Big-Band-Sound in der Burlager Marienkirche

Musikverein begeistert Publikum

Das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ überzeugte das Publikum in der Marienkriche zu Burlage mit seinem umfangreichen Programm. J Foto: Brauns-Bömermann
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Das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ überzeugte das Publikum in der Marienkriche zu Burlage mit seinem umfangreichen Programm.

Burlage - Das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ nennt sich jüngst Big-Band-Orchester Lemförde und hat viele Fans in der Region. Nach ihrem Auftritt zum Jahresbeginn in der Marienkirche zu Drebber saßen die Musiker am Sonntag viel enger in der wunderschönen Dorfkirche in Burlage aus dem 16. Jahrhundert, die aus einem Benediktinerkloster hervorging. Ganz dicht vor dem hölzernen Jesus, schräg in den Bänken sehr gemütlich vor ihrem Publikum, begeisterte einmal mehr der Musikverein mit Können, Witz und Sound.

Der Klangkörper, eigentlich 1891 als akademischer Lehrermusikverein gegründet, hat sich zu einer modernen Big-Band entwickelt mit Spaß am Musizieren und Ausprobieren unterschiedlichster Musik-Genres. Stephan Flore ist der „Leitwolf“, Posaunist Stephan Klöpzig muss sich vor jedem Konzert doppelt vorbereiten: Für den musikalischchen Part und für die Moderation zwischen den Stücken. Mit ihm, als Stimme aus der Mitte der Musiker, wird jedes Konzert neben dem Genuss auch zur Lehrstunde in Sachen Musiktheorie und Hintergrundwissen.

Die Fans und neuen Fans honorierten ihr Amüsement am Ende des Konzertes in einen Zylinder: Ein echtes Hutkonzert also. Ansonsten gab es noch Naturalien in Form von Klatsch-Tiraden der Bestätigung.

Spende ist für die „Alt-Instrumente“

Klöpzig ist auch für die Witze zuständig: „Ihre Spende ist für unsere ,Alt-Instrumente‘ gedacht“, meinte damit aber nicht das Alter der Instrumente. Anna-Lena Grube spiele solches: Altsaxophon. Damit war ihr Zweidrittel des Applauses im Stück „Frozen“, Titelsong des Films „Die Eiskönigin“ sicher.

Schlagzeuger Dr. Karl-Wilhelm Meyerrose muss sich viel gefallen lasse vom Kollegen aus der Blechbläser-Fraktion: „Dann haben wir auch einen ganz alten Musiker dabei, der freut sich immer, wenn er mit darf…“ Tatsächlich darf er sogar Singen und Schlagzeugspielen und kommt der Metaller-Stimmer in der Rockballade „Nothing else matters“ der Metalband Metallica sehr nach. Sohn Hendrik begleitet ihn dabei einhändig an der Gitarre, denn die Melodiefolge erlaubt e-moll einhändig. Ein schwer zu spielender Leckerbissen ist das Kultstück „Libertango“ von Astor Piazolla. Der Name rühre von Libertad, gleich Freiheit und Tango“ erläutert Klöpzig. Auch dazu hat er natürlich einen Witz gefunden: „Kommt ein Mann in den Buchhandel. ,Entschuldigung, ich suche das Buch ‘Tango lernen in 30 Tagen’‘. Antwort: ,Utopie und Fantasie, zweite Etage‘“. Endlich ein Stück zum laut mitsingen fürs Publikum: „Halleluja“, das passt in die Kirche und ist neben Applaus und Spende eine positive Willensäußerung. Diese Version stammt vom legendären Leonard Cohen. „Wir geben uns Mühe auch Blues und Rock zu transportieren“, kündigt Klöpzig ein Medley von Chuck Berry, dem Pionier des Rock ´n Roll an. Auch Musik aus „Mary Poppins“ gab es an dem Abend.

„Frau Pastorin, sind für die Pause Schnittchen und Sekt vorbereitet, wie in der Elbphilharmonie letzte Woche?“, scherzte der Moderator. Leider ein Kopfschütteln, die Pause fiel aus, die Musik, die für das Nach-der-Pause geplant war, kam hingegen: Die Anfangsfanfare von Richard Strauß‘ „Also sprach Zarathustra“ als Auftakt zu Runde zwei: Big-Band-Orchester Lemförde. 

sbb

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