Die Quernheimer „Lichtburg“ zeigt den neuen James-Bond-Film „Spectre“ / Dreharbeiten für die „Nordstory“

Vorpremiere mit NDR-Besuch

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Sein Name ist Meier. Karl-Heinz Meier. Der „Lichtburg“-Chef hat die Lizenz, verdammt coole 007-Filmplakate aus verschiedenen Jahrzehnten in seinem Schaukasten aufzuhängen.

Quernheim - Von Christa Bechtel. „Die sind alle sehr gut, einfach Kultfilme. Ich habe auch alle Bond-Filme zu Hause“, schwärmte der 14-jährige Finn Mierke aus Damme, der mit seinem Vater Bert am Mittwochabend in die Lichtburg nach Quernheim gekommen war. Denn dort fand, wie in vielen anderen Kinos der Region, die Vorpremiere zum neuen James-Bond-Films „Spectre“ statt. Was Finn an den Filmen besonders schätzt: „Die sind sehr actionreich und mit schönen Autos!“

Da Quernheim der kleinste Kino-Ort Deutschlands ist, hatte sich an diesem Abend sogar das Fernsehen angesagt. „Wir drehen jetzt drei ausgesuchte Tage hier nur über das Kino. Heraus kommt eine Sendung von einer Viertelstunde, die im Januar gezeigt wird“, erklärte Claus Halstrup vom NDR Osnabrück, der mit seinen Kollegen, einem Kameramann und Tontechniker für die „NDR Nordstory“ vor Ort an diesem Vorpremieren-Abend bis in die Nacht hinein drehte. Und Kinochef Karl-Heinz Meier hatte als Bond-Fan sogar ein Schaufenster mit alten Filmplakaten dekoriert. „Ab Dr. No, der 1962 lief. Ich habe noch alle Plakate“, erläuterte Meier, und etwas Stolz schwang schon in seiner Stimme mit.

Rainer Altvater aus Hüde und Christian Hodde aus Stemshorn hatten sich sogar richtig „in Schale geschmissen“ und kamen stilvoll im schwarzen Anzug mit Fliege. „Wir sind Bond eins und zwei“, meinten beide lachend. Und wie es sich für einen richtigen James Bond gehört, tranken sie Wodka-Martini geschüttelt, nicht gerührt. Übrigens: Autor Ian Fleming erfand den Cocktail für seine Romanfigur „James Bond“, der ihn dann in dem 1953 erschienenen Roman „Casino Royale“ bestellt.

Seit Donnerstag, 5. November jagt der berühmteste Geheimagent der Welt – James Bond alias Agent 007 – in „Spectre“ wieder Bösewichte über die Kinoleinwand. Mittlerweile die 24. Verfilmung, die sich mit den Abenteuern des vom englischen Autor Ian Fleming erfundenen Action-Spions auseinandersetzt. Schon an dieser stolzen Zahl ist zu erkennen, dass James Bond nicht nur unglaublich beliebt, sondern dass sein kultureller Einfluss auch enorm groß ist. Doch warum waren die Besucher so zahlreich nach Quernheim gekommen?

„Ich wollte immer schon mal in dieses wunderschöne Kino gehen und habe es bislang nicht geschafft. Da habe ich zu meiner Frau gesagt: Für das Quernheimer Kino gehe ich sogar in den Bond-Film“, sagte Matthias Stöver aus Damme, der eigentlich kein Bond-Fan ist. Aber seine Ehefrau Bernadette beteuerte spontan: „Ich bin Christoph Waltz-Fan.“ Der verkörpert im neuen Bond-Streifen den Oberschurken Franz Oberhauser.

„Ich brauche ein bisschen Inspiration für das richtige Leben“, scherzte dagegen Dr. Richard Bußmann aus Lemförde. „Wenn James- Bond-Vorpremiere ist, muss man die Zeit nutzen und sich den Film anschauen“, betonte Peter Kollorz aus Hunteburg, der mal wieder Karl-Heinz Meier half, und die Kinokarten der Besucher abriss. „Wir sind mit sieben Leuten gekommen“, strahlte Manfred Lohse aus Brockum. Er bewundert an den Bond-Filmen besonders: „Die Action ist super. Und das sind so schöne Klischees, die da immer rüberkommen – einfach wunderbar.“

Millionen von Besuchern werden nun weltweit den bombastischen Action-Thriller „Spectre“ mit Daniel Craig in Bestform genießen, der bislang fast nur positive Kritik erntete.

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