Naturpark Dümmer tagt in den „Moorwelten“/Beitragsanpassung nach 20 Jahren/Nachhaltige Entwicklung

„Wer mit uns wirbt mit dem werben wir“

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Detlef Tänzer (Mitte vorn) führte in die Welt des Kranichs und des Hauses ein.

Ströhen - Der Naturpark Dümmer zählt derzeit elf Mitgliedsgemeinden und drei Landkreise. Der Kreis Minden-Lübbecke ist mit 165, der Landkreis Vechta mit 310 und der Landkreis Diepholz mit 665 Quadratkilometern beteiligt.

Nach 20 Jahren hat der Naturpark Dümmer in seiner Mitgliederversammlung in den „Moorwelten“ in Ströhen aktuell nach mehrheitlicher Abstimmung beschlossen, die Beiträge für die Gemeinden und Landkreise zu erhöhen. Der bisherige Jahresetat von 18140 Euro (darin ist ein Sonderbetrag des Landkreises Diepholz für Personalkosten der halben Stelle des Geschäftsführers Detlef Tänzer enthalten), der auf der Berechnungsgrundlage 1,03 Cent pro Einwohner basierte, erhöht sich nach der Verabschiedung des Vorschlages des Vorstandes auf 30800 Euro. Grundlage ist die pauschale Berechnung bis 10000 Einwohner pro Gemeinde 500 Euro zu veranschlagen und ab 10000 Einwohner 1000 Euro zahlbar zu stellen. Das sind in Summe 8000 Euro. Die Landkreise zahlen in Zukunft 20 Euro pro Quadratkilometer. Für sie ergibt sich ein Zahlbetrag in Höhe von 22800 Euro.

Im Vorfeld der Abstimmung über die notwendige Erhöhung des Etats nach 20-jähriger Arbeit hatte Vorsitzender Cord Bockhop zu bedenken gegeben: „Ich wünschte mir keine Kampfabstimmung. Wenn es dazu käme, was ich nicht glaube, müssten wir über die Personalkosten sprechen.“ Diese übernähme nämlich zu fast 100 Prozent der Landkreis Diepholz, der Anteil der anderen Landkreise und Gemeinden sei eher symbolisch.

Theodor Frenzel aus der Gemeinde Stemwede hatte Bedenken geäußert, wie er eine Beitragserhöhung bei schwieriger Haushaltslage der Gemeinde Stemwede, den Bürgern gegenüber argumentieren könne. „Herr Tänzer und sein Team arbeiten und arbeiteten in der Vergangenheit überaus preisgünstig und effektiv“, die Meinung von Bockhop. Am Ende stand fest, die Erhöhung war beschlossen.

Über die Ergebnisse der Arbeitsschwerpunkte im Naturpark Dümmer aus den Arbeitsgruppen nach Abgleich mit den satzungsgemäßen Aufgaben des Naturparks berichtete Geschäftsführer Detlef Tänzer: „Aus den Treffen der Arbeitsgruppen Naturschutz- und Landschaftsentwicklung, Tourismus und Bildung für nachhaltige Entwicklung haben wir eine Positivliste entwickelt, die viele Wünsche berücksichtigt.“ Zukunftsweisend führte er beispielsweise die Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit im Naturpark, Bestandssicherung von Naturschutzeinrichtungen, die Weiterentwicklung des Naturparks als Marke an. , sagte Tänzer.

Beim Tourismus sei es wichtig, Hand in Hand zu arbeiten, neue Angebote und barrierefreie Naturerlebnispunkte zu schaffen. Der Anspruch sei: Egal welche Internetseite der Gast ansteuert, er muss optimale Information erhalten. Bei der Neuaufstellung des Naturparkplanes sei sehr wichtig, neue Zielgruppen zu erschließen, die Verweildauer im Naturpark zu optimieren.

„Die Bildung für nachhaltige Entwicklung soll in den kommenden Jahren zum Schwerpunktthema des Naturparks werden“, so Tänzer. Es werde die Kooperation mit dem Verband Deutscher Naturparke (VDN) angestrebt. Besucherlenkung und –führung, Ausbau der Zusammenarbeit mit Schulen und Verbesserung der Infrastruktur innerhalb des Naturparkes waren erklärte Ziele.

Auf die kritische Nachfrage, ob es eine Verschiebung der Ursprungsziele des Naturpark Dümmer als Naturschutzpartner in Richtung Tourismus gäbe, erwiderte Bockhop: „Wir haben uns natürlich Gedanken gemacht, wo unsere Ziele liegen und welche Aufgaben wir in Zukunft haben.“ „Es wird ein Spagat zwischen Besucherlenkung, Besucherbildung und reinem Naturschutz bleiben“, so Tänzer. Dieter Tornow, Kreisnaturschutzbeauftragter brachte es auf den Punkt: „Wenn man Menschen an die Natur heranführt, macht man Naturschutz mehrheitsfähig.“

Helen Schepers, die für die Naturpark-Dümmer-Internetseite zuständig ist, wünschte sich über den Newsletter neue Ideen zu naturnahen Events und Veranstaltungen. Das Resümee der Versammlung: Alle sitzen in einem Boot und haben den Auftrag, die Region noch bekannter zu machen und die Natur so attraktiv zu erhalten. Im Anschluss gab es für die Mitglieder eine Führung durch die Moorwelten und den neuen Barfußpark.

sbb

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