105 Besucher besichtigen Musterhäuser

500.000 Übernachtungen pro Jahr: Große Pläne für den Marissa-Park

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Die Computer-Grafik zeigt, wie Urlauber am Dümmer künftig wohnen können. Von der Dachterrasse aus bietet sich ein spektakulärer Blick auf den See. Die ersten Wohnungen sollen im Sommer 2019 bezugsfertig sein.

Lembruch - Von Anke Seidel. Im geschmackvoll eingerichteten Poolhaus herrscht großes Gedränge. Ein flackernder Kamin im Wohnzimmer bildet den Kontrast zum Raum mit einem azurblauen kleinen Schwimmbad. In welchem Ambiente Urlauber am Dümmer künftig wohnen können, das erkunden insgesamt 105 Vertreter aus Politik, Tourismus und Naturschutz sowie Gäste- und Landschaftsführer. Drei Musterhäuser des neuen Marissa-Ferienparks sind zur Besichtigung geöffnet – und bilden eine von insgesamt zehn Stationen auf der rund 190 Kilometer langen Fahrt durch den Naturpark Dümmer.

Dessen Schätze und Schönheiten den Multiplikatoren vorzustellen, das ist das Ziel dieser großen Rundfahrt in zwei Bussen. Detlef Tänzer, Geschäftsführer des Naturparks, und seine Kollegin Anne Flenker achten auf einen strikten Zeitplan. Denn zwölf Stunden – von 8 bis 20 Uhr – umfasst diese Sight-Seeing-Tour der besonderen Art. Vor fünf Jahren hatte die Geschäftsführung schon einmal zu einer Rundreise durch das 1123 Quadratkilometer umfassende Gebiet eingeladen, das sich auf zwei Bundesländer, vier Landkreise und elf Gemeinden erstreckt.

Der Ferienpark Marissa ist dieses Mal Novum und touristisches Leuchtturmprojekt. 120 Millionen Euro investiert die Gesellschaft Wald & Welle in diesen Ferienpark. Auf 18 Hektar Fläche entstehen 478 Ferienhäuser und -appartements, die in sieben Gartenlandschaften eingebettet werden sollen. Als Vertriebsleiter des Marissa-Ferienparks lädt Christian Puls die 105 Besucher dazu ein, sich selbst ein Bild zu machen.

Kapazität von 3000 Betten

Geplant sind Ferienhäuser in einer Größe von 90, 105 und 195 Quadratmetern – zugeschnitten auf Familien und Gruppen. Außerdem stehen Appartements zur Verfügung, das kleinste umfasst 28 Quadratmeter.

Mit einer Kapazität von insgesamt 3000 Betten rechnen die Investoren mit jährlich 500.000 Übernachtungen im Ferienpark – und wollen ihren Gästen dafür ein ganzjähriges Freizeitangebot offerieren. Die neue große Plaza sollen Restaurants und Cafés säumen, geplant ist genauso ein Sport- und Action-Center mit integriertem Spielplatz. Ein Wellness-Haus mit 1 600 Quadratmetern Spa- und Saunalandschaft sowie einem beheizten Innen- und Außenpool gehört genauso dazu wie ein Tagungscenter für bis zu 400 Personen. Eine 600 Quadratmeter große Dachterrasse, ein neuer Sandstrand und eine Sauna direkt auf dem See sollen außerdem entstehen.

Ziel: Bezugsfertig im Sommer 2019

Den symbolischen Spatenstich für den Ferienpark setzen die Investoren in sechs Tagen, also am 20. Juni. Die ersten 50 Feriendomizile sollen schon im Sommer nächsten Jahres bezugsfertig sein, kündigt Christian Puls an.

Durchaus möglich, dass die Ferienpark-Gäste dann einige der weiteren Angebote nutzen, die der Naturpark Dümmer zu bieten hat. Die 105 Multiplikatoren lernen sie auf ihrer zwölfstündigen Fahrt kennen. Die Schwerpunkte haben die Organisatoren diesmal auf barrierefreie Einrichtungen und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gelegt. Das Erholungszentrum Heidesee in Holdorf zum Beispiel verfügt über einen Strandrollstuhl – und der Olgahafen in Dümmerlohausen über eine barrierefreie Aussichtsplattform.

Im Eschpark Kroge geht es um einen außerschulischen Lernort, der Elemente der Kulturlandschaft erklärt. Der prähistorische Bohlenweg Lindloge gehört genauso zu den Stationen der Fahrt wie das Heimatmuseum Aschen und das Dümmermuseum in Lembruch.

Die nächsten Stationen führen nach Nordrhein-Westfalen – zur Stemweder-Berg-Schule, die ihre Arbeit als Naturpark-Schule präsentiert, und auf das romantische Mühlengelände in Levern. Den Abschluss bildet die Besichtigung des Europäischen Fachzentrums für Moor und Klima mit seinem Torfmoosklassenzimmer und dem Barfußpfad.

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