Shanty-Chor-Festival beim „Dümmerbrand“

Piratenchor aus Holland lässt das Zelt beben

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Gemeinsam sangen die fünf Chöre mit dem Publikum das Friesenlied „Wor de Nordseewellen…“.

Hüde - Von Luca Spahr. War das eine Feier! Fast 1200 Menschen zählten die Veranstalter am Sonntag beim 9. Shanty-Chor-Festival im Rahmen des „Dümmerbrands“ in Hüde. „Wir haben dieses Jahr wieder ein tolles Programm“, freut sich Organisator Dieter Hohlt. Er und seine Jungs vom „Shanty-Chor Dümmersee“ hatten auch dieses Jahr wieder einige weitere bekannte Chöre nach Hüde geholt.

Neben dem Piratenchor „De Stormvogels“ aus Emmen in den Niederlanden, gab es dieses Jahr auch wieder zwei neue Gruppen für die Besucher zu sehen. Das Ziel sei es, „die Qualität von Jahr zu Jahr zu steigern“, erklärt Shanty-Sänger Hohlt. Zwei neue Chöre von guter Qualität in jedem Jahr habe man sich selbst als Messlatte gesetzt.

Das hat auch dieses Jahr geklappt. Neben den Gastgebern und den Niederländern, die bereits das siebte Mal in Folge bei dem Shanty-Festival dabei sind und mittlerweile den Dümmeranern auch gute Freunde geworden sind, traten „Dei Binnenschippers“ aus Lohne, der Seemannschor aus Oldenburg und der Shanty-Chor Wasserstadt Nordhorn auf.

Nach dem jährlich stattfindenden Regional-Gottesdienst von Pastor Eckhart Schätzel folgten ab halb 12 die Auftritte der Chöre in zwei Blöcken. In jedem Block spielten diese jeweils eine gute halbe Stunde ihr Repertoire.

Als schließlich am frühen Abend der „Piratenkoor“ die Bühne betrat, war die Stimmung schon gut eingeheizt. Die Niederländer zählen mittlerweile zu den bekannteren Shanty-Chören in Europa. Sie hätten dieses Jahr ganze 52 Auftritte über den ganzen Kontinent geplant, freute sich der holländische Chor-Sänger Gerrit Reindevink. Darunter in Ländern wie Litauen, Lettland oder Polen.

Die Niederländer steckten auch dieses Jahr in Original-Piratenkostümen und waren damit der Hingucker des Abends. Für alle Nachwuchs-Piraten gab es auch Hüte und weitere Accessoires am Merchandise-Stand der Band zu kaufen.

Dümmerbrand in Hüde

Als der Chor dann seine bekannten Lieder anstimmte, kannte das Publikum keinen Halten mehr. Laut wurde mitgesungen und mitgeklatscht. Am Ende wurde auch fleißig geschunkelt.

Ein ganz besonderes Highlight hatten sich die Organisatoren zum Ende der Veranstaltung hin ausgedacht. Gemeinsam sangen alle 200 Chormitglieder und das Publikum das Friesenlied „Wor de Nordseewellen…“. Wer bisher noch nicht in maritime Stimmung versetzt war, der war es dann spätestens nach diesem Lied.

Nicht nur das hervorragende Wetter führte am Sonntag dazu, dass das dieses Jahr zwei Felder längere Zelt bereits zur frühen Stunde gut gefüllt war. Der nach Veranstalterangaben mit 30000 Menschen sehr gut besuchte „Dümmerbrand“ stellte Besucher und auch Schausteller sehr zufrieden.

Neben dem Kunsthandwerkermarkt und dem Kinderprogramm sei das Shanty-Chor-Festival „eine gelungene Ergänzung und es stärke den Sonntag“, so die Tourismusmanagerin der veranstaltenden Dümmerbrand-Arbeitsgemeinschaft, Heike Hannker. Nachdem bereits Dietmar Wischmeyer und die Live-Band „Real Spirit“ das Zelt an den Vortagen gut gefüllt hätten, könne der Festwirt eigentlich spätestens am Sonntagabend auch sehr froh über den Erfolg sein.

Zum Ende der Veranstaltung überreichte Dieter Hohlt allen Chorvorsitzenden noch ein kleines Präsent, einen „edlen Tropfen“.

Auch für den „runden Geburtstag“ des Festivals, der nächstes Jahr am 21. August in Lembruch stattfinden wird, gebe es schon erste Pläne. So bestehe die Besetzung neben ihnen selbst und den „Stormvogels“ voraussichtlich aus den „Hasejungs“ aus Bad Bergen, den „Binnenschiffern“ aus Eilshausen und den „Windbräkers“ aus Mühlen. Weitere Ergänzungen will Dieter Hohlt nicht ausschließen.

Nun sind jedoch erst einmal alle geschafft. „Das war ein langes Wochenende für uns alle“, sagte Heike Hannker von der Dümmerbrand-AG erschöpft. Aber die Planungen der Veranstalter für das Dümmerbrand 2016 werden jedoch bestimmt schon angelaufen sein.

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