Dritte Auflage von „Heroes for one day“ der Von-Sanden-Oberschule / Spenden fließen an Kinder und Jugendliche in Peru

Lemförder Helden wieder unterwegs

Begeistert setzten sich Erik Wehrmann (r.) und Collin Wulf bei der Firma Zboron Maschinenbau in Hüde ein. J Foto: Bechtel

Lemförde - Von Christa Bechtel. Die Helden waren wieder in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, aber auch in Stemwede, Espelkamp, Wagenfeld, Vechta, Osnabrück oder Bohmte für einen Tag unterwegs. Über einhundert Schülerinnen und Schüler der Von-Sanden-Oberschule (VSO) Lemförde, die deshalb diese Aktion auch „Heroes for one day“ nennt. Die fand am Montag in dritter Auflage statt.

Denn auch in diesem Jahr wollten die Fünft- bis Neuntklässler erneut Menschen helfen, denen es nicht so gut geht. Dafür hatten sie sich Plätze bei Betrieben und Privatpersonen gesucht, um dort als „Helden“ zu arbeiten. Für diese Tätigkeit bekamen sie dann eine Spende. Während in den vergangenen zwei Jahren drei Waisenhäuser in Sierra Leone das erarbeitete Geld bekamen, geht es in diesem Jahr an den Verein Kinderhilfe Cusco-Peru“ Georgsmarienhütte. Der fördert und finanziert Projekte für Kinder und Jugendliche im Andenhochland, die einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung, der Verbesserung der Bildungs- und Nahrungsmittelsituation sowie der Gesundheitsfürsorge leisten (Bericht von der Übergabe der Spenden folgt). Auch dieses Mal haben wir wieder einige „Helden“ für unsere Leser besucht.

Angelina Groß und Diala Salo (Klasse 7b) engagierten sich im Jeans House Lemförde. „Wir haben erst draußen gefegt. Danach haben wir neue Ware ausgepackt und auf Kleiderbügel gehängt“, berichtet Angelina. Derweil ist Diala mit Feuereifer dabei, Blusen zu bügeln, die durch die Verpackung Knicke bekommen haben. Chefin Sabine Schlegel erzählte zwischendurch den Mädchen, dass ihr Geschäft in diesem Jahr 33 Jahre besteht, wie der Einkauf funktioniert, für den sie ins Modezentrum nach Hamburg fährt. Und dass sie fast täglich Ware bekommt. „Wir haben uns aber auch über das Peru-Projekt unterhalten, uns ausgetauscht“, erklärte Schlegel, dass die beiden ihr erzählten, dass in Peru die Kinder ganz wenig zu essen haben, die Böden nicht sehr viel hergeben und dass dadurch viele Kinder unterernährt seien. „Ich habe das das erste Mal gemacht; aber ich denke, ich mache das jetzt jedes Jahr“, signalisierte Sabine Schlegel, dass 2018 wieder „Helden“ zu ihr kommen dürfen.

Luis (7a) und Robin Wagner (9b) unterstützten an diesem Tag ihren Vater Marc, der als Hausmeister an der Grundschule Lemförde, also bei der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, tätig ist. Morgens um 7.30 Uhr begann für sie der Arbeitstag, der zum Beispiel auf dem Schulhof das Unkraut aus den Fugen kratzen vorsah. Später durften sie dann Rasen mähen, sogar mit dem Aufsitzrasenmäher. Warum engagieren sie sich als Helden? „Weil es Kinder gibt, die es nicht so gut haben, wie wir hier. Und wenn die Schule schon so ein Projekt macht, kann man auch mithelfen“, antwortet Robin spontan, der mit seinem Bruder das dritte Mal dabei war. Um 14 Uhr hatten beide dann Feierabend.

Auch für Erik Wehrmann (9c) und Collin Wulf (5b) begann die Arbeit bei der Firma Zboron Maschinenbau in Hüde um 7.30 Uhr, wo sie sogleich mit Firmenshirts ausgestattet wurden. Mit einem Transporter hatten sie bereits Holz geholt, das natürlich in Hüde wieder ausgeladen werden musste. Aber auch Metall zu einer anderen Firma gebracht. Apropos Metall: Das hatten die beiden nach Größe sortiert oder aussortiert. „Wir bekommen unsere Arbeiten spontan; wenn jemand Hilfe braucht, packen wir mit an, damit es schneller geht“, sagt Erik, der bei Frank Zboron bereits ein Praktikum absolvierte. Beide hatten um 14.30 Uhr Feierabend.

Nataly Ostertag (6a) hatte sich für den Euro-Fuchs in Lemförde entschieden, den Rainer Lübke als Franchise-Unternehmer führt. Morgens um 8.30 Uhr war sie gestartet und hatte bereits begeistert Waren mit Etiketten ausgezeichnet. Oder neue Bekleidung und Elektroartikel aus Kisten geholt und in die Regale einsortiert. Die mussten natürlich auch Preisetiketten bekommen. „Ich finde es eine gute Aktion. Und die jungen Leute lernen die Märkte, den Einzelhandel kennen, tun etwas Soziales, weil sie das erarbeitete Geld spenden“, nennt Lübke seine Beweggründe, warum bei ihm eine „Heldin“ zu Gast sein durfte.

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