„Brezelbasar“ auf dem Dorfplatz

Nikolaus zu Gast in Ströhen

Der Nikolaus und seine Engel hatten beim Verteilen der Geschenke ordentlich zu tun. J Foto: Brauns-Bömermann

Ströhen - Ein Platz, der nicht nur zur Adventszeit einlädt: Wenn Ströhen „Brezelbasar“ feiert, ist es meist kalt. Gerade kalt genug für die leckeren Herrlichkeiten an den Buden rund um die große Feuerschale, in den Zelten der Vereine und am Mantelpott mit Kartoffelgerichten. Am Samstagnachmittag war es wieder soweit. Zwischen Kirche und Bistro, vor der Riesenpyramide, stand das Kinderkarussell, gab es nebenan auf der Wiese Ponyreiten und das große Feuer lud zum Stockbrot backen.

Den Eingang zum „Brezelbasar“ bilden immer zwei kleine Holzhütten: Dort bieten die Schulkinder der Ströher Grundschule Kekse und Selbstgebasteltes aus dem „Workshop for Kids“ an. Ab 15 Uhr lud das Dorffest ein, das Programm zu erleben. Bäckerei Kuhlmann backte mit Kindern, der Chor „Zeitlos“ sang in der Kirche zur Andacht von Gesa Junglas. Kaffeedurst löschten die Ströher im Gemeindehaus. Der „Brezelbasar“ lockt jedes Jahr fast alle Ströher, aber auch Gäste aus den benachbarten Gemeinden zu dem gemütlichen Treffen zu Punsch, Glühwein, Waffeln, Knipp, Bratwurst und Flammlachs. Manche knobeln sich um „Kopf und Kragen“ im Zelt des Butzendorfer Schützenvereins, wo als Gewinne die leckeren Mettwürste warten. Richtig gemütlich wird es ab Eintreten der Dämmerung und dem „Warten auf den Nikolaus“. Die Holzhütten des Vereins „Ströher Dorfleben“ bieten ein weihnachtliches Angebot an Basteleien, Kulinarischem und Dingen für einen guten Zweck.

Weihnachtliche Klänge ertönen aus dem Buswartehäuschen. Dann raunt es durch die Menschen: „Ich glaube, ich habe ihn schon gesehen.“ Mit „ihn“ meinen sie den Nikolaus, der mit zwei Engeln und Bollerwagen aus dem Dunkel tritt und Richtung Weihnachts-Pyramide geht. Dort warten die Kinder gespannt auf den Mann in rot-weiß mit Rauschebart, der nichts an Faszination verloren hat. Mit langgestreckten Armen haben die Engel alle Hände voll zu tun: Jedes Kind erhielt eine süße Überraschung.

Statt Eseln, mit dem der Nikolaus jahrelang zum Basar gekommen war, bot der Tierpark Ströhen Ponyreiten an. Wer weiß, vielleicht kommt der Nikolaus ja im nächsten Jahr mit Kutsche, Pony oder Elektromobil? 

 sbb

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