Mähroboter halten Plätze in Schuss

Förderverein kümmert sich seit 2010 um Ausstattung und Infrastruktur des SV „Friesen“ Lembruch

Übergabe der mithilfe der Wiegmann-Stiftung finanzierten Mähroboter: Kai Franke (Präsident Sportverein, von links), Sebastian Wiegmann, Ulf Schierbaum (Vorstandsmitglied), Ludwig Wiegmann, Oliver Wessendorf (Vorstandsmitglied) und Stefan Blumberg (Vorsitzender Sportförderverein Lembruch).
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Übergabe der mithilfe der Wiegmann-Stiftung finanzierten Mähroboter: Kai Franke (Präsident Sportverein, von links), Sebastian Wiegmann, Ulf Schierbaum (Vorstandsmitglied), Ludwig Wiegmann, Oliver Wessendorf (Vorstandsmitglied) und Stefan Blumberg (Vorsitzender Sportförderverein Lembruch).

Lembruch – Der Kontrast könnte größer kaum sein. Während der Platzwart mit dem etwas in die Jahre gekommene Aufsitzmäher auf den Rasenstücken rund um das Vereinsheim laut knatternd hin- und herdüst, drehen die beiden Mähroboter auf den zwei Fußballplätzen des SV „Friesen“ Lembruch in doppeltem Sinne in aller Ruhe ihre Runden. Sie sind die neueste Anschaffung des Fördervereins der Friesen, der in den vergangenen Jahren kräftig gewirkt hat, um den Sportlern eine moderne Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

18000 Euro haben die Mähroboter laut Stefan Blumberg, Vorsitzender des Fördervereins, gekostet. Bei der Finanzierung half die Stiftung des Marlers Ludwig Wiegmann mit 5000 Euro. „Das war ganz unkompliziert. Wir haben einen Antrag gestellt und schon kurze Zeit später eine Zusage bekommen“, berichtet Vorstandsmitglied Ulf Schierbaum. Für den Sportverein und seinen Förderverein hat vermutlich auch gesprochen, dass deren Verantwortliche immer wieder Eigeninitiative und Engagement gezeigt haben, wenn es darum ging, den SV „Friesen“ Lembruch für seine Mitglieder und mit den Mitgliedern noch attraktiver zu machen. Denn Eigeninitiative und Stärkung des Gemeinwesens sind Werte, die auch Ludwig Wiegmann wichtig sind.

Angst, dass ihnen die teuren Mähroboter vom Rasen geklaut werden, haben die Verantwortlichen nicht. Zum einen lassen sie sich nicht mal eben in den Kofferraum packen, zum anderen sind sie mit einer elektronischen Diebstahlsicherung versehen und per GPS überall auffindbar.

Die Mähroboter sind die bisher letzte Anschaffung des Sportfördervereins, dessen Anfänge bis 2010 zurückreichen. „Wir haben ihn am 26. Oktober in meinem Wohnzimmer gegründet“, erinnert sich Stefan Blumberg. Hintergrund war, dass der Neubau des Sportlerheims eine Photovoltaikanlage bekommen sollte. Häufige Geldbewegungen seien über einen Förderverein einfacher zu handhaben, erläutert der Vorsitzende. Außerdem sei er nicht umsatzsteuerpflichtig.

Im Laufe der Jahre hat der Förderverein Indoor-Trainingsmöglichkeiten für den Winter geschaffen, Tore und Bälle angeschafft und zuletzt Beregnungsanlagen und Ballfangnetze auf beiden Plätzen finanziert. Für letzteres gab’s einen Zuschuss von 5700 Euro vom Kreissportbund.

2020 wurden die beiden Fußballplätze aerifiziert, also durchlässiger gemacht, und geebnet. Die jetzige Corona-Pause hat der Verein genutzt, um allen Kabinen und dem Aufenthaltsraum einen frischen Anstrich verpassen zu lassen.

In Sachen Naturschutz war der Förderverein ebenfalls aktiv. Laut Ulf Schiebaum wurden gemeinsam mit der AG Eulenschutz rund 350 Bäume gepflanzt, als Windschutz auf dem Sportgelände dient eine Strauch- und Baumhecke, die Vögeln und Insekten Unterschlupf bietet.

Aktuell sind die „Friesen“ in Wartestellung. „Alle sind heiß. Sobald wir dürfen, werden wir durchstarten“, so Schierbaum, der sich freut, dass von den rund 430 Mitgliedern im Corona-Lockdown fast keines ausgetreten ist. Während die Herren-, Frauen- und Jugendfußballer auf den Start des Liga-Betriebs noch etwas warten müssen, ist eine Aktion für den Nachwuchs schon konkret geplant. Für den Sommer vom 26. Juli bis 13. August hat der Verein den Ex-Profi-Fußballer Thomas Reichenberger mit seinen Fußballcamps nach Lembruch geholt. Mitmachen können dabei alle Jugendlichen, eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht erforderlich. „Und das Geld wird erstattet, falls es nicht stattfinden kann“, verspricht Blumberg.

Die nächsten Aktivitäten hat der Förderverein schon im Blick. In etwas näherer Zukunft sollen neue Turngeräte angeschafft werden. Eine neue Flutlichtanlage steht ebenfalls auf dem Wunschzettel. „Dafür müssen wir aber noch ein paar Jahre sparen“, so Blumberg.

Der Förderverein zählt aktuell 13 Mitglieder. Das klingt nach nicht gerade viel, ist laut Blumberg aber bewusst so gewollt. „Wir wollen uns nicht über Mitgliedsbeiträge finanzieren“, erklärt er. Zumal, wenn man es forcieren würde, viele eintreten würden, die Mitglied des Sportvereins sind und dort schon ihren Jahresbeitrag leisten. Außerdem seien viele bereit zu helfen. Der Förderverein zieht es daher vor, das Finanzielle über Fördermittel und Sponsoren zu regeln.

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