Samtgemeinderat segnet Gruppengröße ab

Planungen für Kita in Hüde können beginnen

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Während die konkreten Planungen für die Kita am Hüder Freizeitbad gerade erst beginnen, wird am Gemeindehaus bereits gearbeitet. Dort soll eine zusätzliche Krippengruppe entstehen.

Lemförde/Hüde - Die auf gemeindeeigenem Grund hinter dem Freizeitbad in Hüde geplante Kindertagesstätte hat am Dienstagabend eine weitere Hürde genommen.

Der Samtgemeinderat hatte über die Größe der neuen Einrichtung abzustimmen und votierte bei einer Enthaltung von Bruno Matzke (CDU) für einen Bau, in dem zwei Kita-Gruppen mit insgesamt 46 bis 50 Plätzen und eine Krippen-Gruppe für 15 Kinder Platz finden sollen. Die Verwaltung wurde ermächtigt, umgehend einen Planerwettbewerb zu starten. Die Vergabe an einen Planer soll im April erfolgen.

Matzke unterstützt zwar den Bau der Kita, hätte sich aber gewünscht, bei der Planung prüfen zu lassen, ob sie als Energiesparhaus gebaut werden könnte. Noch lieber wäre ihm ein Energieplushaus, aber das sei wohl nicht machbar. „Wir sollten als Samtgemeinde mit gutem Beispiel vorangehen“, argumentierte er. Die Teilnehmer des Planerwettbewerbs sollten die Vorgabe bekommen, neben der Planung eines energetisch zwar auf modernstem Stand, aber herkömmlichen Gebäudes auch die Umsetzung eines Energiesparhauses zu prüfen. Der zusätzliche Aufwand sei gering, die höheren Kosten solch eines Gebäudes seien dank Förderung der KfW-Bank und der späteren Energieeinsparung überschaubar. „Unter dem Strich ist es ein Nullsummenspiel“, ist er überzeugt.

Matzkes Anregung so kurz vor der abschließenden Abstimmung sorgte bei den übrigen Sitzungsteilnehmern im Rittersaal des Amtshofes für Erstaunen. Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe teilte Matzkes Einschätzung nicht, dass sich zusätzliche Kosten und Einsparungen auf absehbare Zeit die Waage halten. Zum einen müsste der Planer eine doppelte Planung machen, was deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen werde, so Scheibe. Zudem zeigten seine Erfahrungen aus dem privaten Sektor, dass die energetischen Einsparungen die Kosten nur sehr langfristig aufwiegen. „Die Erbauer selbst erleben das oft nicht.“

„Wenn die Politik das will, dann machen wir das“

Gitta Egbers' (SPD) Vorschlag zur Güte, die Planer könnten doch schauen, ob man hier und da etwas mehr in Sachen Energiesparen machen kann, konnte Scheibe nicht viel abgewinnen. Dann müsse man konkrete Werte angeben, sonst sei ihm das „zu schwammig“. Der Samtgemeindebürgermeister betonte aber auch: „Wenn die Politik das will, dann machen wir das.“

Die übrigen Vertreter der Politik wollten allerdings nicht. „Ich weiß nicht, ob man es auf die Spitze treiben muss“, meinte Jens Dannhus (CDU) mit Verweis auf den ja durchaus modernen Bau, der alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen werde. Heiner Richmann (SPD), Bürgermeister von Hüde, dankte seinen Ratskollegen für das schnelle Genehmigungsverfahren. „Es ist toll, dass die Fraktionen so einmütig zusammengearbeitet haben.“

Die Aktiven des Vereins Naturmentoring können unterdessen ihre Arbeiten für einen zweiten Waldkindergarten in Brockum vorantreiben. Der Samtgemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, dem Kindergarten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro für die Ersteinrichtung und jährlich etwa 60.000 Euro für die Kinderbetreuung zu gewähren. Voraussetzung ist, dass der Kindergarten eine Betriebserlaubnis des Niedersächsischen Landesschulamtes erhält. In der Einrichtung soll bis zu 15 Kinder betreut werden. Der Verein hatte seinen Antrag mit einer großen Nachfrage aus der Elternschaft begründet.

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