RC-Segeln erfreut sich auch am Dümmer immer größerer Beliebtheit

„Tolle Werbung für den Sport“

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Die Modellyachten lieferten sich auf dem Dümmer spannende Wettfahrten.

Hüde - Besucher des Dümmers genossen am Sonnabend nicht nur einen sonnigen Tag am See, sondern bekamen auch einen kleinen Vorgeschmack auf die bevorstehende Segelsaison mit mehr als 30 zum Teil hochkarätigen Regatten.

Beim „Warming-up mit Mini-Cup“, der gemeinsamen Saison-Auftaktveranstaltung von Seglervereinigung Hüde (SVH) und Bielefelder Segelclub (BSC), stachen am frühen Nachmittag rund 20 funkgesteuerte Modellyachten in See, um in den verschiedenen Klassen ihre Sieger zu ermitteln.

Bei der Regatta unter der umsichtigen Leitung von Wettfahrtleiter Cornels Latsch vom Bielefelder Segelclub bestand die neue Start-„Maschine“ ihre Feuerprobe.

Vor dem Hafen des BSC war ein so genannter „up-and-down-Kurs“ ausgelegt worden. Nach der ersten von acht Wettfahrten, von denen sechs gewertet wurden, musste Klaus Höcker (Bad Essen) als Meldestelle, Tonnenausleger und Retter mit seiner „Flotten Lotte“, einer Optimisten-Jolle, eine Kurskorrektur vornehmen, weil sich der Wind gedreht hatte.

Die Modellyachten lockten immer wieder auch zahlreiche Schaulustige in die Häfen, in denen noch die Saisonvorbereitungen auf vollen Touren liefen. An den Steuerleuten an Land gingen diese unüberhörbaren Aktivitäten allerdings vorbei. Sie mussten sich voll auf ihren Job an den Hebeln der Fernbedienung konzentrieren, der viel Feingefühl und seglerisches Können verlangt. Natürlich spielt auch die Taktik – wie bei einer richtigen Regatta – eine große Rolle und kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Cornels Latsch war bei der Siegerehrung auf der Terrasse der Seglervereinigung Hüde jedenfalls hoch zufrieden: „Es war eine tolle Werbung für den Sport und die Vereine.“ Ein Wermutstropfen: Von seinem Verein hatten nur wenige Mitglieder bei diesem „Schach auf dem Wasser“ die Segel gesetzt.

RC- (Radio-controlled) Segeln erfreut sich auch am Dümmer immer größerer Beliebtheit. Im August werden hier erneut die German Open der RC Laser ausgetragen.

Dieser Mini-Laser ist die funkgesteuerte Version der olympischen Laser-Jolle im Maßstab 1:4. Ebenso wie beim großen Vorbild handelt es sich beim RC Laser um eine strikte One-Design-Regattaklasse, in der seit 1995 Regatten gesegelt werden. Seitdem haben sich diese hervorragend zu manövrierenden Modellsegelboote über den ganzen Globus verbreitet.

In Deutschland wird die Klasse seit 2000 gesegelt. Es gibt zur Zeit etwa 120 Boote. Die Schwerpunkte der Regattaaktivitäten liegen nach Auskunft des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) in Hamburg, am Dümmer, in Berlin und der Region Hannover. Saisonhöhepunkt sind die seit 2013 alljährlich stattfindenden „German Open“ auf dem Dümmer. Diese Modellyachten haben übrigens keinen Motor, nur Segel und Ruder können ferngesteuert werden.

Bei den RC-Lasern machte der Hannoveraner Dirk Tesmer von der Vereinigung der Modellyachtsegler das Rennen, gefolgt von Stefan Gote, Seglervereinigung Hüde, und Frank Niehus, von der benachbarten Seglervereinigung Münster. Bei den „Ausgleichern“ siegte mit einem „Ten Rater“ Erich Brinkmann, Bielefelder Segelclub. rdu

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