Sonderausstellung „Moor und Wasser“

Malerische Vielfalt der regionalen Landschaft

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Museumsleiterin Sabine Hacke führte die Besucher in die Sonderausstellung „Moor und Wasser“ ein.

Lembruch - Von Christa Bechtel. Im Beisein zahlreicher kunstinteressierter Besucher wurde Sonntagmorgen im Lembrucher Dümmer-Museum die Sonderausstellung „Moor und Wasser“ eröffnet. Auslöser für die Präsentation war die Übernahme von Ölgemälden aus dem Nachlass des Diepholzer Adolf Jacobs, der ein Schüler von Thea Hucke war.

„Das Dümmer-Museum hat 33 seiner Bilder übernommen“, erläuterte Museumsleiterin Sabine Hacke zur Vernissage. Schnell sei daher die Idee einer Ausstellung mit regionaler Landschaftsmalerei des 20. Jahrhunderts entstanden, die einige weitere Künstler begleiten. Deshalb galt ihr Gruß und Dank eingangs den Leihgebern. Denn: „Die Ausstellung wäre so, wie sie jetzt ist, nicht möglich gewesen, wenn nicht noch Leihgeber sie unterstützt hätten“, betonte Hacke, die hier besonders auf die Geschwister Jacobs blickte. 

„Adolf Jacobs hat viele Jahre das Andenken von Thea Hucke in Diepholz hochgehalten“, hob die Museumsleiterin hervor, die als weitere Leihgeber das Ehepaar Reinald und Marion Schröder und Kim Oliver Lange, der die Ausstellung unterstützt habe, sowie Dieter Siebert aus Celle erwähnte. Neben den Bildern von Jacobs findet man auch Gemälde von Erich Klauck, Willi Hagen, Josef Meyenberg, Thea Hucke und Wilhelm Reddies, die die malerische Vielfalt bei der Darstellung der regionalen Landschaft zeigen.

„Ich glaube, dass Künstler heute Moor, Wasser und vor allen Dingen auch den Dümmer etwas anders malen, als die Künstler in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“, meinte Hacke, die hier auf die Bilder im lichtdurchfluteten Anbau des Museums einging. „Sie haben alle das Thema ‚Wasser‘, auch im Moor; aber der Dümmer ist immer wieder Gegenstand von künstlerischen Auseinandersetzungen“, definierte die Leiterin, die einzelne Werke näher beleuchtete.

Wie von Gabriele Heise, „eine Malerin, die hier am See gelebt hat.“ Oder Willi Hagen, ein Diepholzer, der viele Dümmerbilder gemalt habe, Erika Klauck, die Holzschnitte fertigte, Josef Meyenberg, der in Hüde sein Atelier hatte, Wilhelm Reddies, der 1914 in Lüstringen geboren wurde, 1977 verstarb und als Malermeister auch künstlerisch tätig war sowie Thea Hucke – mal ganz klein. „Sie kennen wir sonst von vielen großen Bildern, die wir im Obergeschoss finden“, veranschaulichte Hacke, die ihrem großen Zuhörerkreis erklärte: „Sie sehen, immer wieder sind Boote in den naturalistischen Bildern mit See und Wasser mit aufgenommen worden.“ Man könne die Reihe noch verlängern, „da wir wesentlich mehr Bilder in der Sammlung haben“, akzentuierte die Museumsleiterin.

„Hier haben wir wieder Adolf Jacobs mit anderen Künstlern kombiniert“, ging Sabine Hacke kurze Zeit später auf die Präsentation der Moorbilder im Obergeschoss ein. Und: „Wir haben auch ganz viele Meyenberg Bilder in der Ausstellung, der oft und gerne im Moor gemalt hat.“ Gleichzeitig wies sie auf einen diversen Katalog des Künstlers hin. „Ich glaube, es gibt viele Künstler, die heute anders auf Moor zugehen und nicht so naturalistisch Ausschnitte einer Landschaft malen und wiedergeben“, meinte die Rednerin. Hier seien Bilder ausgestellt, „wie Künstler den Blickwinkel auf das Moor, die Wasserstellen und Wasserstraßen, die es gibt, hatten.“

Gerade Thea Hucke sei eine bedeutende Künstlerin für die regionalen Landschaftsmaler des 20. Jahrhunderts gewesen, unterstrich Hacke. Alles andere, ob ein wenig Pop-Art durch die Farben in den Bildern auftauche oder dass es mal eine Reduktion von Ackerfurchen gebe, könnte jeder allein in den ausgestellten Werken entdecken. Damit lud sie abschließend die Gäste ein, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Die Ausstellung kann bis zum 28. August dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr im Dümmer-Museum besucht werden.

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