Samtgemeinderat „Altes Amt Lemförde“ beschließt Ausbau des zentralen Verwaltungsstandorts am Amtshof

Ein großer Schritt in die Zukunft

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Der Amtshof in seiner jetzigen Form. Dort entsteht bis 2017 das neue „Herz“ der Samtgemeindeverwaltung.

Lemförde - Von Marcel Jendrusch. Moderne trifft Geschichte: Die Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ rüstet baulich kräftig auf. Der Samtgemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend, einen Bauantrag für einen neuen Verwaltungsanbau zu stellen. In Zukunft soll die Verwaltung unter einem Dach arbeiten. Effizienter, besser und bürgerfreundlicher.

„Die jetzige Situation ist mehr als unglücklich“, fasste Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe die Arbeits- und Besuchsbedingungen der aktuellen Verwaltungsstellen zusammen. Kein Gebäude sei barrierefrei erreichbar, gerade für ältere Menschen oder Besucher mit Kinderwagen stelle dies ein großes Problem dar. Das Rathaus in Lemförde sei baulich in einem schlechten Zustand, die Wartebereiche wenig einladend, auf den Fluren stünden Schränke und Technik.

„Unser Ziel ist eine offene und freundliche Verwaltung, wo die Bürger gerne hingehen und die Mitarbeiter zufriedener arbeiten können“, betonte auch das Planerehepaar Oliver und Franziska Keese aus Wagenfeld. Sie stellten den Ratsmitgliedern und Bürgern ihren Entwurf in einer Präsentation vor.

Der Neubau wird mit dem historischen Gebäude des Amtshofs verbunden. Das Archiv der Samtgemeinde, aktuell zu großen Teilen auf dem Bauhof, zieht in den Keller des Anbaus. Dort wird auch ein Erste-Hilfe-Raum, ein Pausenraum sowie eine Garage für das kommunale Fahrzeug untergebracht.

Das Erdgeschoss wird von einem offenen Servicebereich dominiert. Hier wird auch das Ordnungsamt in Zukunft seine neue Heimat haben. Eine große, verglaste Fensterfront bietet einen Durchblick bis in den neuen Bürgerpark.

Im Obergeschoss werden die Kämmerei, das Standesamt und ein in der Mitte teilbarer Sitzungssaal untergebracht. Auch der Samtgemeindebürgermeister und sein Stellvertreter werden auf dieser Etage ihre Büros haben. Das Bauamt zieht ins Dachgeschoss.

Insgesamt entstehen laut Oliver Keese 1560 m² neue Nutzfläche, die Kosten liegen bei etwa 2,9 Millionen Euro. Die Finanzierung will die Samtgemeinde über Darlehen regeln. Die derzeit günstigen Zinsen seien für diese Form der Finanzierung optimal. Alle Geschosse werden durch einen Fahrstuhl miteinander verbunden. Auf jeder Etage wird ein zentraler Technikraum für Drucker und ähnliche Geräte eingerichtet. Moderne Teeküchen und Toiletten runden die Stockwerke ab.

„Wir haben strenge bauliche Auflagen für diesen Anbau erhalten“, führt der Planer weiter aus. Das historische Amtshofgebäude werde die Szenerie auf jeden Fall weiter dominieren. Höhe und Farben des Anbaus würden abgestimmt. Gestalterischer Wunsch sei eine Sandstein-Putzfassade, die Details würden aber noch ausgearbeitet werden.

Ob der Platz vor dem neuen Gebäude denn komplett gepflastert sein werde, fragte eine Bürgerin mit Blick auf eine im Rittersaal gezeigte Grafik. Dies sei definitiv nicht der Fall, so die klare Antwort des Samtgemeindebürgermeisters. „Die Bäume bleiben stehen, eine großflächige Versiegelung ist nicht geplant“, klärte Scheibe die Fragerin auf.

Läuft alles nach Plan, ist im März oder April des kommenden Jahres Baubeginn. „Es wäre schön, wenn wir den Anbau zum Lemförder Sommer 2017 eröffnen könnten. Diese Zeit wäre unser absoluter Wunschtermin.“

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