Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ verabschiedet Heinz-Herbert Schnittger

„Feierbiest“ im Ruhestand

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Dank für jahrzehntelange Arbeit: Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe (l.) überreichte Heinz-Herbert Schnittger, Sachgebietsleiter Tiefbau, einen großen Blumenstrauß zum Abschied in den Ruhestand.

Lemförde - Von Marcel Jendrusch. Nach Jahrzehnten im Dienst der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ ist nun bald Schluss: Heinz-Herbert Schnittger, Sachgebietsleiter Tiefbau, verabschiedet sich in den Ruhestand. Schnittger war an vielen Bauprojekten in der Samtgemeinde entscheidend beteiligt.

„Ich bin doch gerade erst acht Monate hier und Sie wollen mich schon verlassen“, sagte Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe gestern im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Inselcafé in Hüde. Umstimmen ließ sich Schnittger jedoch auch vom ersten Mann der Samtgemeinde nicht mehr. „Ich freue mich auf den Ruhestand“, sagte der Lemförder. „Jetzt habe ich endlich Zeit für die Sachen, die in all den Jahren vielleicht etwas zu kurz gekommen sind.“

In erster Linie seien dies seine Familie und sein Garten. Ab dem 3. Juli hat der 65-Jährige die Möglichkeit, mehr Zeit mit seinen zwei Kindern und vor allem auch mit seinen drei Enkelkindern zu verbringen. Offiziell im Ruhestand sei er zwar erst ab dem 1. August, aber Resturlaub beschert ihm schon vorher einige freie Wochen.

Als „echtes Kind der Samtgemeinde“ bezeichnete ihn Rüdiger Scheibe in seiner kleinen Ansprache. Nach einer Maurerlehre in den 1960er-Jahren in Diep- holz zog es Schnittger in den 1970er-Jahren ins ferne Berlin. Weiterbildung war angesagt, als studierter Ingenieur verließ er die heutige Hauptstadt wieder. Nach einigen „Ausflügen“ in die Privatwirtschaft trat er 1988 die Stelle als Sachgebietsleiter Tiefbau in Lemförde an.

„Die Arbeit bei einer Gemeinde ist etwas ganz anderes als die bei einer Firma“, erklärte der 65-Jährige. „Sie ist vielseitiger.“ Seine Arbeit sei er immer ganz entspannt angegangen, betont Schnittger. Ärger habe er nie wirklich an sich rangelassen. „Lohnt sich nicht.“

Der Sachgebietsleiter sei an vielen Projekten der Samtgemeinde beteiligt gewesen, stellte Scheibe fest. Der Dümmer-Deich in Hüde, der Kreisel in Lemförde und auch der neue Bürgerpark seien nur einige davon. Ein echtes „Feierbiest“ sei er zudem gewesen. „Ich weiss ganz genau, dass der Vergleich mit einem früheren Bayern-Trainer für Sie als BVB-Fan vielleicht etwas gewagt ist“, betone der Samtgemeindebürgermeister lachend.

Feiern möchte Schnittger nicht mehr so wie früher, dafür aber wieder verstärkt auf Reisen gehen. „Ich war beispielsweise schon in Kenia und der Dominikanischen Republik und möchte noch mehr von der Welt sehen.“

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