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Osterfeuer? „Es gehört hier einfach dazu“

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Von: Anja Schubert

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Osterfeuer gehören in der heimischen Region als Brauchtumsfeuer zum Osterfest einfach dazu. Das zeigen jedenfalls die Anmeldezahlen der Feuer, die nahezu so hoch wie vor der Pandemie sind.
Osterfeuer gehören in der heimischen Region als Brauchtumsfeuer zum Osterfest einfach dazu. Das zeigen jedenfalls die Anmeldezahlen der Feuer, die nahezu so hoch wie vor der Pandemie sind. © Schubert

Die einen nennen sie Osterfeuer, die anderen etwas bürokratischer Brauchtumsfeuer - gemeint ist aber das Gleiche: Viele Menschen stehen um ein mal größeres, mal kleineres Feuer herum, unterhalten sich, essen eine Bratwurst, trinken etwas. Zwei Jahre hat es das in der Region nicht mehr gegeben. Nun lebt der Brauch mit dem Feuer wieder auf. Ein Überblick über die Veranstaltungen in Lemförde, Rehden und Wagenfeld.

Lemförde/Rehden/Wagenfeld – Gesellig am knisternden, wärmenden Feuer zusammenstehen, Freunde treffen oder vielleicht einfach mit den Nachbarn mit einem Gläschen anstoßen – mit einem Wort: Osterfeuer. Es ist ein Brauchtum, das in der Region viele Menschen lieben und auf das sie in den vergangenen zwei Jahren pandemiebedingt verzichten mussten. Doch zu diesem Osterfest ist das Treffen rund um die brennenden Holzscheite wieder möglich.

„Das Bedürfnis der Menschen nach diesem Brauch ist groß. Sich mit Menschen im Feuerschein zu versammeln, gehört in dieser Region einfach zu Ostern dazu“, sagt Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye, der – was die Anzahl der Feuer in seiner Kommune betrifft – von einer nach wie vor hohen Faszination spricht: „Mit 150 beim Ordnungsamt für Wagenfeld und Ströhen angezeigten Osterfeuern zählen wir ebenso viele wie vor der Pandemie.“ Angesichts der noch immer hohen Inzidenzen werde es in den Ortschaften Wagenfeld und Ströhen jedoch keine größeren öffentlichen Osterfeuer geben. Kreye: „Lediglich das Osterfeuer des MSC Heidering an der Neustädter Sandbahn am Karsamstag steht allen Osterfeuerfreunden auf Einladung des Vereins offen.“ Kreye wies jedoch auch darauf hin, dass „einfach hinten im Garten etwas zu verbrennen“, kein Brauchtumsfeuer sei.

Öffentliche Osterfeier in Lemförde, Rehden, Wagenfeld

Wagenfeld

MSC Heidering, Neustädter Sandbahn, Samstag ab 18.30 Uhr

Samtgemeinde Rehden

Hemsloh: Schützenplatz, Samstag ab 18 Uhr

Dickel: Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18 Uhr

Wetschen: TSV-Gelände, Sonntag ab 17.30 Uhr

Samtgemeinde Altes Amt Lemförde

Brockum: Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 19.30 Uhr

Quernheim: Feuerwehrgerätehaus, Samstag ab 18.30 Uhr

Hüde: Nähe Hofladen Möller, Sonntag ab 18 Uhr

Auch die Samtgemeinde Rehden verzeichnet eine hohe Zahl registrierter Osterfeuer. „Wir liegen mit rund 80 angemeldeten Osterfeuern bei annähernd den gleichen Zahlen wie in 2019“, sagt Sina Hardt von der Samtgemeinde. Das Osterfeuer auf dem Schützenplatz in Hemsloh am Karsamstag, das die örtliche Feuerwehr ausrichtet, sei dabei für jedermann zugänglich. Auch in Wetschen mit dem Osterfeuer des TSV am Sportgelände sowie in Dickel am Feuerwehrgerätehaus sind Gäste ausdrücklich erwünscht. Hardt: „Alles andere sind privat angemeldete Brauchtumsfeuer.“

Drei öffentliche Osterfeuer unter der Regie der jeweiligen Ortsfeuerwehren gibt es in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, kann Uwe Allhorn vom Ordnungsamt berichten. In Brockum und Quernheim sind die Feuer jeweils gegenüber der Feuerwehrgerätehäuser aufgeschichtet und werden am Karsamstag abgebrannt. Das Quernheimer Osterfeuer ist bereits als „Osterfeuer der zukünftigen Feuerwehr Mitte“ auf den Werbeplakaten tituliert und drückt aus, dass dies eine Gemeinschaftsaktion der zusammengehenden Wehren aus Quernheim und Lemförde ist. In Hüde erwartet die Ortsfeuerwehr die Besucher am Sonntagabend auf einer Fläche in der Nähe von Möllers Hofladen.

„Auch bei uns gehen die Anmeldezahlen Richtung Vor-Corona-Zeit. Mehr als 40 Meldungen gab es bis Ende vergangener Woche. Erfahrungsgemäß geht die Zahl im Lauf dieser Woche noch bis zum Anmeldeschluss am Mittwoch auf 60 bis 70 Feuer hoch“, wagt Allhorn eine Prognose und verweist darauf, dass die Brauchtumsfeuer, gleich ob groß oder klein, privat oder öffentlich, anmeldepflichtig sind.

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