Veranstalter aber zufrieden

Windsurfing-Meisterschaft: Viele Läufe wegen Flaute abgesagt

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Am Freitag waren die Bedingungen für die Surfer auf dem Dümmer perfekt, am Samstag und Sonntag herrschte dagegen meistens Flaute.

Hüde – „Aloha und Hang Loose“ – unter diesem Motto stand das Wochenende in der Freizeitarena in Hüde. Ab Freitag tummelten sich dort am Dümmer drei Tage lang 106 Surfer zur ersten Innogy Deutschen Meisterschaft Team und Jugend Windsurfing an der Surfeinsatzstelle in Hüde (wir berichteten). 66 Erwachsene und 40 Jugendliche kämpften in Team und Einzelwertung um Titel.

Der Dümmer kann rau und ruppig sein, also gerade richtig für begeisterte Surfer, und optimale Windbedingungen bieten, so wie am Freitag zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften. Manchmal ruht er aber auch in sich, und dann schauen die Surfer in die Röhre, so wie teilweise am Samstag und am Sonntag.

Auch wenn einige Läufe abgesagt werden mussten, waren Veranstalter und Starter zufrieden. „Ein grandioses Event, mit hohem Besuch“, vermeldete Hauptorganisator Jan Wöhning am Montag in einer ersten Rückschau. Obwohl es das Wetter nur am Freitag mit Sonne und Wind richtig gut meinte, zog er ein positives Fazit. Die Surfer nahmen's ebenfalls gelassen. Schließlich gehört es zum Sport dazu, vom Wetter abhängig zu sein.

Die Wettkämpfe, die ausgetragen werden konnten, lieferten ein unterhaltsames Spektakel für die Zuschauer auf dem Deich und an der Surfeinsatzstelle.

Der Samstag versprach zunächst Starts weiter draußen auf dem See, nach langem Warten auf die Freigabe und Fehlstart musste ein Neustart mangels Wind dann ganz abgesagt werden. Das Feld der Surfer kam zur gehissten „AP-Flagge“, die den Abbruch signalisierte, zum Strand.

Joachim Pohl (rechts) erklärt Lasse Egbers die Funktionsweise eines Surffoils

Das war der Arbeitsplatz von Ex-Profisurfer Holger Sonnenschein vom Auesee in Wesel. Der ehemalige Regatta-Surfer der nationalen Rennklasse moderierte die Geschehnisse auf dem Wasser und interviewte nach dem Abbruch die Ankömmlinge am Strand, unter anderem den zwölfjährigen Fiete-Bjarne Großklaus (U13) aus Kühlungsborn: „Welche Segelgröße fährst Du, und wie bist Du eigentlich zum Surfen gekommen?“, lauteten seine Fragen. „Ich surfe an der Ostsee und bin vorher gesegelt. Mein Segel hat fünf Quadratmeter, und ich bin mit meinem Trainer und Teamfreunden hier“, antwortete der Zwölfjährige.

Schon hatte Sonnenschein den nächsten zu Fuß hereinkommenden Surfer im Visier: Fabian Grundmann aus Kiel, der im Team für den DWSC Großenbrode in der Liga Erwachsene startete. Seine Einschätzung am Samstag: „Heute wird es wohl eher Badewetter bleiben.“ Am Abend ermöglichte eine kurze Schlechtwetterfront dann doch noch zwei weitere Starts mit Wettfahrten in den Sonnenuntergang.

Wer anschließend zu lange auf der Surfers Party im Eventzelt blieb, brauchte sich am Sonntag nicht zu ärgern: Der Tag ließ bei „plattem See“ keine weiteren Starts zu.

Die gute Zusammenarbeit der Segler und Surfer im Revier dokumentierten die zwei Regatta-Begleitboote des Segler-Clubs Dümmer (SCD) und der Wettfahrtgemeinschaft Dümmer aus Lembruch. Sie begleiteten die Regatta-Läufe und schleppten die Surfer ab, wenn der Wind zu flau war.

Das Jugendteam des Windsurfing Club Dümmersee (WSCD) war stark im Heimrevier, schrappte aber an den Medaillen vorbei. In der Altersklasse U15 errang Nils Wenzel Platz sechs, Benedikt Breulmann Platz sieben, im Team belegten die Zwei Platz vier. In der U17-Team-Nachwuchsbundesliga sicherten sich Louisa Moldenhauer Platz sieben und der aus Hüde stammende Surfer Vinzenz Halbsguth Platz fünf. Im Team kamen sie auf Platz vier.

Sieger „All over“ wurde das Team Fabian Grundmann, Jonas Kuhlmann und Robert Scholz vom DWSC Großenbrode (Liga: Erwachsene). Rang zwei belegte das Team des RSC Chiemsee (Liga: Erwachsene) mit Stephan Hecker, Frank Spöttel und Toni Stadler. Rang drei sicherten sich Lars Deiterding, Andre Hartung, Walter Radeke und Thomas Stolarski vom DWSC Großenbrode (Liga: Master, ab 35).  sbb

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