„Reformation ist nicht nur evangelisch oder katholisch“

Besonderer Gottesdienst zur Reformation in der Martin-Luther-Kirche in Lemförde

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Bereiteten den Gottesdienst vor (v.l.): Pastor Eckhart Schätzel, Anke Hübner, Barbara Meyer, Dorothee Templin, Ingrid Groneweg, Markus Bachhofer und Pastor Marc Weber.

Lemförde - Von Ulrich Krause. Martin Luther wollte die Kirche reformieren, zurückkehren zu den Inhalten des uns überlieferten Evangeliums, löste damit aber gleichzeitig einen Veränderungsprozess in der gesamten Gesellschaft aus. Ein Thema, das nirgendwo besser untergebracht sein kann, als in einem ökumenisch gestalteten Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche.

Dazu hatten zu Dienstagabend Küsterin Kerstin Nicolai und Pastor Eckhart Schätzel eine sehr umfangreiche Liturgie vorbereitet. Den Kirchendienst versahen Erika Klös und Markus Bachhofer. Den Kern des Gottesdienstes bildete der Begriff „Reformation“. Auch das bekannte Kirchenlied „Ein feste Burg“, dessen Text und Melodie aus der Feder Martin Luthers stammen, gehörte zu diesem Reformationsgottesdienst.

Zum Gottesdienst erlebten dessen Besucher das wohlbekannte Kirchenlied als Kantate in einer Bearbeitung von Gustav Gunsenheimer. Der Kirchenchor der Kirchengemeinde, unter Verstärkung der Stimmen aus dem Gitarrenchor, gab der Kantate mit seinen Stimmen Ausdruck und Inhalt. Der Posaunenchor und die Instrumentalisten bildeten die musikalische Begleitung dazu.

Die Projektgruppe „Reformationstag“ hatte sich eingehend mit dem Thema der Reformation und dem Leben, Wirken und Gedanken Martin Luthers´ befasst und als Ergebnis verschiedene Texte ausgearbeitet. Barbara Meyer, Anke Hübner, Ingrid Groneweg und Dorothee Templin stellten diese dann im Gottesdienst vor. Mit ihren Beiträgen fassten sie im Gottesdienst die Predigt von Dr. Marc Weber ein.

Pastor Eckhart Schätzel freute sich sehr darüber, dass die Predigt im Sinne eines ökumenischen Gottesdienstes von Dr. Marc Weber, dem Pastor der katholischen Kirchengemeinde Bohmte-Hunteburg-Lemförde, gehalten wurde. Grundlage dessen Predigt – denn wie anders sollte es zum Reformationstag sein – war das 3. Kapitel der Römerbriefe, Verse 21 bis 28. „Reformation geht weiter, ein fortlaufender, immer neuer Prozess, ist nicht nur evangelisch oder katholisch, sondern schließt auch Menschen mit Migrationshintergrund und deren Glaubensbekenntnisse ein.“ So lässt sich die Aussage und Aufforderung der im Gottesdienst gehörten Texte und der Predigt zusammenfassen.

Auch ein Hund dabei

Schwester Anneliese Dabrowski begleitete musikalisch den Gottesdienst an der Orgel. Die Kirche war voll, fast schon wie zu Weihnachten. Im Kirchenschiff mussten bereits Stühle aufgestellt werden und auf der Balustrade waren nur noch wenige Plätze frei. Aber selbst ein kleiner Hund hatte sein Frauchen begleitet und fand einen Platz auf seinem Kissen.

Pastor Schätzel stellte mit Freude fest, dass er auch katholische Schwestern und Brüder in diesem Gottesdienst begrüßen durfte. Er erinnerte auch an viele gemeinsame, evangelisch-katholische Veranstaltungen im abgelaufenen Reformationsjahr. Humorvoll wies er noch auf den diesjährigen Adventskalender und die Grußkarte hin, deren Verkaufserlös die Kirchenarbeit in den Gemeinden Brockum, Burlage und Lemförde unterstützen wird.

Pastor Schätzel bedankte sich bei allen an der Gestaltung des Gottesdienstes Beteiligten. Einen besonderen Dank richtete er an Friedrich Meyer, dessen Idee es war, die Kantate in der Bearbeitung von Gunsenheimer aufzuführen. Leitung und Umsetzung mit den Chören und Instrumentalisten lagen ebenfalls in seinen Händen.

„Ohne die Mithilfe vieler engagierter Helfer wäre es nicht möglich gewesen, so einen Gottesdienst mit der Gemeinde zu feiern“, betonte Eckart Schätzel

Genannt seien hier noch, sofern im Text noch nicht geschehen: Der Kirchenchor und der Gitarrenchor, Leitung Friedrich Meyer; der Posaunenchor unter Leitung von Ralf Rehker und Dr. Markus Templin; E-Piano, Hanneke Eling; Flöten, Wiltrud Althoff-Stange und Dr. Heike Garbe; Horn, Dr. Markus Templin. Der Projektgruppe gehörten auch noch Eckhart Schätzel und Markus Bachhofer an. Die Gruppe hatte ihre „Projektarbeit“ bereits in der Sommermitte.

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