Verwaltungsanbau an den historischen Amtshof in Lemförde wird offiziell eingeweiht

„Rathaus steht endlich dort, wo es hingehört“

Der Anbau an den historischen Amtshof in Lemförde ist am Samstagmittag offiziell eingeweiht worden. J Foto: Jendrusch

Lemförde - Von Marcel Jendrusch. Der Verwaltungsanbau an den historischen Amtshof in Lemförde ist am Samstagmittag mit einem Festakt im Rittersaal offiziell eingeweiht worden. Im Anschluss waren die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich das neue Gebäude genauer anzuschauen.

„Endlich steht das Rathaus dort, wo es hingehört – in den Mittelpunkt des Ortes, an zentraler Stelle Lemfördes“, sagte Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe im Rahmen seiner Festrede vor geladenen Gästen aus Politik und Gesellschaft. Das neue Gebäude habe eine optimale Raumaufteilung und Raumgestaltung, dies erzeuge ein angenehmes und freundliches Ambiente für Mitarbeiter und Besucher.

Deutlicher Pluspunkt des neuen Gebäudes ist die Barrierefreiheit. Ein Aufzug sorgt dafür, dass die Etagen auch für ältere Menschen oder Eltern mit Kinderwagen gut erreichbar sind. Die klassischen Bereiche mit erhöhtem Besucherverkehr, zum Beispiel der Bürgerservice und das Ordnungs- und Sozialamt, sind ohnehin im Erdgeschoss untergebracht.

Im weiteren Verlauf seiner Rede dankte Scheibe allen, die an Planung und Bau beteiligt waren. Lob gab es auch für die Bewältigung des Umzugs vom alten Rathaus an der Bahnhofstraße in den Neubau an der Hauptstraße. Erfreut zeigte er sich auch über die mit zwei Jahren überschauliche Bauzeit sowie die Einhaltung des Kostenrahmens von knapp drei Millionen Euro.

Für Planer Oliver Keese ist besonders die Sandsteinfassade ein Highlight des Gebäudes. Bei der farblichen Ausgestaltung im Innern habe sich sein Team an den Farben des alten Lemförder Wappens orientiert. Insgesamt seien rund 56 100 Kilogramm Stahl verbaut worden – dies entspreche einem Gegengewicht von rund 71 älteren VW-Golf-Modellen. Mit den rund 518 000 Litern Beton, die zum Bau notwendig waren, könne das Becken des Hüder Freizeitbades locker gefüllt werden. Die installierten Kabel hätten eine Gesamtlänge von etwa 14,2 Kilometern.

Landrat Cord Bockhop zeigte sich sowohl vom Neubau als auch vom Rittersaal beeindruckt. Er lobte den Mut der Lokalpolitik, sich für ein solch großes Bauvorhaben entschieden zu haben. Es sei nicht immer einfach, den Bürgerinnen und Bürgern den Beschluss eines neuen Verwaltungsgebäudes vermitteln zu können.

Nach dem Festakt, der vom Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ musikalisch begleitet worden war, hatten die geladenen Gäste die Möglichkeit, das Haus zu besichtigen. Dies taten dann auch viele Einwohner und Interessierte von außerhalb. Von 14 bis 18 Uhr streiften sie durch die Gänge und Büros und konnten sich einen Eindruck machen, wo sie in Zukunft bei Verwaltungsangelegenheiten aller Art die passenden Ansprechpartner finden.

„Das ist wirklich toll geworden“, schwärmte eine Gruppe älterer Damen beim Rundgang. Mit diesem Urteil waren sie am Samstag sicherlich nicht allein.

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