Nina Krause ist nun in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ tätig

Neue Streetworkerin

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Seit dem 1. März ist die Osnabrückerin Nina Krause (2.v.r.) als Streetworkerin in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ tätig. Darüber freuen sich (von links) Jugendausschussvorsitzende Stephanie Budke-Stambusch, Uwe Allhorn (stellvertretender Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes) und „Ole“-Leiter Dirk Feldkötter. Foto Bechtel

Lemförde - Von Christa Bechtel. „Es ist gut, mit ‚Ole‘ einen Partner zu haben“, freute sich Stephanie Budke-Stambusch, Vorsitzende des Jugendausschusses der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, während der Vorstellung der neuen Streetworkerin Nina Krause. „Ole“ steht für den Verein „Orientierung-Leben-Entwicklung“, früher das Kinderheim Lemförde.

Dort ist Nina Krause seit dem 1. Januar in der Fünf-Tage-Woche mit 25 Stunden tätig. Ab 1. März hat die Samtgemeinde sie sozusagen als Streetworkin mit zusätzlich zehn Stunden „eingekauft“. Nina Krause, die bereits im Elternhaus und in der Verwandtschaft sehr „sozial“ geprägt wurde, hat an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach „Soziale Arbeit“ mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie studiert.

Nach dem Studium arbeitete sie erst im Kinderhospital Osnabrück auf der geschlossenen Abteilung „Psychiatrie“ für Kinder- und Jugendliche. Anschließend war sie im Mutter-Kind-Haus in Melle tätig. „Der Vertrag dort war auf ein Jahr befristet“, verdeutlichte die 31-Jährige, die es spannend findet, in Zukunft zusätzlich neben ihrer Arbeit bei „Ole“ als Streetworkerin aktiv zu werden.

1998 begann in Lemförde die offene ehrenamtliche Jugendarbeit mit „JuLe“, dem Verein zur Förderung der kommunalen Jugendentwicklung in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, dessen Vorsitzende Stephanie Budke viele Jahre war. Erst wurde die Jugendarbeit mit Ehrenamtlichen gestaltet; später kamen zwei 400-Euro-Kräfte – und dann Jugendpflegerin Tanja Uetrecht, die sich zurzeit in der Elternzeit befindet, die kommendes Jahr ausläuft. Nachdem ihre Vertretung, Jugendpfleger Gerd Sackermann, 2013 ging, wurde die Stelle nicht wieder neu besetzt.

„Kommen ohne

Netzwerker nicht klar“

„Es hat sich dann an vielen Stellen herauskristallisiert – auch in Gesprächen mit Schule und mit denen, die Jugendarbeit vor Ort leisten, dass wir nicht ohne Ansprechpartner beziehungsweise Netzwerker zurechtkommen. Also jemanden, der Bindeglied zwischen Jugendlichen, Erwachsenen, Vereinen und Organisationen ist“, erläuterte Stephanie Budke-Stambusch im Gespräch mit unserer Zeitung. Daraufhin habe man im Herbst 2014 an die Samtgemeinde einen Antrag gestellt, für ein Jahr befristet (da Tanja Uetrecht voraussichtlich 2016 aus der Elternzeit zurückkommt) eine Stelle mit zehn Stunden pro Woche einzurichten.

„Auch mit einem anderen Schwerpunkt, nämlich Streetworker, um eine Person zu haben, die die Jugendlichen aufsucht“, erklärte die Jugendausschussvorsitzende, die seit einer Umfrage in 2012 weiß: „Dass ein Jugendtreff, so wie wir ihn mit den Containern an der Stettiner Straße hatten, nicht mehr angesagt ist. Deshalb die Streetworker-Variante als Projekt. Und wir sind froh, dass wir mit „Ole“ einen Verein vor Ort haben, der uns kurzfristig jemanden zur Verfügung stellen konnte“, betonte Budke-Stambusch. „Die Samtgemeinde finanziert gerne dieses Projekt“, unterstrich Uwe Allhorn, stellvertretender Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes, der hofft: „Dass wir mit dieser geschaffenen Stelle auch einige Dinge im Keim ersticken“.

„Ich habe begonnen, erste Kontakte zu den Sozialarbeitern in den Schulen aufzunehmen. Und ich habe mich in den achten Klassen vorgestellt“, ging Nina Krause auf ihre ersten Arbeitsschritte als Streetworkerin ein.

Des Weiteren hat die gebürtige Osnabrückerin sich bereits in der Suchtberatung Diepholz vorgestellt. Denn: Ein Konfliktfeld für sie werde der Drogen- und Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen sein. Viele Jugendliche hätten nicht nur in sich selbst das Vertrauen verloren, sondern auch in Familie, Berufsleben oder Gesellschaft.

Nina Krause sieht sich da als Kontaktperson und Netzwerkerin. „Sie versteht die Sprache der Jugendlichen, sie spricht die durchaus auch; sie ist sehr klar in dem, was sie sagt und macht“, lobte „Ole“-Leiter Dirk Feldkötter seine Mitarbeiterin.

Er weiß, „dass Drogen im vergangenen Jahr ein großes Thema in Lemförde waren. Auch an Schulen mit Verkauf im Vormittagsbereich“. Darüber hinaus habe es Formen von Gewalt gegeben, „die die Schulhöfe ebenfalls erreicht haben“, so Feldkötter. Ein großes Thema sei zudem Mobbing gewesen.

Alle drei Monate wird Nina Krause zukünftig einen Zwischenbericht geben.

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