Dünenlandschaft statt Grünfläche

Investor des Seeblick-Areals in Lembruch plant mehr Außengastronomie ‒ Rat muss entscheiden

Das seeseitige Außengelände am Hotel am See wird derzeit neu gestaltet. Der Eigentümer würde dort auch gerne die Außengastronomie etwas erweitern, wartet aber noch auf eine Genehmigung.
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Das seeseitige Außengelände am Hotel am See wird derzeit neu gestaltet. Der Eigentümer würde dort auch gerne die Außengastronomie etwas erweitern, wartet aber noch auf eine Genehmigung.

Der Käufer des Seeblick-Areals am Dümmer in Lembruch würde gerne die Außengastronomie für Hotel und benachbartes Imbiss-Restaurant erweitern. Weil der Bebauungsplan das bislang nicht erlaubt, ist jetzt der Gemeinderat gefragt.

Lembruch – Es ist ein Anblick, der viele Lembrucher freuen dürfte: Seit Wochen herrscht rege Geschäftigkeit im Bereich des Seeblick-Areals. Am Hotel, das neben neuem Eigentümer und neuem Betreiber mit „Haus am See“ auch einen neuen Namen hat, laufen die letzten Sanierungsarbeiten, die Umgestaltung der seeseitigen Terrasse ist in vollem Gange. Darüber hinaus möchte die Seeblick Immobilien GmbH, die das gesamte Areal gekauft hat, den Grünstreifen in Richtung See in eine Dünenlandschaft verwandeln und die Außengastronomie von Hotel und benachbartem Imbiss-Restaurant etwas erweitern.

Einzelne Anwohner des benachbarten Mehrparteienhauses sind von der Aussicht auf mehr Außengastronomie wenig begeistert. Martin Wüst, Mitgeschäftsführer von Seeblick Immobilien, bedauert, dass es von dort Widerstand gibt. „Das ist sehr enttäuschend“, sagt er angesichts der Tatsache, dass er genau das macht, was sich viele Lembrucher gewünscht haben: dem lange vernachlässigten Bereich neuen Glanz verleihen. „Ich hoffe, dass wir eine einvernehmliche Lösung finden werden.“

Angedacht ist laut Wüst, auf der Hotelseite der jetzigen Grünfläche einen Verkaufsstand und zusätzliche Sitzgelegenheiten aufzustellen und einen weiteren Verkaufsstand auf der Seite des Imbisses. Letzterer wurde dort zwar bereits abgestellt, wird aber nicht gastronomisch genutzt.

Den Vorwurf eines Anwohners, er habe für die aktuell im seeseitigen Bereich laufenden Arbeiten gar keine Genehmigung, weist der Investor entschieden zurück. Bauamtsleiter Lars Mentrup bestätigt auf Nachfrage, dass alles, was bisher auf dem Areal geschehen ist, vom geltenden Bebauungsplan gedeckt ist und auch in enger Abstimmung mit Gemeinderat und Verwaltung erfolgte.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans für den Hotelkomplex reicht in Richtung See etwa bis zur Gebäudekante des Imbiss-Restaurants. Das weitere Areal bis zum Platz am Hafen Schlick ist laut Mentrup als Grünfläche ausgewiesen, ihre konkrete Gestaltung ist allerdings nicht festgelegt. Auch die dort gerade laufenden landschaftsarchitektonischen Maßnahmen entsprechen daher laut Mentrup den Vorgaben.

Bezüglich der Pläne zur Erweiterung der Außengastronomie müssen allerdings zunächst Rat und Verwaltung tätig werden. Laut Lars Mentrup wird die Verwaltung dem Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am Montag, 17. Mai, den Entwurf eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans vorlegen, dessen Geltungsbereich das gesamte Grundstück entlang der Birkenalle von der Landesstraße „Auf der Masch“ bis zum Platz am See umfasst. Darin soll auch eine etwa bis zur Höhe des benachbarten Mehrparteienhauses ausgeweitete Außengastronomie ermöglicht werden. Vorhabenbezogen bedeutet, dass noch konkreter als bei einem normalen Bebauungsplan geregelt wird, was in welchem Bereich möglich ist. Darüber hinaus soll ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Verwaltung und dem Investor abgeschlossen werden, in dem ebenfalls Details der Umsetzung geregelt werden.

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