Kritik an Samtgemeinde

Ortswehr wünscht sich optimales technisches Gerät

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Ortsbrandmeister Thorsten Grönemeyer (3.v.r.), sein Stellvertreter Burkhard Hohlt (2.v.r.), Gemeindebrandmeister Friedrich Dannhus (rechts) und Stellvertreterin Bettina Hofmeister (links) begrüßen drei zum ersten Hauptfeuerwehrmann Beförderte in ihrem Kreis (v.l.): Volker Rösler, René Monning und Andreas Bark.

Stemshorn - Ehrenbrandmeister Wilfried Foltermann sprach die Kritik an der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde offen aus: „Feuerwehrleuten, die sich freiwillig in Gefahrensituationen bringen, muss das optimale technische Gerät an die Hand gegeben werden.“ Er erntete euphorischen Beifall bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Ortswehr Stemshorn.

Seine Kritik bezog sich auf den Plan zur Neuanschaffung eines Löschfahrzeugs für Stemshorn. „Unser Fahrzeug ist 30 Jahre alt, das neue soll auch wieder 30 Jahre halten. Und da soll das gleiche Modell ohne technische Neuerung angeschafft werden?“ Das ging auch in Richtung des Bürgermeisters von Stemshorn, Heiner Lindemann, der seine Stimme in der Samtgemeinde nutzen solle, Gerät auf dem Stand von 2018 einzukaufen.

Gemeindebrandmeister Friedrich Dannhus berichtete ebenfalls etwas frustriert über den Stand der Anschaffung von Meldeempfängern für jeden Feuerwehrmann: „Drei bis vier Jahre vertröstet man uns nun schon. Wir kriegen die Kommunikation untereinander hin, aber es dauert mit Ausschreibungen und Anschaffung der neuen Meldeempfänger einfach zu lange.“

Über die Einsätze der Ortswehr Stemshorn berichtete der zweite Vorsitzende Burkhard Hoolt. Demnach starteten die Feuerwehrleute zu acht Einsätzen mit 54 Stunden: fünf Fehlalarme, zwei Brandeinsätze und ein Sturmschaden (technische Hilfeleistung). Zusätzlich absolvierten sie 27 Dienste mit 573 Stunden. Auf jeden Feuerwehrmann entfielen damit im Schnitt 77 Stunden. Die Feuerwehr Stemshorn zählt derzeit 21 Aktive, sieben Alters- und Ehrenfeuerwehrleute und zwei Mitstreiter in der Jugendabteilung.

Besonders stolz ist Ortsbrandmeister Thorsten Grönemeyer (rechts) über das neueste Mitglied bei der Ortswehr Stemshorn: Jannik Tomoor.


In der Versammlung begrüßte Ortsbrandmeister Thorsten Grönemeyer den jüngsten Feuerwehrmann Jannik Tomoor. Der 18-Jährige wechselte jüngst von der Jugend- in die aktive Abteilung. Für mehr als 30-jährigen Dienst in der freiwilligen Feuerwehr ehrte Grönemeyer Andreas Bark. Der Gerätewart und Maschinist sei immer da, wenn Hilfe benötigt werde, betonte der Ortsbrandmeister. Bark wurde außerdem gemeinsam mit René Monning und Volker Rösler zum ersten Hauptfeuerwehrmann befördert.

Tobias Reimann, Ortsbrandmeister des Flecken Lemförde, hob besonders die gute Zusammenarbeit mit Stemshorn hervor: „99 Prozent der Einsätze fahren wir schon gemeinsam, denn es gestaltet sich immer schwieriger, für die Tageseinsätze Leute zu bekommen. Wir sollten die Arbeit noch weiter intensivieren.“ Insgesamt zählte die Samtgemeinde 108 Einsätze, darunter 26 Brände, 50 technische Hilfen, 17 Fehlalarme, Sturmeinsätze und diverse Löschhilfen.

In der Jugendfeuerwehr bündelt die Samtgemeinde derzeit 27 Jungen und zwei Mädchen, berichteten Birgit Wittkötter und Bastian Kriedemann für Kinder- und Jugendliche. Im Schnitt nahmen im vergangenen Jahr 15 Jugendliche und vier Betreuer an den 53 Aktivitäten wie Fahrten, Zeltlager und feuerwehrtechnische Ausbildung teil. „Die Kinderfeuerwehr feiert am 17. März ihren fünften Geburtstag mit Aktionen in der Lemförder Sporthalle“, berichtete Wittkötter zu dem Erfolgsmodell.

Auch die Altersabteilung der Samtgemeinde-Feuerwehr war aktiv, unter anderem beim Dümmerbrand, dem Lemförder Sommerfest, der Fahrradwoche der Grundschule und dem Martinsumzug. „Unseren Grillabend werden wir dieses Jahr höchstwahrscheinlich in Marl feiern“, so Friedrich Meyer. Zu den Terminen der Ortswehr Stemshorn außerhalb der Einsätze gehören das Maibaumaufstellen, Wettbewerbe, Weihnachtsbaumaufstellen auf dem Dorfplatz und die Geburtstagsfeier der Kinderfeuerwehr. - sbb

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