Zertifikat für Standort Lemförde

Ministerium zeichnet ZF aus

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Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, (l.) überreicht das Zertifikat an Andrea Henning und Jürgen Bunge von ZF.

Lemförde/Hannover - Bereits zum zweiten Mal erhielt die ZF Friedrichshafen AG am Multidivisionsstandort Lemförde das Zertifikat „Demografiefest.

Sozialpartnerschaftlicher Betrieb“. Damit zeichnet das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gemeinsam mit der Demografieagentur Betriebe aus, die sich unter Beteiligung der Sozialpartner zukunftsfest aufstellen und diesen Weg nachhaltig verfolgen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Olaf Lies, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, betonte bei der Zertifikatsübergabe am 22. August in Hannover vor rund 200 Gästen aus Politik und Wirtschaft: „Die Arbeitswelt wandelt sich immer schneller und macht auch vor den niedersächsischen Unternehmen nicht halt. Schon heute besteht in vielen Branchen ein echter Konkurrenzkampf um begehrte Fachkräfte. Hierbei sind eindeutig die Unternehmen im Vorteil, die sozialpartnerschaftlich eine demografiebewusste Personalpolitik betreiben und sich attraktiv für Beschäftigte aller Altersgruppen aufstellen.“

Gemeinsam entwickeln Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung Ziele zu fünf definierten Handlungsfeldern: Personalstrategie, Führung und Unternehmenskultur, Gesundheitsmanagement, Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung sowie Qualifizierung und Kompetenz. Für die Re-Zertifizierung haben die Betriebe zwei Jahre lang Zeit, um ihre Maßnahmen umzusetzen. Dabei werden Mitarbeiterbedürfnisse ebenso berücksichtigt wie Unternehmensinteressen, schreibt ZF weiter.

Sicherung von Wissen als Schwerpunkt

In allen Handlungsfeldern engagiert sich ZF am Multidivisionsstandort Lemförde bereits in umfassendem Maße. Ein Schwerpunkt ist die Sicherung des Wissens von ausscheidenden Mitarbeitern. So wurde im Unternehmen ein bereits vorhandenes Tool zum Wissenstransfer dahingehend weiterentwickelt, das das Wissen von Mitarbeitern auch dann im Unternehmen verbleibt, wenn die Nachfolgeperson noch nicht zur Verfügung steht. Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit des Einsatzes von Senior Professionals. Das Unternehmen hat hiermit einen Expertenpool geschaffen, der sich aus bereits im Ruhestand befindlichen ZF-Mitarbeiten zusammensetzt. Diese Experten können für einen begrenzten Zeitraum als qualitative Ergänzung von den Fachbereichen eingestellt werden. Ein Dritter neuer Baustein ist die Nutzung eines Methodenraums zur Wissensvermittlung und Einarbeitung neuer gewerblicher Mitarbeiter.

Andrea Henning, Standortleiterin und Jürgen Bunge, Betriebsratsvorsitzender am Multidivisionsstandort Lemförde, nahmen die Re-Zertifizierung für ZF in Hannover entgegen. Beide freuten sich sehr und nahmen es als Zeichen, „dass wir mit unseren Programmen und Maßnahmen am Multidivisionsstandort Lemförde auf dem richtigen Weg sind“.

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