Politiker enttäuscht von der Entscheidung der Bahn

Modernisierung des Bahnhofs in Lemförde nicht vor 2022

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Laut Henrik Storck ist die Situation beim Fahrradständer auf dem Lemförder Bahnhof zum Teil „untragbar“. Jetzt will die Verwaltung nach Lösungen suchen. Die Modernisierung des Bahnhofs steht erst für 2022 an.

Lemförde - „Die Modernisierung des Bahnhofes in Lemförde wird nicht vor dem Jahr 2022 erfolgen“, wie Lemfördes Gemeindedirektor Rüdiger Scheibe in der Sitzung des Fleckensrates im Rittersaal des Amtshauses am Mittwochabend mitteilte. Scheibe berief sich dabei auf ein Gespräch mit Vertretern der Deutschen Bahn, in dem diese ihm und seinem Stellvertreter Gerd-Dieter Bühning die Planungen vorgestellt hatten.

Danach soll der Bahnsteig um 38 Zentimeter auf 76 Zentimeter erhöht werden. Er wird auf eine Länge von 220 Meter verkürzt. Auf den beiden den Gleisen entfernten Seiten sollen Fahrstühle errichtet werden. Unterführung, Ausstattung und Beleuchtung sollen erneuert werden. Insgesamt soll der Bahnhof barrierefrei werden.

Der Fahrdienstleiter bleibt nach Aussage der Bahn noch bis 2019/20. Danach wird die Stelle gestrichen. Ausbau und Modernisierung des Bahnhofs sollen etwa sechs bis neun Monate dauern.

Die Deutsche Bahn und das Land Niedersachsen wollen bekanntlich nach einer Entscheidung aus dem Jahr 2014 insgesamt 3,5 Millionen Euro in die Modernisierung in Lemförde investieren.

Insgesamt wollen Bahn und Land mit dem Programm „Niedersachsen ist am Zug III“ fast 150 Millionen Euro in 44 kleinere Bahnhöfe in Niedersachsen bis zum Jahr 2025 stecken, auf Vordermann bringen und barrierefrei gestalten.

„Bedauerlich, dass wir in den kommenden fünf Jahren nicht barrierefrei sind“

Die Lemförder Politik hat bereits vor einigen Jahren ein Konzept zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes verabschiedet, das auch Barrierefreiheit und den Zugang zu den Bahnsteigen beinhaltet. Gemeindedirektor Scheibe regte an, die Maßnahmen der Gemeinde entweder parallel zu der Modernisierung oder kurz danach in Angriff zu nehmen.

„Es ist bedauerlich, dass es noch so lange dauert und wir in den kommenden fünf Jahren nicht barrierefrei sind“, sagte Fleckensbürgermeisterin Stephanie Budke-Stambusch.

Aus der Runde der Politiker kam die Anregung zu versuchen, den Bahnhofsvorplatz freundlicher zu gestalten. und ein wenig „aufzuhübschen“. Henrik Storck regte an, kurzfristig zu entscheiden, mehr Fahrradboxen aufzustellen. Der jetzige Zustand sei „untragbar und katastrophal“. Teilweise seien die Fahrradboxen zugestellt, sodass sie selbst von deren Nutzern nicht erreicht werden könnten. Er regte an, weitere Boxen aufzustellen.

Rüdiger Scheibe gab zu bedenken, dass dies zu Lasten der übrigen Parkplätze gehe. „Aber wir brauchen jeden Parkplatz“, machte er deutlich. Die Verwaltung wird sich laut Gemeindedirektor überlegen, was wo getan werden kann. 

 hwb

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