Bürger sollen sicher und gesund böllern

Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ gibt Hinweise zum Umgang mit Feuerwerk

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Ein Feuerwerk wie zum Dümmerbrand (unser Foto) wird es zu Silvester in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ nicht geben. Doch auch bei der privaten Knallerei sind einige Dinge zu beachten.

Lemförde - Von Marcel Jendrusch. Silvester steht bevor und auch in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ wird das Jahr 2018 sicherlich gebührend mit Raketen und Böllern begrüßt werden. Uwe Allhorn, Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes, informiert im Gespräch mit unserer Zeitung über das richtige Verhalten mit Feuerwerkskörpern.

„Grundsätzlich gibt es für die bebauten Gebiete unserer Samtgemeinde keine Einschränkungen, was das Zünden von Raketen oder Böllern angeht“, klärt Allhorn auf. Wer jedoch seinen persönlichen Dümmerbrand veranstalten möchte und vielleicht bierselig plant, Pyrotechnik von den Aussichtstürmen über das Wasser zu jagen, sollte dies aber besser lassen. „Auch an Silvester gelten selbstverständlich die landschafts- und naturschutzrechtlichen Bestimmungen in den ausgewiesenen Gebieten rund um den See“, sagt der Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes auf Nachfrage.

Die Verwaltung hofft, dass die Bürgerinnen und Bürger gut ins neue Jahr kommen. Damit dies der Fall ist, sollten einige Dinge beachtet werden. „Basis für unsere Hinweise ist der Leitfaden des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes“, erläutert Uwe Allhorn. Nach diesem sollten Feuerwerkskörper eine CE-Kennzeichnung, eine Zulassungsnummer und eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache haben. Der Gebrauch illegaler Böller kann in Deutschland nach dem Sprengstoffgesetz sogar mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

Standfeste Flasche als „Abschussbasis

Neben der Einhaltung eines Sicherheitsabstandes nach dem Zünden sollten Raketen gegen Umfallen gesichert werden. Eine standfeste Flasche gilt als die beste „Abschussbasis“. Das Zünden von Balkonen oder aus Wohnungsfenstern ist mit Blick auf den Brandschutz ein „No-Go“. Damit der Feuerwehrwagen im Gerätehaus bleiben kann, sollten während der Knallerei Fenster und Türen geschlossen bleiben. Auch Möbel, Hausrat oder andere brennbare Gegenstände sollten von Balkonen oder Terrassen geräumt werden. Geht das Feuerwerk nicht in Luft, sollte von einem zweiten Zündversuch abgesehen werden. Dass nicht auf Menschen oder Tiere gezielt werden sollte, versteht sich eigentlich von selbst.

Darüber hinaus ist in Niedersachsen das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Altenheimen, Kinderheimen, Kirchen, Krankenhäusern sowie besonderes brandempfindlichen Gebäuden und Anlagen grundsätzlich verboten.

Ist das Feuerwerk zu Ende, sind die Straßen oft mit Raketenresten oder den typisch roten Böllerummantelungen übersäht. Die Verwaltung der Samtgemeinde bittet, diese zeitnah zu beseitigen. „An Neujahr sollte jeder mal eben vor die Tür schauen und mögliche Reste kurz entsorgen. Das wäre optimal“, empfiehlt Uwe Allhorn.

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