Bauarbeiten starten

Ferienpark am Dümmer: Marissa-Herz beginnt 2020 zu schlagen

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Die Umsetzung des großen Plaza-Komplexes soll 2020 beginnen.

Die Plaza wird das Herzstück des Marissa-Ferienparks in Lembruch.  Im Herbst dieses Jahres soll das Restaurant in Betrieb gehen.

  • Dreiteiliger Gebäudekomplex im Marissa-Ferienpark geplant
  • Restaurant, Tagungscenter und Pool am Dümmer geplant
  • Touristen-Attraktion soll im Herbst 2020 eröffnen

Lembruch - Die Begeisterung ist Erik Winther anzusehen, wenn er von der Plaza des Marissa-Ferienparks in Lembruch spricht. „Das ist das Herzstück“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter von „Wald und Welle“, die den Park auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes Schoddenhof baut. In diesem Jahr soll es zu schlagen beginnen.

Die große Plaza wird ein dreiteiliger Gebäudekomplex umschließen. Die Detailplanung für das Restaurant ist bereits abgeschlossen, der Bauantrag gestellt. Im Herbst dieses Jahres soll es in Betrieb gehen. Für das Tagungs- und Aktivitäten-Center sowie das Wellness-Haus steht jetzt die Detailplanung an. Beides wird laut Winther voraussichtlich gegen Ende der gesamten Bauphase im Herbst 2021 fertiggestellt werden. Die Investition allein für den zweigeschossigen Plaza-Komplex im Marissa-Ferienpark beziffert der Geschäftsführer auf rund 15 Millionen Euro.

Tagungsraum bietet 300 Sitzplätze am Dümmer in Lembruch

Das Restaurant wird laut Winther im Innenbereich über etwa 260 Sitzplätze verfügen. Im Außenbereich und auf der Dachterrasse kommen bei entsprechendem Wetter ähnlich viele Plätze hinzu. Betreiber wird das Team sein, das Anfang November bereits die Beachmar direkt am Dümmer-Strand eröffnet hat. Die Küche ist so groß dimensioniert, dass sie neben dem Restaurant auch das benachbarte Tagungscenter versorgen kann.

Der große Tagungsraum im neuen Marissa-Ferienpark soll nach derzeitigem Planungsstand etwa 400 Quadratmeter umfassen und rund 300 Sitzplätze bieten. Er dient zugleich als Multifunktionsraum beispielsweise für Public Viewing oder Konzerte. Hinzu kommen sechs Räume für kleinere Gruppen. „Die Tagungen werden auch viele Gäste bringen. Wir rechnen mit 200 Veranstaltungen mit jeweils 20 bis 400 Teilnehmern pro Jahr“, erklärt Winther. Bei Großveranstaltungen von Firmen könnten sogar 1000 Gäste untergebracht werden. Auf der Plaza würde dann zusätzlich ein großes Zelt aufgebaut.

Der Innenbereich der Plaza bietet viel Platz für Begegnungen und Entspannung.

Durch die Kombination von Tourismus und Tagungen erhoffen sich die Betreiber eine ganzjährige Auslastung des Marissa-Ferienparks. „Im Sommerhalbjahr leben wir hauptsächlich von Touristen, im Winterhalbjahr von Konferenzen. Das ergänzt sich sehr gut“, ist Winther überzeugt. Zuletzt war der Ferienpark noch aufgrund von Belastungen durch die Großbaustelle in Kritik geraten. Außerdem gab es bei der Großbaustelle in Lembruch ein Verfahren wegen nicht genehmigten Erdarbeiten.

Heute blicken die Betreiber hingegen gerne auf den Baufortschritt. So soll etwa das Wellness-Haus im Marissa-Ferienpark aus einem Bad- und Sauna-/Wellness-Bereich bestehen. „Pool-Häuser sind der Schlüssel zu einer guten Auslastung“, weiß Vertriebsleiter Christian Puls. Die genauen Dimensionen stehen noch nicht fest. Angedacht ist ein Pool mit einer Größe von etwa 150 Quadratmetern und ein kleineres Becken. „Wir wollen dem sportlichen Schwimmen in Hüde und Diepholz keine Konkurrenz machen“, betont Puls.

Wellness-Bereich mit Saunen und Dampfbad im Marissa-Ferienpark

Der Wellness-Bereich soll vier Saunen, eine Textilsauna und ein Dampfbad sowie Massage-Räume umfassen. Im Obergeschoss ist eine Lounge mit Kamin und direktem Zugang zum Restaurant angedacht. Über der Sauna soll es eine etwa 200 Quadratmeter große Dachterrasse geben, die ebenfalls für Veranstaltungen, beispielsweise Hochzeitsfeiern, zur Verfügung steht.

Außerdem sind an der Plaza im Marissa-Ferienpark in Lembruch ein Bistro mit Backshop mit etwa 70 Sitzplätzen, ein Fahrradverleih und ein Concept Store geplant. In Letzterem soll es Accessoires, Wellness-Produkte, hochwertige Genussmittel wie Schokolade und Wein und ähnliches geben. Er soll ausdrücklich keine Konkurrenz zu den örtlichen Geschäften sein, betont Puls.

Geschäftsführer Erik Winther freut sich, dass die Pläne für die Plaza im Ferienpark konkreter werden. 

Auch das Konzept für die Wohnungen und Häuser im Marissa-Ferienpark wurde etwas angepasst. „Wir wollen uns weiteren Zielgruppen öffnen“, so Puls. So ist die Einrichtung von „Familienhäusern“ geplant, die über ein ausgestattetes Kinderzimmer für Nachwuchs im Kindergartenalter verfügen. „Das ist in anderen Ferienparks sehr erfolgreich“, so Puls. Auch an Gäste mit besonderen Bedürfnissen soll verstärkt gedacht werden, beispielsweise durch breitere Türen und Badezimmer mit mehr Rangierfreiheit für Rollstuhlfahrer in einzelnen Häusern. In Kürze werde es ein Gespräch mit der Gemeindeverwaltung geben, um den Bedarf in der Ferienanlage am Dümmer besser abschätzen zu können, kündigt Puls an.

Auch wenn es immer noch ein paar Zweifler gibt, Erik Winther ist vom Erfolg des Marissa-Ferienparks überzeugt. „Ich glaube, es ist das richtige Projekt an einem attraktiven Standort.“ Die Kombination aus Ferienanlage mit Wellness- und Unterhaltungsangebot und einem attraktiven naturnahen Standort mit abwechslungsreichen Angeboten wie Dümmer-Museum, Tierpark Ströhen und natürlich der Dümmer selbst sei etwas ganz Besonderes. Winther ist rund eineinhalb Jahre nach Baubeginn fest davon überzeugt, dass der Marissa-Ferienpark als Motor für die Region wirken kann. „Wenn andere sehen, dass mehr Kunden da sind, werden sie auch investieren.“ Etwa die Hälfte der Gäste, die bislang im Ferienpark wohnten, hätten den Dümmer vorher gar nicht gekannt. „Der Dümmer kommt plötzlich wieder auf die Landkarte.“

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