Lemfördes Samtgemeindeamtsrat Rolf Schwieger geht in den Ruhestand

Ein Offizier verlässt Kommandobrücke

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Hauptamtsleiter Rolf Schwieger (links am Oldtimer) wurde am Montag von seinen Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand verabschiedet.

Stemshorn - „Das ist nicht wie Urlaub, das ist jetzt für immer; ist schon komisch so ein letzter Tag“, meinte Rolf Schwieger, langjähriger Hauptamtsleiter der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, und etwas Wehmut schwang in seiner Stimme mit. Am Montagabend wurde er stilvoll mit einer Staatskarosse, einem „Adenauer-Mercedes“ aus dem Jahr 1959, in den Ruhestand gefahren. „Das war ein tolles Erlebnis“, schwärmte der Samtgemeindeamtsrat, der nach 36 Jahren in Lemförde und nach 48 Jahren im öffentlichen Dienst mit einem lachenden und einem weinenden Auge schied. „Was letztendlich überwiegt, wird sich zeigen“, sagte Schwieger.

„So langsam gehen uns die Alten in der Samtgemeinde aus. Einige wird es freuen, einigen werden sie fehlen“, hob Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe im Garten des Hotels Tiemann in Stemshorn und im Beisein einiger „Weggefährten“ Schwiegers hervor.

„Wir leben hier mit dem Dümmer vor der Haustür in einem maritimen Umfeld, sodass ich, um in diesem Bild zu bleiben, feststellen kann: Heute verlässt einer der Offiziere die Kommandobrücke des Schiffes Samtgemeinde ‚Altes Amt Lemförde'“, fuhr Scheibe fort. Rolf Schwieger sei seit dem 1. September 1979 bei der Samtgemeinde tätig. „Immerhin 36 Jahre, das heißt weit mehr als die Hälfte Ihres bisherigen Lebens“, verdeutlichte der Rathauschef.

Nach der Mittleren Reife habe Rolf Schwieger beim damaligen Landkreis Grafschaft Diepholz eine Lehre zum Verwaltungsfachangestellten absolviert. Scheibe: „Früh erkannte man Ihr berufliches Potenzial und ließ Sie für die einheitliche Laufbahn zu, also den Aufstieg in den gehobenen Dienst.“ Nach einer kurzen Episode in Zeven sei der künftige Ruheständler nach Lemförde gekommen.

Am 1. September 1979 sei Schwieger sogleich zum Samtgemeindeoberinspektor und zum Beamten auf Lebenszeit ernannt worden. Drei Jahre später sei er zum Samtgemeindeamtmann befördert worden. Und: „Seit dem 1. Januar 1999 waren Sie als Samtgemeindeamtsrat im Spitzenamt des ehemaligen gehobenen Dienstes für uns tätig“, unterstrich Scheibe. Nach einer kurzen Phase im Tiefbaubereich habe der scheidende Mitarbeiter 26 Jahre im Hauptamt gearbeitet. „Dort haben Sie sich zu einem wahren EDV-Spezialisten entwickelt; die heutige EDV-Struktur unserer Verwaltung wurde maßgeblich von Ihnen geprägt“, lobte Scheibe. Daneben seien unter seiner Regie wichtige Bauten wie die Grundschule, die Kindergärten oder die Krippe entstanden. „Sie waren maßgeblich an der Entwicklung der Samtgemeinde beteiligt“, so der Verwaltungschef.

Nachdem Scheibe Rolf Schwieger die Entlassungsurkunde nebst einem Blumenstrauß für Schwiegers Ehefrau überreicht hatte, schloss sich die gesamte Belegschaft mit einem Flachgeschenk und vielen guten Wünschen ebenso an, wie die Kolleginnen und Kollegen vom Hauptamt mit einem speziellen „Stammbuch“.

cb

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