Live-Konzert: Singer-Songwriter Samuel Harfst im Interview

„Mir ist Kontakt wichtig“

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Samuel Harfst und Band treten am Sonnabend in Lemförde in der Martin-Luther-Kirche auf.

Lemförde - Von Miriam Unger. Sonnabend kommt der deutsche Singer-Songwriter Samuel Harfst mit seiner Band für ein Live-Konzert nach Lemförde. Die Musiker treten ab 19.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche auf – als Höhepunkt von „Churchville“, einer ungewöhnlichen Projektwoche der Evangelischen Jugend. Was erwartet jemand, der im Vorprogramm von Marit Larsen und Whitney Houston gespielt hat und dessen Videos auf MTV laufen, von einem Auftritt in der Dümmer-Region? Das wollten wir im Vorfeld wissen.

Samuel Harfst, Ihr Konzert ist am Samstag der Höhepunkt von „Churchville“ in Lemförde. Die Jugendlichen, die das Ganze organisieren, sagen, es sei ihr „ganz großer Traum“ gewesen, Sie in die Region zu holen. Sind die Anfragen zu Ihren Konzerten immer so emotional?

Samuel Harfst (lacht): Mein Bruder David macht das Booking, und er schaut im Vorfeld schon darauf, was es für Veranstaltungen und wie die Leute, die sie organisieren, so sind. Und wenn David das Gefühl hat, dass da gute, motivierte Leute sind – so wie jetzt in Lemförde – dann machen wir alles möglich, damit es funktioniert.

Sagen Musiker und ihr Management das nicht immer?

Harfst:: Nein, echt nicht. Dieser Monat sollte für uns eigentlich mal Konzertpause sein, weil wir die letzte Zeit ununterbrochen unterwegs waren. David hat es aber nicht übers Herz gebracht, den Jugendlichen aus Lemförde abzusagen. Sie sind so engagiert. Er muss die wirklich gemocht haben.

Kennen Sie die Region hier? Landkreis Diepholz, südliches Niedersachsen?

Harfst: Wir sind in den letzten Jahren so viel in ganz Deutschland rumgetourt – mich würde es sehr wundern, wenn ich nicht wenigstens mal durch Lemförde gefahren wäre. Aber grundsätzlich kenne ich diese ländliche Gegend. Ich komme selber aus einem 2000-Mann-Dorf bei Wetzlar. Und ich finde es cool, in kleineren Orten aufzutreten. Da ist man dichter an den Leuten.

Sie sind durch einen „MTV-unplugged“-Nachwuchswettbewerb bekannt geworden. Sie wurden unter die besten deutschen Newcomer gewählt und im Vorprogramm von Marit Larsen und Whitney Houston aufgetreten. Wie nah kommen die Fans in Lemförde an Sie ran?

Harfst: Marit Larsen war zwar eine sehr nahbare Sängerin, allerdings war das Ganze schon so groß, dass immer einige Meter zwischen uns und dem Publikum waren. Bei unseren eigenen Konzerten ist das natürlich anders. Wir versuchen, uns die Zeit zu nehmen, mit allen Leuten zu reden, die nach dem Konzert zu uns kommen. Mir ist dieser Kontakt sehr wichtig.

Wer gehört außer Ihnen zur Band?

Harfst: Mein Bruder David, der für alle organisatorischen Sachen zuständig ist und in der Band Rhodes und Percussion macht. Dann Dirk Menger – Pianist, Cellist und der Ruhepol der Band. Und zwei Techniker: Philipp, unser Cousin, kümmert sich ums Licht. Und Christian um den Ton.

Wie sind Sie zu Gott und zu Ihrem Glauben gekommen?

Harfst: Der Gedanke des Guten, Wahren und Schönen wurde sehr früh an mich rangetragen. Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und auf eine christliche Privatschule gegangen. Mit dem Glauben ist es wie mit einem Musikinstrument: Man lernt es kennen, aber irgendwann fängt man selber Feuer und entwickelt seinen eigenen Groove.

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