Neun Schulsanitäter offiziell in Amt eingeführt / Spende vom DRK Ortsverein

Kleine Wunden, große Hilfe

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Als Vertreterinnen des DRK Ortsvereins Rehden übergaben Vorsitzende Beate Recker (l.) und Kassenwartin Margret Waitz der Schule am Geestmoor gestern eine Spende in Höhe von 200 Euro bestehend aus Verbandtasche, Erste-Hilfe-Kit und Matte. Darüber freuten sich (stehend, v.l.) Schulleiter Rainer Fritzsche, AG-Leiter und Projekt-Initiator Christian Quetschke und Schüler Oliver Folmann im Namen seiner Schulsanitäter-Kollegen. Außerdem im Bild: Uli Rother vom DRK-Kreisverband, der den Kindern die Erste-Hilfe-Ausbildung erteilte.

Rehden - Von Mareile Kurtz. Schürfwunden, Nasenbluten, Unwohlsein: Die Wunden und Beschwerden, mit denen die Schulsanitäter in der Schule am Geestmoor in Rehden täglich konfrontiert werden, sind nicht unbedingt immer tief und heftig. Die professionelle Hilfe, die die Kinder der 6. und 7. Klassen ihren Mitschülern leisten, ist dafür umso größer und wertvoller – besonders auf emotionaler Ebene. Gestern wurden die erfolgreich ausgebildeten Schulsanitäter offiziell in ihre Tätigkeit eingeführt.

Manchmal müsse man stark sein, sagt die zwölfjährige Lara-Marie Mann und berichtet von einer ersten Erfahrung: „Neulich ist ein Mädchen mit Purzelbaum eine Steintreppe runtergefallen. Sie musste dann sogar brechen. Ich habe sie verarztet, mich um sie gekümmert, ganz viel mit ihr geredet und mich ganz doll zusammengerissen, dass ich nicht selber auch breche. Denn sonst hätte das Mädchen ja Angst gekriegt.“

Auch die 13-jährige Alina Wohlmann und die 12-jährige Pauline Sandmann hatten bereits ein prägendes Erlebnis: „Im Schulbus ist ein Mädchen auf einmal ohnmächtig geworden. Wir haben ihr dann gleich Wasser zu trinken gegeben und sie in die Schule gebracht.“

So ganz Ohne ist der Alltag der insgesamt neun neuen Schulsanitäter also nicht. Für gewöhnlich bestünden die Hauptaufgaben jedoch darin, in den beiden großen Pausen Kühlkissen herauszugeben, Pflaster aufzukleben und das Verbandsbuch zu führen, beschreibt Christian Quetschke. Der Pädagoge ist Lehrer an der Schule am Geestmoor und der Initiator der neu eingeführten „Schulsanitäter AG“, die zum Beginn des Schulhalbjahres am 1. Februar gestartet ist und noch bis zu den Sommerferien läuft. Künftig sollen regelmäßig neue Schulsanitäter nachrücken. Einmal die Woche, immer dienstagnachmittags, läuft die AG, in der die Schüler unter der Leitung von Quetschke Rollenspiele durchführen, verschiedene Situationen üben, Verbände anlegen, Erfahrungen austauschen und soziale Kompetenz erlangen. Von Uli Rother vom DRK-Kreisverband erhielten die Schüler in den letzten Wochen eine professionelle Erste-Hilfe-Ausbildung.

Zum offiziellen Start steuerten als Vertreterinnen des DRK Ortsvereins Rehden Vorsitzende Beate Recker und Kassenwartin Margret Waitz eine Spende in Höhe von 200 Euro bei. Diese bestand aus Verbandtasche, Erste-Hilfe-Kit und Matte – ein Starterpaket, mit dem der DRK Ortsverein das „tolle Projekt“ unterstützen möchte. Der Verein zeigt sich mit der Spende darüber hinaus dafür erkenntlich, dass er die Aula der Schule für die Blutspenden-Termine nutzen darf.

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