In Hüde und Lembruch

„See Sicht“-Skulpturen bereichern das Dümmer-Ufer

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Ob die Kanadagänse wegen des Seeblicks oder der Skulptur mit dem Namen „Singende Dome“, erschaffen von Sebastian David, ans Ufer in Hüde gekommen waren, ließ sich nicht herausfinden. Ein gutes Fotomotiv geben sie jedenfalls ab.

Hüde/Lembruch - Wer in diesen ungemütlichen Tagen sich trotzdem warm eingemummelt nach draußen traut, der wird dreifach belohnt: Mit dem Sparziergang oder der Radtour ab Hüde in Richtung Lembruch auf dem Deich entlang kann er Sauerstoff tanken, den Kopf frei bekommen und begegnet den aus dem Bildhauersymposium „See Sicht“ (wir berichteten) entstandenen Skulpturen, die jetzt final aufgestellt wurden.

Mit Start am Dorfhaus liegt zwar derzeit die Holzstele des Künstlers Lothar Seruset „Fischer fischen Fische“ waagerecht auf dem Dorfplatz, aber nur, weil sie dem Weihnachtsbaum weichen musste. „Der Fischer wird zeitnah wieder aufgestellt auf der Mitte des Dorfplatzes“, verspricht Bürgermeister Heiner Richmann. Bildhauer Seruset hatte bei der Stele im Sinn, dass der See in den 50-ziger Jahren eingedeicht und damit in das natürliche Gleichgewicht des Sees eingegriffen wurde.

Am Deich an der Surfeinsatzstelle und Gastronomie „Zur Rohrdommel“ jetzt „Villa am Dümmer See“ grasen am Wassersaum friedlich Kanadagänse in Nachbarschaft mit dem „Singenden Dome“, den Windharfen in Form von zwei Rohrdommeln aus Eichenholz von Sebastian David.

Blöcke symbolisieren die Entstehung und Besiedlung des Dümmers

Auf dem Weg weiter entlang des Deiches in Richtung Lembruch erscheinen nach einer Kurve kurz vor dem Erlebnissteg an der Hohen Sieben die „Ortssteine“ von Künstlerin Heidrun Kohnert. Die zwei hohen keramischen Blöcke, unterschiedlich farblich geschichtet, symbolisieren die Entstehung des Dümmers und dessen Besiedlung.

Nicht mehr weit, nahe des Geländes Schoddenhof am Hundestrand, laden die „Regenfänger“ des Bildhauers Willie Weiner, drei amphorenartige Behälter aus Cortenstahl, zum Stopp und Nachdenken ein. Mit dem Ansehen der Blau-Türkistöne der Hydria-Wasserbehälter erhält auch der See ein Stück weit mehr Türkis-Blau.

Verlässt der Deichbesucher die Gemeinde Lembruch in Richtung Dümmerlohausen, begegnet ihm die Skulptur „Wolkenbruch“ von Martina Benz. Sie entstand direkt vor Ort in Eickhöpen. Das Symbol einer abregnenden Wolke aus Granitsteinen war der künstlerische Beitrag von Benz zu dem Skulpturenpfad „See Sicht“, dem Teilstück des Skulpturenpfades ab der Kreisstadt Diepholz, entlang des östlichen Dümmer-Ufers. - sbb

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