Reich gefüllte Flaniermeile

Messe „Schauen und Staunen“ lockte viele Besucher auf die „Große Straße“

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Im Garten der Familie Schlick waren die Kunstobjekte von Andreas Bohms zu sehen.

Lembruch - Von Simone Brauns-Bömermann. Sonnenschein, Wolken, Wind: Das war die Wetterlage am Sonntag zur dritten Auflage von „Schauen & Staunen“ in Lembruch. In ihren ersten beiden Jahren war die Gewerbeschau, die als Hausmesse der Bootswerft Fricke und Dannhus begonnen hatte, wetterverwöhnt. Besucher erinnerten sich sogar an kurze Hosen im April. Am Sonntag waren Schal, Mütze und Winterjacke angesagt. „Aber es regnet nicht“, meinte Bürgermeisterin Margarete Schlick, die am Mittag schon zufrieden mit dem Besuch war.

Für die Gewerbeschau mit dem Namen, der zum Schauen, Staunen, Stöbern, Freuen, Finden, Ausruhen und Gewinnen einlud, war die „Große Straße“ auf einem Abschnitt zur Flaniermeile umfunktioniert und für den Verkehr gesperrt worden. Wer von der Meile mit mehr als 30 Ausstellern oder nach dem Besuch der anliegenden Betriebe zum Dümmer-Museum, zum Marissa-Ferienpark oder zum Dümmerhotel Strandlust wollte, stieg in die Bimmelbahn ein und an einer der sieben Haltestellen wieder aus. Den meisten Besuchern machte das windig-kalte Wetter nichts aus. Sie nutzen den erweiterten Sonntagssparziergang zum „Auswärtsessen“ und um Freunde zu treffen.

Der Schiffs- und Modellbauclub Espelkamp zeigte raffinierte und detailreiche Miniaturen.

Einen besonderen Blickfang bot der mit Gartenschmuckstücken aus Holz und Metall des Lembruchers Andreas Bohms gestaltete Garten der Segelschule Schlick. Was dem Hobby-Künstler unter die Finger kommt, verarbeitet er. „Die Kraniche habe ich von Friedrich Pfannenschmidt bekommen, die waren über.“ Bohms baute daraus ein Windspiel in der Art eines Wetterhahnes.

Ebenso kreativ und zum ersten Mal dabei war Uwe Bley aus Evershorst. Er ist Hobbydrechsler. „Ich habe von meiner Frau einen Gutschein für einen Drechselworkshop bekommen, seitdem bin ich infiziert“, berichtete er. Aber der Künstler drechselt nicht nur schönes Holz und Mooreiche, er kombiniert das Holz mit farbigem Epoxidharz. Was daraus entsteht, ist absolut liebenswert: Schalen, Lampen, Teller, farbig oder dezent. Vom Holz kann auch Zimmermeister Björn Oelmeyer in seiner Freizeit nicht lassen: Er fertigt Firstreiter in Form von Giebelpferden oder Geckpfählen an.

Jörg Böse trumpfte mit seinem Bogenschieß-Übungsparcours auf.

Tische mit Flohmarktware, Zelte, Buden und Wagen mit kulinarischen Leckerbissen luden auf der Flaniermeile ein, Chrom und Lack verschwammen beim Fahrrad-„Wunderland“ von Michael Holy und den vier Automobilanbietern, die mit ihren Karossen die „Große Straße“ flankierten.

Was es mit dem „Kochen im Garten ist Trend“ auf sich hat, erläuterte Hans-Friedrich Wolter aus Bad Essen. „Die Idee dahinter ist, dass nicht einer in der Küche kocht, während der Rest der Familie das herrliche Wetter genießt.“ Wolter führt eine Gartenküchenmanufaktur mit zahlreichen Utensilien zum Grillen und Kochen und ist Erfinder des „magischen Gartenschranks“.

Zimmermeister Björn Oelmeyer bot seine Giebelpferde und Geckpfähle.

Italienische „Dolce Vita“ zeigte Kreativ-Design-Stella mit Outdoortischen aus Lavastein mit persönlichem Wunschmotiv. „Der Kunde sendet sein Motiv, und der Tisch entsteht in Italien in Handarbeit“ erklärte Bettina Stella, die mit ihrem Ehemann vor drei Jahren aus dem Ruhrgebiet nach Lembruch gezogen ist. Sie zeigt das Originalfoto einer landwirtschaftlichen Anlage, die jetzt als Abbild die Tischplatte mit umlaufendem Ornament ziert.

Wer kein neues Auto oder Fahrrad suchte, weil Wasser seine Heimat ist, fand bei Fricke und Dannhus eine große Auswahl an Gebraucht- und Neubooten. Jörg Böse von Bright Side Tours trumpfte mit seinem Bogenschieß-Übungsparcours auf: „Wir bieten Bogenschießen neben Kanufahrten und Stand-Up-Paddling für Reisegruppen und Unternehmen an.“

An den Tischen des Trödelmarkts wurde gestöbert und gefeilscht.

Der Schiffs- und Modellbauclub Espelkamp ließ einen „geschrumpften“ Sattelzug ferngesteuert über die Meile fahren, ein weiteres Modell transportierte kleine Gäste auf dem Auflieger.

„Wer probiert, spendet für das Hospiz Löwenherz“ war Prinzip am Stand von Nadja Zinneker. Sie bot libanesische Spezialitäten an. Die Damen vom Seminar- und Wellness-Haus „Rondo“ luden zur Nagelpflege oder zum Kuchenimbiss ein. Der gesamte Erlös soll an das Hospiz in Lemförde gehen. „Das machen wir jedes Jahr so“, erläuterte Astrid Hollberg.

3. Gewerbeschau „Schauen und Staunen“ in Lembruch

Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann
Die Bimmelbahn vom Oppenweher Moorhof kutschierte die Gäste einmal im Carré entlang der sieben Haltestellen. © Simone Brauns-Bömermann

Für eine Reaktivierung des Bahnhofs in Lembruch warb Axel Wiesenhahn vom Kreisverband Osnabrück des Verkehrsclubs Deutschland an einem Stehtisch. „Wir sammeln Unterschriften, weil wir für mehr öffentliche Nahversorgung einstehen“, erläuterte er.

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