Puppenspielerin Maria Schupp stellt vor Landfrauen Umgang zwischen Generationen humorvoll dar

Zuhören, Mitgefühl und Geduld

Die Landfrauen hatten bei der Versammlung am Puppenspiel von Maria Schupp sichtlich Freude.
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Die Landfrauen hatten bei der Versammlung am Puppenspiel von Maria Schupp sichtlich Freude.

Lembruch - Maria Schupp, Puppenspielerin mit eigener Puppenscheune aus Diepholz, war Gast bei der Jahreshauptversammlung des Landfrauenvereins Diepholz im Hotel „Strandlust“ in Lembruch. Sie wollte eigentlich zu „Interhumanen Korrelationen zwischen Menschengruppen“ referieren, doch an diesem frühen Nachmittag hatte sie keine Betreuung für ihren „Schwiegervater“ gefunden. Das war „Opa“, eine liebevoll hergerichtete Puppe mit Holschken, blaugestreiftem Hemd, selbstgestrickten Socken und Prinz-Heinrich-Mütze.

Ohne es zu wissen, konnten aber gerade er und seine „Schwiegertochter“ Maria Schupp über das „Du und ich“, den Alltag im Umgang der Generationen untereinander, berichten.

„Ist das hier eine Schau für Stress resistente Sauen mit üppigem Essen?“, lautete die Frage von Opa als ehemaliger Schweinezüchter. Maria Schupp entblättert langsam im Puppenspiel die Thematik. Die Stolpersteine, Kränkungen und folgenden oder ausbleibenden Entschuldigungen.

„Besserwisser, Klugscheißer, Hornochse…“ All diese Entgleisungen gab es bei Streitlust und Starrsinn. Zudem thematisierte das Spiel das Totschweigen, wenn die Beziehung zu eskalieren droht. Doch die Beiden nähern sich an und das Fazit bleibt: oder mal „nen Tacken“ zugeben helfen im Umgang miteinander.

Maria Schupp ging liebevoll auf das Logo und Credo der Landfrauen als Völkchen der fleißigen, emsigen Bienen spielerisch ein. Spann sogar den Bogen zu Kurt Schwitters, dem Vertreter des deutschen Dadaismus. Der Dadaismus war eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 gegründet wurde und sich durch Ablehnung „konventioneller“ Kunst und bürgerlicher Ideale auszeichnete. Ein Loblied auf die Bienen in einer Art Lautgedicht à la Dada erklang: „A bee or not a bee, a bee, a bee, a beauty“.

Fakt ist, dass das Jahresprogramm der Landfrauen Diepholz wieder umfangreich ausfällt. Vom Erste-Hilfe-Lehrgang im Mai, der Drei-Tages-Radtour durch das Hasetal, der Tagesfahrt zu Rühlemann‘s Kräuter- und Duftpflanzen in Horstedt über den Tag als Tourist in der Heimat und den Besuch der „Moorwelten“ in Ströhen bis hin zu den zwei Sommerfahrten, einmal ins „grüne“ Ruhrgebiet und in den Süden Kroatiens.

Der Vorstand stellte fest, dass dem Landfrauenverein Diepholz nur zwei Mitglieder bis zur „magischen“ Grenze von 500 fehlen, derzeit also der Verein 498 Mitglieder zählt. 20 kamen allein 2014 hinzu.

Neue Kassenprüferin wurde nach Wahl Marion Lohaus, die gemeinsam mit Britta Koch die Kasse künftig prüft.

So gut, wie das vergangene „Landfrauen-Jahr“ 2014 nach den Ausführungen des Vorstandes ausgefallen war, so erfolgreich, humorvoll und konstruktiv wünschten sich die Landfrauen das aktuelle.

sbb

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