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Von-Sanden-Oberschule plant Studienfahrten: Abenteuer Frankreich für zwei Schülerinnen

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Von: Melanie Russ

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Große Vorfreude auf das Abenteuer Frankreich: Die 13-jährige Mina (links) und die 15-jährige Julia verbringen drei Monate im Nachbarland.
Große Vorfreude auf das Abenteuer Frankreich: Die 13-jährige Mina (links) und die 15-jährige Julia verbringen drei Monate im Nachbarland. © Russ

Die Von-Sanden-Oberschule plant zwei Studienfahrten. Für zwei Schülerinnen geht es nach Paris. Sie freuen sich auf die Stadt der Liebe bei Nacht.

Lemförde – Paris bei Nacht, über den Montmartre schlendern und den Eiffelturm erklimmen – das ist das Highlight, auf das sich seit 20 Jahren jeder Wahlpflichtkurs Französisch an der Von-Sanden-Oberschule in Lemförde freut. Alle zwei Jahre fahren die Acht- und Neuntklässler in die Metropole an der Seine – zuletzt 2019. Der aktuelle Abschlussjahrgang wäre wegen der Corona-Pandemie fast leer ausgegangen. „Wir hatten schon alle Panik, dass es nicht mehr klappt“, sagen die Schüler von Französisch-Lehrerin und Konrektorin Kirsten Henseleit. Aber es klappt doch noch auf den letzten Drücker. Nach der letzten Abschlussprüfung soll es losgehen.

Zuvor beginnt für zwei andere Oberschülerinnen ein noch größeres Abenteuer. Die 13-jährige Mina und die 15-jährige Julia werden gleich nach Ostern drei Monate bei Gastfamilien in Frankreich verbringen, um Land und Leute und das dortige Schulsystem kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen. Auch diesen Austausch hat Kirsten Henseleit organisiert. Denn der Lehrerin, die ihr Herz an Frankreich verloren hat, ist es wichtig, dass die Schüler die Möglichkeit bekommen, die gelernte Sprache auch im realen Leben anzuwenden und das Land kennenzulernen. Da die Von-Sanden-Oberschule bislang vergeblich nach einer Partnerschule für einen regelmäßigen Austausch gesucht hat, bieten die Studienfahrten und einzelne Austausche eine Alternative.

Auch Mina und Julia werden einen Tag und eine Nacht in Paris verbringen, bevor es zu ihren beiden Gastfamilien in und nahe Le Mans geht. Da beide Familien befreundet sind, werden sich auch die Schülerinnen immer wieder sehen und gemeinsam etwas unternehmen können. Ihre Gastfamilien haben sie über Videokonferenzen schon etwas kennengelernt.

„Ich wollte schon immer etwas von Frankreich sehen und mehr mit der Sprache zu tun haben“, sagt Julia. „Natürlich bin ich ein bisschen aufgeregt“, gibt die 15-Jährige zu. Aber die Gastfamilien sprächen ein deutliches Französisch, das sie gut verstehe.

Mina hatte nach eigener Aussage anfangs schon Bedenken, weil drei Monate in einem Land mit einer fremden Sprache eine lange Zeit sind. „Ein bisschen Angst habe ich schon, weil ich noch nicht so viel Französich kann. Aber ich freue mich trotzdem schon richtig auf den Austausch und die Ausflüge.“

Beim Wahlpflichtkurs des zehnten Jahrgangs ist die Vorfreude auf Paris ebenfalls groß – angesteckt von der Begeisterung ihrer Lehrerin, die sich immer bemüht, nicht nur die Sprache, sondern auch ihre Liebe zu Frankreich an die Schüler weiterzugeben. Sprachlich sind die Jugendlichen bestens auf die Reise vorbereitet, denn alle haben vor Kurzem ihre Delf-Prüfung bestanden.

Für Kirsten Henseleit steht in diesem Jahr noch eine zweite „reguläre“ Studienfahrt nach Paris mit ihren jüngeren Französisch-Schülern an. Das sei zwar auch ein großer Aufwand, „aber es lohnt sich. Man bekommt viel zurück!“

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