Umwidmung

Segel nicht nur auf dem Dümmer See: Nachfolgenutzung für Werbeanlagen

Bereits von den Mitarbeiter des Dümmer Museums in Lembruch genutzt: Die Segel-Halterung Nummer neun.
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Bereits von den Mitarbeiter des Dümmer Museums in Lembruch genutzt: Die Segel-Halterung Nummer neun.

Die Segelträger am und um den Dümmer See werden bis zum Sommer einer neuen Bestimmung zugeführt.

Hüde / Lembruch / Dümmerlohausen - Seit dem Lutherjahr 2017 säumen zwölf Segel-Nachbildungen die Wander- und Radwege am und um den Dümmer See. Unter der Projekt-Überschrift „Grenz.Über.Gänge“ sollten sie 500 Jahre nach dem Beginn der Reformation neue Impulse geben für das Zusammenspiel der Themen Natur, Kultur, Geschichte, kommunale Realität, Kirche und Religion. Jetzt zeichnet sich eine Nachfolgenutzung ab.

Initiiert worden war das Ursprungs-Projekt vor fünf Jahren von den Tourismus-Informationen Dammer Berge und Lembruch, durch die Landkreise Vechta, Minden-Lübbecke, Osnabrück und Diepholz, der Naturschutzstation Dümmer, von Vertretern der katholischen und evangelischen Kirchen, des Dümmer-Museums, der Dümmer-Weserland-Touristik und des Vereins Naturpark Dümmer.

Dümmer-Museum beteiligt sich an Umwidmung

Bereits im Sommer 2019 ersetzte die Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer (NUVD) in Absprache mit dem Eigner Naturpark Dümmer das Segel acht am Besuchersteg im Bereich der „Hohen Sieben“. Dort wirbt die Schafstelze seitdem für die Arbeit des NUVD und lädt Deichbesucher ein, mehr über die Arbeit zu erfahren.

Aktuell trifft jeder, der am Dümmer-Museum entlanggeht, auf ein ganz neu gestaltetes Segel: Es wurde von Museumsleiterin Sabine Hacke entworfen und soll mit der Aufforderung „Alles Wissenswerte über den Dümmer entdecken“ einladen, Geschichte, Aktuelles und Neuigkeiten im Museum und auf dem Museumsgelände zu erkunden. „Der Leitspruch auf Segel neun ist unsere Ausstellungsthese“, erklärt sie. Im Museum sei viel zu finden, dazu laden die Bilder auf dem Segel ein. Dazu gehört die Forschungsstation „Leben im Wasser“, die große Steinzeitausstellung, wechselnde Sonderausstellungen, Mitmach-Aktionen und Veranstaltungen. „Wir haben unsere Farben Blau und Rot aus dem Logo und die Welle mit Bezug zum nahen Wasser eingebunden“, erläutert Hacke. „Ich hatte bereits im vergangenen Jahr unseren Wunsch, ein Segel zu gestalten, Naturparkgeschäftsführer Detlef Tänzer signalisiert.“

Der Dümmer
Höhe über dem Meeresspiegel37 Meter
Uferlänge16,9 Kilometer
Fläche13,5 Quadratkilometer
Maximale Wassertiefe1,4 Meter

Koordinatorin der Umgestaltung ist Jessica Weßling als Tourismusmanagerin der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“. „Ich fand es schade, dass nach dem Jubiläumsjahr nichts mehr passiert war mit den stabilen Konstruktionen“, sagt sie. Sie habe in Absprache mit dem Naturpark verschiedene „Player“ in Sachen „Natur erleben“ rund um den Dümmer Anfang des Jahres angeschrieben. Mit den Zusagen ist sie jetzt in der Phase „kurz vor Druck“, denn die Grafik sei bei fast allen auf der Zielgeraden. „Ich würde mir wünschen, dass alle Segel bis zum Frühsommer mit neuen Inhalten gefüllt sind.“ Die Schlussredaktion dazu übernimmt der Naturpark Dümmer. Nach aktuellem Stand füllt die Stadt Damme Segel eins am Olgahafen in Dümmerlohausen, der Naturpark Dümmer Segel zwei und drei am Westufer.

„Wir möchten auf den 50. Geburtstag im nächsten Jahr, die Ziele und das Tun des Naturparks hinweisen“, erläutert Anne Flenker. Das derzeitige Segel vier an der Huntebrücke zeigt mit aufgedruckten Wappen politische Grenzen im Naturpark Dümmer. Es soll gereinigt werden und erhalten bleiben.

Poster aus den 60-Ern: „Erholung am Dümmer See“

Segel fünf steht am Südturm, derzeit ist noch der Naturpark Dümmer gesetzt, der Naturschutzring Dümmer (Nari) könnte sich hier aber auch seine Darstellung vorstellen. Nummer sechs auf der Ostseite in Hüde hat sich das Europäische Fachzentrum Moor und Klima (EFMK) mit den Moorwelten reserviert. Segel sieben steht am Spielplatz in Hüde auf dem Deich „Da bilden wir uns als Tourist-Information Dümmerland mit einem spektakulären Sonnenuntergang ab“, so Weßling. Das Segel zehn steht an der Segelschule und Bootsvermietung Schlick in Lembruch. Margarete Schlick würde sehr gern das alte Poster aus den 1960er Jahren „Erholung am Dümmer-See“ abdrucken.

Segel elf wird von Jörg Böse (von Bright Side Tours) kreiert. Er bietet seit mehreren Dekaden im Naturpark Touren auf dem Wasser und an Land an. „Last but not least“ stellt sich an Platz zwölf die Dümmer-Weserland-Touristik dar.

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