Wiedereröffnung am 13. November

Dreimonatige Sanierung des Freizeitbads Dümmer in Hüde abgeschlossen

Hell und geräumig sind die neuen Umkleiden des Hüder Freizeitbads. Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup ist mit dem Ergebnis zufrieden.
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Hell und geräumig sind die neuen Umkleiden des Hüder Freizeitbads. Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Hüde – Drei lange Monate war das Freizeitbad in Hüde wegen Sanierungsarbeiten geschlossen, einen Monat länger als ursprünglich geplant. Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen, am Freitag steht Großreinemachen an, und ab dem 13. November kann endlich wieder geplanscht werden. Das gilt allerdings nur für Geimpfte und Genesene.

Wesentliche Ursache der Verzögerung war die Wand im Umkleidebereich, die parallel zur ehemaligen Glasfront verläuft. Als die Handwerker den aufgeklebten Teppich im oberen Bereich entfernten, stellten sie fest, dass es sich – anders als in den Bauplänen eingezeichnet – nicht um eine massive, tragende Wand handelt. Also musste nachgearbeitet werden. Ohne die örtlichen Handwerker, die trotz voller Auftragsbücher eingesprungen seien, so betont Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup, hätten sich die Arbeiten noch mehr verzögert. Er sei sehr dankbar, dass sich die Samtgemeinde immer auf die heimischen Handwerker verlassen könne.

Geringen Mehraufwand gab es laut Bauamtsmitarbeiter Matthias Wrampelmeier auch bei der Erneuerung des Fußbodens. Weil man im Rahmen der Sanierung auch gleich alle Abflüsse erneuern wollte, musste der Estrich raus, und der war mächtiger als erwartet.

Baukosten nur leicht über Kalkulation

Auf die Baukosten hatte der Mehraufwand laut Mentrup vergleichsweise geringe Auswirkungen. „Es hat vor allem Zeit gekostet.“ Kalkuliert waren ursprünglich 745.000 Euro, letztendlich kostet die Sanierung die Samtgemeinde netto 780.000 Euro. Davon entfallen laut Verwaltung etwa 143000 Euro (brutto) auf Planungshonorare, weitere 143.000 Euro auf den Bereich Heizung und Sanitär, knapp 99.000 Euro auf Umkleiden, Trennwände und Schrankanlage, 84.000 Euro auf Fliesen- und Estricharbeiten und 51.000 Euro auf Elektroarbeiten. Aus dem Sportstättensanierungsprogramm erhält die Samtgemeinde 268.000 Euro Förderung.

Das Ergebnis der Sanierungsarbeiten kann sich absolut sehen lassen. Von außen fällt sofort die neue Fassade in grauer Holzoptik ins Auge, die – zeitgemäß gedämmt – die energetisch nicht mehr tragbare Glasfassade ersetzt.

Eine graue Holzfassade hat die frühere Glaswand ersetzt. Außerdem wurde eine Fluchttür installiert.

Im Innern wurde der Umkleidebereich komplett neu gestaltet. Hier dominieren jetzt helle Grau- und Beigetöne. Einen Farbkontrast setzten die blauen Türen der neuen Schränke. Der dunkle Teppich an den Wänden, der noch aus den Anfängen des 40 Jahre alten Freizeitbads stammte, wurde durch eine helle, schalldämmende Holzverkleidung ersetzt.

Sowohl im Herren- als auch im Damenbereich gibt es jetzt zwei barrierefreie Umkleidekabinen, die geräumig genug für ein Elternteil mit Kindern sind. Direkt am Eingang wurde ein multifunktionaler Kleingruppenraum eingerichtet. Auch die WCs wurden komplett saniert, das barrierefreie WC mit Dusche kann ebenfalls von Eltern mit Kindern genutzt werden.

Der barrierefreie Dusch- und WC-Bereich ist geräumig und kann auch von Eltern mit Kindern genutzt werden.

Die Umkleidekabinen werden künftig über Deckenstrahler geheizt, die die warme Luft genau dorthin transportieren, wo sie gebraucht wird. Die alten Heizkörper im Gang direkt an der alten Glasfront seien höchst ineffizient gewesen, erläutert Wrampelmeier, der durch die neue Technik eine merkliche Energieeinsparung erwartet. Der Gang vor den Umkleiden wurden mit größeren Spiegeln, Handföhnen und Hockern ausgestattet, im hinteren Bereich ist eine weitere Fluchttür hinzugekommen.

Die kleinen Badegäste dürfen sich auf zwei neue Attraktionen freuen. Eine Wasserkanone ist bereits installiert, ein weiteres Wasserspiel wird in Kürze geliefert.

Mit dem Betriebsstart hofft die Samtgemeinde auch, möglichst bald einen neuen Pächter für das Inselcafé zu finden. Auch dort ist laut Lars Mentrup eine Renovierung geplant. Ab Januar sollen der Küchenbereich saniert und eine Durchreiche zum Badbereich geschaffen werden, damit sich die Gäste unweit der Becken in einer Lounge-Ecke mit Snacks stärken können.

Badespaß nur für Geimpfte und Genesene

Wer jetzt endlich wieder ein paar Runden im Becken drehen oder in der Sauna schwitzen möchte, muss allerdings geimpft oder genesen sein. Ein Impf- oder Genesenen-Nachweis (zusätzlich bestätigt durch ein Ausweisdokument) muss an der Kasse vorgelegt werden. Schüler ab 16 Jahren müssen ihren Schülerausweis vorlegen. Außerdem werden weiterhin die Kontaktdaten der Besucher erfasst.

Die Anzahl der Badegäste ist nicht mehr begrenzt, weshalb auch keine Zeitfenster mehr reserviert werden müssen. Lediglich im Saunabereich gilt eine Beschränkung auf maximal 30 Gäste.

Mit dem Badebetrieb starten auch die Wasserkurse wieder. Der erste Seepferdchenkurs für Kinder ab fünfeinhalb Jahren findet ab dem 23. November viermal dienstags bis freitags von 13.30 bis 14.15 Uhr statt. Laut Verwaltung haben Kinder mit Wohnsitz in der Samtgemeinde Lemförde bei der Reservierung der Plätze Vorrang.

Die Wasserfitnesskurse wie Aqua-Jogging, Aqua-Power und Wassergymnastik beginnen am 22. November. Anmeldungen zu allen Kursen sind ab morgen ausschließlich unter Telefon 05443/8563 oder an der Badkasse möglich.

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