das zweite Vereinsboot hinzu. „Und der Verein und die Liegeplätze vergrößerten sich durch im Baggerloch vorhandene Steggemeinschaften“, veranschaulichte der Vorsitzende. 1969 sei die Aufnahme in den Deutschen-Segler-Verband erfolgt. Mit der habe man allerdings den Vereinsnamen in Segler-Club Wiedenbrück ändern müssen 1970 sei dann der Campingplatz aufgebaut worden.

„Von 1971 bis 1973 wurde, nachdem sich die im Baggerloch beheimateten Vereine zur Hafengemeinschaft Baggerloch zusammengeschlossen hatten, der Hafen ausgebaut“, führte der passionierte Segler weiter an. Zu jener Zeit habe der SCWI sechs Optimisten für die Jüngstenausbildung gehabt und es seien A-Schein-Kurse vereinsintern angeboten worden. Und: „Die Regattaaktivitäten konnten ausgebaut und auch Erfolge verzeichnet werden“, unterstrich der Vorsitzende, der an dieser Stelle einflocht: „Der immer stärkere Trend zum Surfen veranlasste den SCWI in 1985 und 1991, dem Jahr des 25-jährigen Jubiläums, die Surf-Kreismeisterschaften auszurichten.“ 1986/87 sei der weitere Ausbau des Baggerlochs erfolgt.

In den letzten 25 Jahren sei dann viel gesegelt worden. Doch: „Der Campingplatz wurde erweitert, ein neuer Jugendraum geschaffen, der Hafen mit hohem Kostenaufwand renoviert“, listete der Wuppertaler auf, der stolz hervorhob: „2008 konnten wir sogar einen Deutschen Meister in unseren Reihen vermelden: Die Brüder Patrick und Dominik Kraatz im Teeny.“ Durch den unweigerlichen Generationswechsel in den letzten 50 Jahren seien natürlich viele Mitglieder gegangen. „Und die Wasserprobleme haben uns zeitweise stark zugesetzt. Aber wir haben auch viele neue Mitglieder dazu gewonnen. Das hält uns jung! Zurzeit können wir wieder auf über 35 Kinder und Jugendliche zählen“, freute sich Arien de Boer.

Bevor alle über das Büffet „herfallen“ durften, dankte er den Mitgliedern: „Die mitgeholfen haben, das Fest zu organisieren und unsere Anlage zu verschönern. Da sind eine Menge Stunden, Kilometer und viel Freizeit eingeflossen. Aber das ist das, was unsere Gemeinschaft hier schon immer auszeichnet“, lobte der Vorsitzende die Einigkeit.

Später wurde zur fetzigen Musik von „Teddy Taste“ alias Michael Schönemann sowie Frontmann „Richie“ (Gesang), oder besser gesagt Richard Aschmoneit, und André Luek (Gesang/Gitarre) aus Hannover noch so manche Runde in den Sommerabend hinein getanzt. - cb

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