Tourismusausschuss: Appell an Mitglieder / Uneinig über Maßnahmen gegen Sandverwehungen

Marissa Park als Chance für die Samtgemeinde

Der Marissa Park mit der neu eröffneten „Beachmar“ (Foto) bringt laut Tourismusausschuss Chancen und Herausforderungen für die Samtgemeinde. Foto: Russ

Lembruch - Von Jannick Ripking. „Wir müssen die Initiative ergreifen und an der Infrastruktur arbeiten“, appellierte Jürgen Hage, stellvertretender Vorsitzender des Tourismusausschusses der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, auf der letzten öffentlichen Sitzung. „Wenn die vom Marissa Park prognostizierten Zahlen stimmen, dann haben wir bald und auf einen Schlag drei Mal so viele Besucher am Dümmer“.

Im Marissa Park sieht Hage eine enorme Chance für die Samtgemeinde, er gab aber auch zu bedenken, dass der Park Herausforderungen mit sich bringe, damit die Gäste zufrieden sein können. Hage war der Meinung, dass die Samtgemeinde in der Verantwortung stehe, die Region außerhalb des neuen Ferienparks attraktiv zu halten, sowohl für Besucher, Tagesgäste und Urlauber als auch für das Tourismusgewerbe und den Einzelhandel. Deswegen freute es ihn, dass die Gemeinden Lembruch und Hüde kürzlich als staatlich anerkannte Ausflugsorte ausgezeichnet wurden. Die dadurch geänderten Regelungen bei den Sonntagsöffnungszeiten (wir berichteten), seien ein Schritt in die richtige Richtung.

Einig war sich der Ausschuss darüber, dass sich die Mitglieder deswegen häufiger treffen müssen als bisher, um konstruktiver und produktiver arbeiten zu können. Vorsitzende Heike Hannker nahm diesen Punkt auf und meinte: „Darüber müssen wir sicher nachdenken.“

Für reichlich Diskussion sorgte allerdings der Beschlussvorschlag Sandbarrieren aus Mauerblocksteinen gegen Sandverwehungen an der Badestelle Seestraße in Lembruch aufzustellen. Im vergangenen Jahr wurden bei der Badestelle an der Bar dü Mar in Hüde große Baumstämme platziert. Diese Maßnahme sei erfolgreich auf ihre Wirksamkeit getestet worden. In Lembruch sollte dann ein anderes System mit Mauerblöcken aus Beton und Bankbohlen aus Recyclingkunststoff als Sitzgelegenheiten dem Rat der Samtgemeinde vorgeschlagen werden.

Einige Ausschussmitglieder sprachen sich gegen den Vorschlag aus. Die Kunststoffbohlen würden sich an heißen Sommertagen zu sehr aufwärmen und damit ein Risiko für Verbrennungen darstellen. Deswegen wurde vorgeschlagen, dass die Kosten von witterungsfesten Holzbohlen geprüft werden soll.

Die Betonsteine seien zudem unansehnlich. Bruno Matzke sprach sich für ein System aus Gabionen und Strandhafer aus. Das sei schöner und würde die Verwehungen genau so oder sogar besser aufhalten. Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe entgegnete: „Strandhafer ist in diesem Bereich nicht erlaubt.“ Zudem bestehe das Risiko, dass Gabionen durch Säuberungsmaßnahmen des Bauhofes schneller beschädigt werden als Mauerblocksteine.

Als es zur Abstimmung kam, votierte der Tourismusausschuss mit vier Nein-Stimmen und nur drei Ja-Stimmen gegen den Vorschlag mit Betonblöcken, sodass der Vorschlagsbeschluss abgelehnt wurde.

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