Lemförder Grundschüler singen für die Partnerschule Nr. 31 in Gomel

Alle spielen mit

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Souverän schlüpfte Leonard Schult in die Hauptrolle des Singspiels.

Lemförde - „Ein ganz dickes Lob. Das war wirklich eine sehr tolle Leistung. Und alle, die an dieser Feier mitgewirkt haben, sind besonders wichtig. Denn sonst ist solch eine Gesamtleistung überhaupt nicht möglich. Ich bin richtig stolz, dass so etwas an unserer Grundschule möglich ist“, betonte Lemfördes Schulleiterin Beate Gondek am Schluss der Weihnachtsfeier.

Die hatten in diesem Jahr alle vierten Klassen im Forum der Schule gestaltet. Für den guten Zweck. Denn sie sangen und spielten zum 21. Mal für die Schülerinnen und Schüler der Partnerschule Nr. 31 in Gomel in Weißrussland.

Im Mittelpunkt stand dabei das Singspiel „Wer hat das Christkind gesehen?“ nach dem Stück „Simeon“, das Irmhild Köster um einiges erweitert hatte. „Ich wollte, dass alle mitspielen können“, erläuterte die engagierte Lehrerin gegenüber unserer Zeitung, die erneut die Gesamtleitung übernommen hatte. Mitwirkende waren die Theater Arbeitsgemeinschaft der Klasse 4a unter ihrer Leitung. Die Hirtenszene hatte Birgit Wilbers-Groß mit der 4b einstudiert, die Königsszene Anna-Lena Aulbert mit der 4c. Einige Kinder aus allen vierten Klassen zählen zur Flötengruppe, die Juliane Theinert mit viel Herzblut leitet.

„Wer hat das Christkind gesehen? Leider habe ich noch keine Antwort gefunden, doch vielleicht sind wir nach dem Theater alle schlauer“, hatte Beate Gondek zu Beginn in ihrer Begrüßung verheißungsvoll angekündigt.

„Wir spielen dieses Jahr einen besonderen Teil der Weihnachtsgeschichte, den viele Leute gar nicht kennen“, sagte zum Auftakt die Chorleiterin (Emma Uetrecht), die mit ihrer Regie-Kollegin (Pia Schichta) die Rollen verteilt. Jan (Jan-Philipp Lasai) möchte unbedingt König sein. „Du könntest Erzähler sein. Das würde doch richtig gut zu dir passen, okay?“, meinte die Chorleiterin.

„Opa, warum gehst du eigentlich so oft in den Tempel? Gefällt es dir dort so gut?“, fragt das Enkelkind Simeon (Leonard Schult). „Ja, es gefällt mir gut im Tempel. Aber eigentlich warte ich dort auf jemanden“, antwortet Opa, der auf den Messias wartet. Doch auch seine Frau Hanna (Charlotte Blesken) ist nicht davon überzeugt. „Warum sollte er ausgerechnet jetzt kommen?“ Im Tempel hört Simeon von Hirten, denen auf dem Feld Engel begegneten – und er wird ganz aufgeregt. Inzwischen brechen die Hirten nach Bethlehem auf, wo sie Josef (Hendryk Landorff) und Maria (Lena Riekenberg) mit dem neugeborenen Jesuskind finden.

Auch Simeon ist überzeugt, dass er den versprochenen Retter persönlich sehen wird. Tatsächlich trifft er Maria und Josef mit dem Jesuskind im Tempel in Jerusalem und sagt zu dem Kind: „Du bist es!“

Locker, in der heutigen Umgangssprache, spielten die Kinder das Stück und man sah ihnen die Freue an, die sie daran hatten. Leonard Schult schlüpfte souverän in die große Rolle und sorgte dafür, dass Simeon im Mittelpunkt der Geschichte stand.

Nachdem die Klasse 4c mit ihrem stimmungsvollen Lichtertanz unter der Leitung von Cordula Lindemann für wahre Begeisterungsstürme gesorgt hatte, bedankte sich Beate Gondek bei allen Helferinnen und Helfern, aber auch bei den Erwachsenen: „Die dazu beigetragen haben, dass diese Feier so möglich wurde“. „In der Schule Nr. 31 gibt es Kinder aus einkommensschwachen Familien“, warb Wilhelm Reessing, Beauftragter für den Kirchenkreis Grafschaft Diepholz, um Spenden, die er Jahr für Jahr persönlich nach Gomel bringt.

Im Jahr 2016 kann Reessing 354,25 Euro, die an diesem Abend gespendet wurden, mit nach Weißrussland nehmen.

cb

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