Planungen für Dümmer-Skulpturenpfad „SEE-SICHT“ schreiten weiter voran / Kultur in der Region soll gestärkt werden

Kunst auf Buhne, Deich und Wasser

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Die rechtwinklig zum Ufer verlaufenden Steinbauwerke am Dümmer, auch Buhnen genannt, könnten in Zukunft Standorte für Skulpturen werden.

Lembruch/Hüde - Das Kind „Dümmer-See-Skulpturenpfad“ hat bereits einen Namen: „SEE-SICHT“ wird es heißen und sich von Eickhöpen bis nach Hüde erstrecken. Der Pfad lehnt sich in seiner Idee an den Skulpturenpfad „Die Sicht“ an, der in Diepholz startet und kurz vor Lembruch endet. Er möchte mit Kunst die Region und den Tourismus stärken, die Orte Lembruch und Hüde weiter entwickeln und damit zukunftsfähiger machen.

Wer kennt nicht den Künstlerort Dangast am Jadebusen, an den es schon ab der Jahrhundertwende die Brücke-Maler zog, um dort zu arbeiten? Viele von ihnen ließen dort Kunst zurück: Am Strand, im Meer, am Kurhaus, an der Promenade. Diese wird bis heute von allen Besuchern besucht und interpretiert, sie gehört zum Ort, wie sein Name und sein guter Ruf. Ein zweites Beispiel ist die Kunstroute „Kunstwegen“ vom niederländischen Zwolle bis Nordhorn. Die Arbeitsgruppe „Skulpturenpfad Dümmer See“, das sind Heike Hannker, Sabine Hacke und Gerlinde Buddrick, arbeiten an der Vorplanung des Künstlersymposiums im Sommer 2016 auf Hochtouren. Das Konzept sieht einen Dialog zwischen Kunst, Natur und Gesellschaft vor.

„Es soll mit Hilfe der interessierten Künstler ein Skulpturenweg entlang des Sees entstehen. Auf diese Weise können Touristen die Naturlandschaft auf neue Art und Weise entdecken“, verrät Gerlinde Buddrick. Das eigenständige Konzept ist als Projekt im Hüder Dorfverein angesiedelt. Für die konzeptionelle Planung des Kunstpfades „SEE-SICHT“ zeichnet die Arbeitsgruppe verantwortlich. „Es gibt viel zu tun für uns“, bemerken die drei verantwortlichen Damen. Bei Gerlinde Buddrick melden sich bereits die Künstler, die an der für Ende September terminierten Rundreise zu den optionalen Standorten entlang des Sees interessiert sind, vielleicht später durch die Landschaft inspiriert, an dem Bildhauersymposium teilnehmen.

Sabine Hacke, Leiterin des Dümmer-Museums, ist mit der Förderkulisse vertraut und arbeitet konzentriert an den Anträgen bei verschiedensten Fördergebern. Sie reichen vom Landschaftsverband Weser-Hunte, der Kulturstiftung Stiftung Niedersachsen, dem EU-Förderprogramm „ZILE“, der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung vom niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz und weiteren Stiftungen.

„Wir erstellen gerade eine Sponsorenmappe zur Vorlage bei großen Unternehmen und privat interessierten Förderern“. Das Rahmenziel sei durchaus größer gedacht: „Es gilt die Attraktivität des Naturraumes Dümmer zu steigern und den Kunsttourismus mit dem Naturtourismus zu verbinden, um so beides im ländlichen Raum zu fördern“, sagt Hacke. Laut Buddrick führt dies zur Innovationsfähigkeit, die die Attraktivität der Region stärkt, wenn diese im öffentlichen Kontext wahrgenommen wird. Denn eine lebendige Kultur sei einer der entscheidenden Faktoren für einen Ort, um sich zu entwickeln.

Natürlich hoffen die Arbeitsgruppenmitglieder, dass sie in dem Fortschritt der Planungen auf Unterstützung von der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, den Mitgliedsgemeinden und den Bürgern rechnen können. Gerade bei dem Bildhauersymposium sei dies wichtig, denn Interesse und Mithilfe der Bürger, eventuell eine Interimsunterkunft und Verpflegung der Künstler in ihrer Schaffensphase zu stellen, bleibe unerlässlich.

Kunst soll

etabliert werden

Blumig stellen sich Buddrick, Hannker und Hacke bereits den Sommer auf Hüdes Dorfplatz vor: Sommer, Sonne, nette Leute und hämmernde, sägende und hauende Künstler. Und nach Wochen ein Kunstwerk, das vor Ort bleibt am Deich, auf einer der Buhnen oder wie der „Phallus“ von Eckart Grenzer in Dangast im Wasser des Sees.

„Unsere Intention ist es, möglichst ungleiche Künstler mit vielfältigen Ansätzen und Materialien zu begeistern“, sagt die Arbeitsgruppe. „2016 stellen wir uns das Symposium mit fünf bis sechs Künstlern vor. Schön wäre, wenn solch ein Treffen regelmäßig stattfinden könnte, um den Pfad kontinuierlich zu entwickeln.“ Ihre Vision ist eine lebendigen, künstlerische Landszene. Der Dorfverein Hüde will Bildende Kunst im ländlichen Raum etablieren.

sbb

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