„Schnüffelnasen“ liefern Unterstützung

Schwerer Verkehrsunfall mit vermissten Personen: Großübung der Feuerwehr mit THW in Stemshorn

Einweisung am Einsatzleitwagen.
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Einweisung am Einsatzleitwagen.

Ein Verkehrsunfall mit Vermisstensuche: Das war der Inhalt einer Übung der Feuerwehren aus Stemshorn, Lemförde, Quernheim und Haldem. Mit von der Partie: die Rettungshundestaffel des THW.

Stemshorn – „Verkehrsunfall mit vermutlich eingeklemmter Person in Höhe des Wanderparkplatzes an der Haldemer Straße in Stemshorn“. Dieses Einsatzstichwort war für die Feuerwehren aus Stemshorn, Lemförde, Quernheim, Haldem und für die Rettungshundestaffel des Technischen Hilfswerks (THW) aus Sulingen mit seinem Zugtrupp und fünf Rettungshunden am Freitag der Beginn eines langen dunklen Abends.

Fahrzeug beim Eintreffen der Rettungskräfte leer

Beim Eintreffen am Einsatzort war das „verunfallte“ Fahrzeug leer und es konnten nur „Blutspuren“ im Fahrzeug gefunden werden. Alle vermutlichen Insassen, gestellt von Eric, Leon, Johannes und Valentin aus der hiesigen Jugendfeuerwehr, waren in der Dunkelheit verschwunden.

Am vergangenen Freitag hatten sich die freiwilligen Einsatzkräfte zunächst zu einer theoretischen Einweisung am Lemförder Feuerwehrgerätehaus getroffen. Rainer Meyer, Fachberater des THW und Gemeindepressesprecher Dr. Michael Schütz freuten sich über zahlreiche Teilnehmer aus den vier Feuerwehren und weiteren Führungskräften aus Marl, Hüde, Brockum und Lembruch, die als interessierte Beobachter teilnahmen.

Rettungshunde mit hohem Nutzen bei der Personensuche

Während Schütz den anwesenden Ehrenamtlichen die Grundsätze der Personensuche und gezielte Einsatztaktiken vorstellte, konnte Meyer das nötige Wissen über die Möglichkeiten der Rettungshunde bei der Personensuche vermitteln. Beide stellten den hohen Nutzen der „Schnüffelnasen“ deutlich hervor und riefen die potentiellen Einsatzleiter zu einer möglichst frühen Einbindung der Facheinheit des THW auf. Während der Personenspürhund gezielt eine Person aufsuchen kann, sind die Flächensuchhunde zum Beispiel im unwegsamen Gelände eine wertvolle Unterstützung.

Im praktischen Teil am Rande des dunklen Stemweder Berges wurden die Kenntnisse dann weiter vertieft. Während die ersteintreffenden Feuerwehren zunächst die Lage erkundeten und weitere Helfer alarmierten, wurde mit einer ersten Wegesuche am und im Wald begonnen.

Glücklicherweise war der erste Insasse schnell in einem Busch gefunden. Gleichzeitig durchkämmten die Flächensuchhunde die Waldfläche systematisch, wobei die bisher nicht entdeckten zum Teil „verletzten“ Jugendlichen aufgespürt und gerettet werden konnten.

Übungsleiter zufrieden mit dem Ablauf

Besonderes Interesse fand die Suche des vierten Insassen, der im Fahrzeug seine „Blutspur“ hinterlassen hatte. Rainer Meyer und sein Personenspürhund konnten hier den Mitgliedern der Feuerwehren eindrucksvoll die Aufnahme der Spur im Fahrzeug und die anschließende Suche demonstrieren. Nach kurzer Zeit fand sich der Insassen am Rande eines nahen Gebäudes wieder, wohin er geflüchtet war. Die Einsatzleitung hatte Lemfördes stellvertretender Ortsbrandmeister Tobias Reimann.

Bei der Manöverkritik waren die Übungsleiter Meyer und Schütz mit der Koordination und Abarbeitung der komplexen Lage sehr zufrieden und waren sich sicher, die gemeinsame Ausbildung weiter zu vertiefen.  ms

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