Mehrkosten in Höhe von rund 50 000 Euro durch kontaminierten Unterbau

Rat bleibt bei Ausbau des Drömptwegs

Runderneuerung steht an: Der Drömptweg in Stemshorn soll noch in diesem Jahr zwischen Theodor-Storm-Weg und Haldemer Straße ausgebaut werden.
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Runderneuerung steht an: Der Drömptweg in Stemshorn soll noch in diesem Jahr zwischen Theodor-Storm-Weg und Haldemer Straße ausgebaut werden.
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Stemshorn – Es bleibt dabei. Der Drömptweg in Stemshorn wird von der Einmündung Theodor-Storm-Weg bis zur Aufmündung auf die Haldemer Straße in einer Breite von 4,50 Metern ausgebaut – trotz Mehrkosten in Höhe von rund 63 000 Euro. Das hat der Rat am Montagabend bei zwei Enthaltungen beschlossen, nachdem seine Mitglieder die möglichen Alternativen noch einmal diskutiert hatten. Grund für die Kostensteigerung auf knapp 240 000 Euro ist der kontaminierte Unterbau der Straße, der bei einem Ausbau entfernt und als gefährlicher Abfall auf einer Deponie entsorgt werden muss.

Diesen Umstand hatte eine chemische Analyse des Schotters im Unterbau durch das Büro Ingenieurgeologie Dr. Lübbe in Vechta im Vorfeld der geplanten Ausschreibung offengelegt. Laut Vertretern des mit der Planung beauftragten Büros Hahm handelt es sich bei dem Material im Wesentlichen um unter anderem mit Chrom und Kupfer kontaminierte Schlacke mit Betonresten, die nicht wieder eingebaut werden darf. Die humosen Sande im Untergrund sind demnach leicht kontaminiert. Einzig die Asphaltschicht ist nicht belastet und kann als geschottertes Baumaterial wiederverwendet werden.

Die Entsorgungskosten für den kontaminierten Unterbau beziffert das Planungsbüro auf rund 50 000 Euro. Unter Berücksichtigung der seit der ersten Berechnung gestiegenen Kosten im Tiefbau veranschlagt es nun insgesamt 240 000 Euro. Im aktuellen Haushalt wurden nach der beschlossenen Reduzierung der Ausbaulänge im vergangenen Herbst allerdings nur 177 000 Euro berücksichtigt.

Aufgrund der deutlich gestiegenen Kosten hatte die Verwaltung zunächst die Notbremse gezogen und nun den Rat befragt, ob der Ausbau dennoch wie geplant erfolgen soll. Der gab angesichts der ebenfalls kostspieligen Alternativen grünes Licht.

Die von der Verwaltung genannte Möglichkeit, die vorhandene Fahrbahn mit einer 14 Zentimeter dicken Asphaltschicht zu überbauen, wäre aus Sicht von Ratsherr Stephan Meyer angesichts der Kosten von circa 185 000 Euro und der prognostizierten Haltbarkeit von nur sechs bis zwölf Jahren „sinnfrei“. Zumal der Überbau Anrampungen im Bereich der Zufahrten und an den Grundstücksgrenzen zur Folge hätte und die Unterhaltung der Seitenräume durch die größeren Geländeneigungen erschwert würde.

Einige Ratsmitglieder stellten die Aufbringung einer nur sechs Zentimeter dicken Asphaltschicht zur Diskussion.

In der Kreuzstraße beispielsweise sei das eine gute und günstige Lösung gewesen. Die beiden Vertreter des Planungsbüros äußerten allerdings Bedenken. Das entspreche nicht dem heutigen Stand der Technik. Der unebene Unterbau könne bei einer so dünnen Schicht nicht ausgeglichen werden. Und die Situation bei Gegenverkehr insbesondere im engen Kurvenbereich würde sich dadurch nicht verbessern. Ein Ratsmitglied schlug vor, ihn mit Rasengittersteinen zu verbreitern. Die würden auf dem weichen Untergrund absacken, argumentierte ein Planer.

Die Ratsherren hatten bei dieser Variante Kosten im fünfstelligen Bereich erwartet, die Planer gehen dagegen von knapp 160 000 Euro aus. „Dann ist das keine Alternative“, waren sie sich daraufhin schnell einig.

Zumal Gemeindedirektor Rüdiger Scheibe darauf hinwies, dass die Kosten eines kompletten Ausbaus über 25 Jahre abgeschrieben werden können, die Bilanz der Gemeinde also pro Jahr mit etwa 10 000 Euro belastet würde. „Die Finanzierung ist kein Problem“, versicherte er.

Die Ausschreibung soll laut Scheibe sehr zeitnah erfolgen, damit der Ausbau noch in diesem Jahr beginnen kann.

Von Melanie Russ

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