NDR-1-Comedy-Klempner „Schüssel-Schorse“ ist auf Niedersachsen-Tour und besucht die „Lichtburg“

„Quernheim muss man gesehen haben“

„Schüssel-Schorse“ fand am Montagnachmittag den Weg zur Quernheimer „Lichtburg“. Der NDR-1-Comedy-Klempner ist anlässlich des 70. Geburtstags des Landes Niedersachsen auf großer Tour und besucht jeden Tag sieben bis acht Orte. - Foto: Bechtel

Quernheim - Etliche Radio- und Kinofans kamen jetzt aus Diepholz, der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, Bad Essen, Hitzhausen, Bohmte, Hunteburg oder Kalkriese, um den Comedy-Klempner Schüssel-Schorse live an der Lichtburg in Quernheim zu erleben. Denn Niedersachsen feiert 70. Geburtstag - und NDR 1 Niedersachsen feiert mit!

Deshalb hat sich Schüssel-Schorse am 17. Mai auf den Weg durch Niedersachsen gemacht, um zwei Wochen lang 2000 Kilometer in seinem Handwerker-Bulli namens „Schorsetta“ – ein VW T1 Oldtimer aus dem Jahr 1966 – quer durch das ganze Land zu touren. An diesem Tag war er morgens um acht Uhr am Hauptbahnhof Hannover gestartet, um dann weiter zum Hannoverschen Yacht Club Steinhude, nach Nienburg zum Spargelbrunnen, zum Factory Outlet Lloyd Sulingen, zur Schallplattenfabrik Pallas nach Diepholz, zum Oldenburger Pferde Zentrum Vechta, zur Lichtburg nach Quernheim – und als letzte Station zum Museum und Park Kalkriese nach Bramsche zu fahren.

„Die Hände zum Himmel und lasst uns fröhlich sein“, stimmte gutgelaunt Schüssel-Schorse sogleich mit seinem Publikum an, dem er bescheinigte: „Der kleinste Kinoort Deutschlands, aber die größte Ansammlung an Menschen hier – der Wahnsinn.“ Was mit einem lauten Grölen seiner Fans noch dokumentiert wurde. „Quernheim, Landkreis Diepholz, muss man gesehen haben“, meinte Schorse launig.

Das hat es nie gegeben: 70 Orte in neun Tagen

„Wir benötigen nur einen Kopfhörer, ein Mikrofon sowie ein Smartphone“, erklärte derweil Andy Gervelmeyer, NDR-Reporter, im Gespräch mit unserer Zeitung, dass man tatsächlich nur mit diesen drei Zutaten in Studioqualität senden kann. „Ich koordiniere und versuche, Schüssel-Schorse zu unterstützen, ihm den Rücken freizuhalten. Sitzen wir im Auto, telefonieren wir bereits mit den Nächsten. Es ist wirklich alles ganz, ganz eng, macht aber viel Spaß. Und in dieser Form hat es das auch noch nie gegeben: 70 Orte in neun Tagen mit der ganzen Technik“, gab der Aufnahmeleiter unumwunden zu, der sich der „geheime Bruder von Schorse“ nennt.

Natürlich besichtigten alle auch das nostalgisch anmutende schmucke Kino mit seinen beiden Kinosälen, wo 267 Besucher Platz finden. Im Sommer können zusätzlich nochmals 150 bis 200 Besucher das Open Air-Kino genießen. Oder die Original-Kinokasse von 1952, wo es die Eintrittskarten noch von der Rolle gibt, die Kussecke, mit den schönsten Küssen der Filmgeschichte und, und, und…

Doch dann wurde es ernst für das Interview zwischen Kinobetreiber Karl-Heinz Meier und Schüssel-Schorse. „90 Sekunden bis zum Tape“, kündigte Andy Gervelmeyer an. „Große Kinos kommen überall, kleine sterben. Wie kann man denn in einem 430-Seelen-Dorf solch ein Kino betreiben?“ Die erste Frage, die Meier beantwortete, indem er die Lichtburg mit all ihren Besonderheiten kurz und knapp den Zuhörern vorstellte. „Freude auf Kino – wir können es genießen.“ „Wie bekommen Sie denn den Laden hier voll?“, fragte Schüssel-Schorse weiter. Meier schwärmerisch: „Das ist das Ausgehen. Das Modell ist toll: Ausgehen, hinterher ein Bierchen trinken, die Musikbox laufen lassen, bisschen Darten, bisschen Billard spielen – das ist schön.“ „Das ist wie eine Zeitreise, liebe Niedersachsen. Das ist Nostalgie pur hier im kleinsten Kinoort Deutschlands“, bestätigte der Comedy-Klempner, dass alles technisch und nostalgisch vom Allerfeinsten sei.

Sein Aufruf an die Radiohörer: „Liebe Niedersachsen! Einfach mal herkommen hier nach Quernheim und dieses Kino mitten im Grünen erleben.“ 

cb

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