Line-Dance-Festival lockt etliche Tänzer nach Hüde/Abbruch bei Sturm und Regen

Herkommen und wohlfühlen

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Begrüßten die Line Dancer von nah und fern in Hüde: Frank Bölke (l.) und Enrico Adler.

Hüde - Von Christa Bechtel. Mit einem fröhlichen „hallo Waikikianer“ eröffnete am Freitagabend Frank Bölke das sechste Line-Dance-Festival am Dorfhaus in Hüde. Waikikianer? Das Motto für dieses zweitägige Event am Dümmer lautet Jahr für Jahr „Waikiki go´s Country“. Dazu hießen Bölke und Sabine Bädeker als „Motoren“ erneut Line Dancer und Westernfans aus dem Norden, Süden, Westen, Osten Deutschlands willkommen.

„Das Wetter bleibt auch so“, versprach Bölke mit Blick zum noch sonnigen Himmel den Besuchern von nah und fern. Denn: „Hier ist Dümmerwetter!“ „Man merkt es an meinem Sprachfehler“, berlinerte anschließend Line-Dance- Weltmeister Enrico Adler scherzend. Er sei gerne zum sechsten Mal den weiten Weg von Berlin nach Hüde gekommen, gestand der passionierte Line Dancer, der für Freitag und Sonnabend wieder verschiedene Workshops im Gepäck hatte. Aber: „Das Geilste ist ja – alles ohne Eintritt! Einfach reinkommen, sich wohlfühlen“, stellte Enrico Adler heraus, dass sich die Veranstaltung ausschließlich über Speisen und Getränke finanziert.

„Ich habe mal in der Kiste gekramt, was es für alte schöne Tänze gibt, die aber immer noch sehr viel Potential haben, weiter getanzt zu werden“, verriet der Line-Dance-Weltmeister im Gespräch mit unserer Zeitung, was er an Tänzen für die Workshops mitgebracht hatte. Beispielsweise „Black Horse“ von Katie Tunstall. Aber auch ganz aktuelle Tänze wie „Greater Than Me“ mit 48 Counts, der erst vor zwei Monaten erschien. Oder „Salt and Lime“, der zum Catalan-Style gehört. „Ein spezieller Wunsch von Franky“, so Adler, der gerne auf die Wünsche des Gastgebers eingeht, zumal Frank Bölke mit seiner Frau Sabine ebenfalls seit Jahren diesem Tanz-Hobby frönt. Und: „Wir werden am Samstag einen Catalan-Paartanz machen. Der lebt von der Musik; da gibt es eine langsame und eine schnelle Version“, verdeutlichte der Berliner, der damit am zweiten Tag die Line Dancer richtig fordern wollte.

Sowohl am Freitag, als auch am Sonnabend stand neben den Workshops mit DJ Dieter Lux immer wieder offenes Tanzen auf dem Programm, wobei der Bremerhavener viele Musikwünsche erfüllte. „Ich komme jedes Jahr, weil man hier so toll tanzen kann“, sagte eine Besucherin aus Herford. Nicht nur sie hatte glänzende Augen, sondern viele, viele mehr, die immer wieder die Tanzfläche füllten, um sich hingebungsvoll dem Line Dance – ein Tanz, der in Linien, allein ohne Partner getanzt wird – zu widmen.

Am Sonnabend begann das Festival stürmisch mit jeder Menge Wind und teilweisem Starkregen. Doch die Vorführungen der Line- Dance-Gruppen bei Kaffee und Kuchen gingen sogar trocken über die Bühne. Zum ersten Mal startete der Newcomer „Swirling Boots“ aus Bassum unter der Leitung von Anke Peters und Karina Stephan. Zu den „alten Hasen“ zählt die Country Westerntanzgruppe Drebber unter der Leitung von Norbert Klaas, die seit 20 Jahren tanzt. Ebenfalls an den Start ging die Gruppe Silver Lining Meppen unter der Leitung von Bernhard Poker, der Titelverteidiger des letzten Jahres. Als Juroren fungierten Enrico Adler, Bernd Ruch und Manfred Rolfsen aus Hunteburg, der auch den Wanderpokal stiftete. Letztendlich belegten die drei Tänzerinnen aus Bassum Platz drei, die Drebberaner Platz zwei und die Meppener sicherten sich zum zweiten Mal den Pokal, den Bernhard Poker stolz in Empfang nahm.

Mit Workshops von Enrico Adler und Line Dance sollte es weiter gehen. Da Sturm und Regen ständig zunahmen, entschied Frank Bölke: Wir bauen ab! Und Sabine Bädeker schickte die Band „Yendis“ – sehr zum Leidwesen der letzten Gäste – nach Hause. Vielleicht gibt´s ein Wiedersehen mit der Band, die 2012 Country Europameister wurde, im kommenden Jahr in Hüde.

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