Pastorin Juliane Worbs geht zum 16. Juni nach Sulingen/Vikariat in Lemförde

„Die Menschen sind mir ans Herz gewachsen“

Gerade hat Juliane Worbs das zweite theologische Examen abgelegt und wird ab 16. Juni als Pastorin in Sulingen wirken.
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Gerade hat Juliane Worbs das zweite theologische Examen abgelegt und wird ab 16. Juni als Pastorin in Sulingen wirken.

Lemförde - Von Christa Bechtel. „Mir sind die Menschen hier sehr offen und freundlich begegnet. Ich fand es toll, ein Stück Leben mit ihnen zu teilen: Ob es die Freude war, wenn wir ein Kind getauft haben, wenn ich zu Geburtstagsbesuchen gehen durfte und ich nett empfangen wurde, wir uns gut unterhalten haben. Oder in schwierigen Situationen, wenn jemand verstorben war und wir gemeinsam den Leid- und Trauerprozess begangen haben“, erzählt Juliane Worbs, die gerade das zweite theologische Examen erfolgreich absolviert hat und damit Pastorin ist.

Juliane Worbs kam im Februar 2012 als erste Vikarin nach Lemförde und startete mit ihrem religionspädagogischen Praktikum an der Grundschule Lemförde. Ging sie anfangs noch mit ihrem Mentor Pastor Eckhart Schätzel mit, gestaltete die junge Frau schon bald den Konfirmanden-Unterricht aktiv mit, übernahm Gottesdienste, Beerdigungen, Taufen, eine Hochzeit, feierte Andachten in der Kindertagesstätte oder in den Altenheimen. „Ich habe viel gelernt und etliche nette Menschen kennengelernt“, sagt sie spontan.

„Eine Woche im Konfirmanden-Ferienseminar mit einem tollen, ehrenamtlichen und engagierten Team zu erleben, war besonders Klasse“, blickt Juliane Worbs auf ein Highlight ihrer gut zweijährigen Vikariatszeit zurück. Sie habe gespürt, „dass die Jugendlichen schon sehr existentielle Fragen haben: Was ist das mit dem Glauben? Oder wie ist das mit dem Leben nach dem Tod?“ Gerne sei sie auch zu den Senioren gegangen. „Ich habe die Ausflüge mit ihnen sehr genossen. Ich war zwei Jahre hier; die Menschen sind mir ans Herz gewachsen, die Gegend auch. Auf jeden Fall ist ein weinendes Auge dabei. Ich bin aber auch gespannt, was nun kommt“, resümiert die junge Frau. Ab 16. Juni wird sie als Pastorin in Sulingen wirken.

Viele Menschen standen der frischgebackenen Pastorin zur Seite, haben sie schätzen gelernt. Wie Lehrerin Birgit Wilbers-Groß, die ihre Mentorin für ihr religionspädagogisches Praktikum war. Sie sagt: „Ich durfte Frau Worbs während ihres Schulpraktikums an der Grundschule Lemförde begleiten. An diese Zeit denke ich sehr gerne zurück. Juliane Worbs hat sich uns allen als ein sehr einfühlsamer und taktvoller Mensch gezeigt, der seine Aufgaben mit viel Engagement und Genauigkeit erfüllt. Frau Worbs begegnete allen Kindern und Erwachsenen an unserer Schule mit großer Wertschätzung. Für die Schüler hat sie eine Brücke gebaut zwischen Schule und Gemeinde. Noch heute berichten mir Kinder mit einem Strahlen im Gesicht: ,Ich habe Frau Worbs gesehen, in der Kirche!‘“

„Ich habe Juliane Worbs als eine junge, frische Kollegin mit neuem Drive erlebt. Es gab verschiedene Berührungspunkte wie die Konfirmandenarbeit, das Spiel bei der Ferienkiste, wo sie ganz engagiert eine Spurensicherungs-Dame gespielt hat und voll auf die Kinder einging. Von daher wird sie eine familienfreundliche Pastorin für Sulingen werden; die können sich auf sie freuen“, betont Diakon Ingo Jaeger und Ingrid Groneweg, stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende, meint: „Frau Worbs war eine große Bereicherung für unsere Kirchengemeinde. Sie stand stets allen Sachen offen gegenüber.“

Auch Pastor Eckhart Schätzel berichtet positiv: „Ich arbeite ausgesprochen gerne mit Frau Worbs zusammen. Innerhalb ihres Vikariats erlebte ich die gemeinsam mit ihr erlebte und reflektierte Praxis als anregende Bereicherung. Frau Worbs ist eine Persönlichkeit, die inhaltliche Positionen klar benennt und Menschen aufmerksam und zugewandt begegnet. Es tat unserer Gemeinde ausgesprochen gut, diese junge Theologin zu erleben.“

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