Internationaler Museumstag auch in Lembruch am Dümmer

Mitmachaktion für Besucher

Mit Museumsleiterin Sabine Hacke (stehend r.) und Barbara Hofmann (stehend l.) nahmen die Besucher begeistert an der Aktion „PaintMuseum“ teil. - Foto: Bechtel

Lembruch - Besucher aus Bückeburg, Dortmund, Herford oder Bremen, aber auch aus Osnabrück, dem Wittlager Land und natürlich aus Lembruch gaben sich am Sonntag ein Stelldichein im Lembrucher Dümmer-Museum. Anlass war der 39. Internationale Museumstag. Das Motto: „Museen in der Kulturlandschaft“.

„Seitdem ich hier die Leitung übernommen habe, haben wir uns jedes Jahr in unterschiedlichen Formen und Intensitäten beteiligt“, erklärt Sabine Hacke, die seit 2001 Leiterin des Dümmer-Museums ist. „Meistens mit einer Aktion, weil ich diese Idee des Internationalen Museumstages sehr gut finde. Und es ist für mich als Leiterin auch immer ein Tag, an dem man mit seinem Publikum ganz wunderbar ins Gespräch kommt“, schwärmt Hacke. Sie meint, dass dieser Museumstag mit einem „Tag der offenen Tür“ in Betrieben vergleichbar sei. Da er zudem immer unter einem Motto stehe, würden Besucher Einblicke in die Museumsarbeit gewährt, „die sie sonst bei einem normalen Museumsbesuch nicht haben.“

Sehr oft habe man bereits in den letzten Jahren Aktionen gehabt, an denen sich das Publikum beteiligen konnte. Ein Jahr seien die Museumsbesucher beispielsweise aufgefordert gewesen, Zettel zu schreiben, um zu dokumentieren, was in der Sammlung fehlt, was sie in Lembruch gerne ausgestellt sähen. „Die Leute haben dann teilweise sogar etwas gebracht. So sind wir in den Besitz einer ‚Bunge‘ (ein zylinderförmiger Netzschlauch mit zwei sich gegenüberliegenden Eingängen) gekommen. Mit der hat Walter Kammerahl am Dümmer Hechte gefangen“, erläutert die Museumsleiterin. Außerdem habe man nach dieser Aktion einige Steinbeile bekommen.

Zum aktuellen Motto veranschaulichte Sabine Hacke: „Dieses Museum beschäftigt sich mit der Kulturlandschaft ‚Dümmer‘ und seiner Niederung.“ Dazu gebe es viele Aspekte, wie Naturraum sich zum Kulturraum entwickelt habe. Oder wie heute der Kulturraum wieder versuche, mehr Naturraum zu sein. So hatte eine morgendliche Führung durch das Museum zum Inhalt: „Dass man mal nachvollzieht, wie sich aus dem Naturraum Siedlungswesen entwickelt hat und wie der Mensch in den Naturraum eingegriffen hat. Oder wie die Wasserwirtschaft aufkam und vieles veränderte“, definiert die Leiterin, die nach der Führung die Besucher aufforderte, mit Stempeln Piktogramme wie Straße, Schiene, Campingplatz, Wald, Wiese oder Wasser auf einem Blatt Papier zu stempeln. „Wo sie zum Beispiel den See vergrößern konnten oder eine Brücke über den See schaffen. Also Kulturraumgestaltung“, sagt die Fachfrau lächelnd.

Unter dem Stichwort „PaintMuseum“ konnten sich am Nachmittag Besucher an einer Mitmachaktion beteiligen. „Mit der Überschrift ‚Mein Museum‘ sollen alle kleinen und großen Gäste versuchen, gemeinsam ein Plakat für das Museum zu erstellen“, stellte Barbara Hofmann, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Dümmer-Museums, die Aktion vor. Dafür zeigte die frühere Kunstpädagogin ihnen vorab schöne Objekte im Museum, die sie dann zeichnerisch umsetzen konnten. Wie einen Wasserfloh, ein Objekt, das im Maßstab 1:200 besonders filigran anmutet und zum Forschungslabor „Leben im Wasser“ gehört. „Die Männchen sind in der Realität zwei Millimeter groß; die Weibchen bekommen eine Größe bis zu vier Millimeter“, vermittelte Sabine Hacke nebenbei auch noch einiges an Wissen. Den Wasserfloh kann man im Museum übrigens per Bastelbogen für sich nachbasteln. J cb

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