Eigentümer erleidet leichte Rauchvergiftung

Küchenbrand im China-Restaurant 

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Vom Korb der Drehleiter aus kontrollierten Kräfte der Feuerwehr die Temperatur im Lüftungsschacht der Küche an der Außenfassade des Gebäudes und gaben Entwarnung.

Lemförde - Noch glimpflich ging Donnerstagnachmittag der Vollbrand der Küche des China-Restaurants in Lemförde aus. Insgesamt entstand nach Schätzung der Polizei ein Schaden von etwa 40.000 Euro. Der Eigentümer erlitt eine leichte Rauchvergiftung und wurde ärztlich versorgt.

Gegen 14.50 Uhr wurde der Feuerwehr der Vollbrand der Küche gemeldet. Der Eigentümer hatte einen Wok auf den Herd gestellt und darin Öl erhitzt. In dieses gab er Tofu, das zuvor in Wasser gelegen hatten. Diese Verbindung aus Öl und Wasser löste laut Polizei den Brand aus. In wenigen Sekunden stand der Kochbereich in Flammen, die auf die Lüftungsanlage übergriffen. Der Eigentümer befand sich zu diesem Zeitpunkt im Restaurant. Als er in die Küche zurückkehrte, schlug ihm das Feuer entgegen. Vorbildlich hätte der Koch daraufhin gehandelt, so Marten. Dieser habe mit einem Handfeuerlöscher den Brandherd bekämpft, und die Tür geschlossen gehalten.

Über dem Restaurant wohnen drei Mietparteien, jeweils Einzelpersonen. Die beiden, die im ersten Obergeschoss wohnen, waren nicht zu Hause. Der Mann im zweiten Obergeschoss hatte geschlafen, wurde durch die Aktivitäten der Feuerwehr aber wach. Er blieb unverletzt.

Rund 60 Einsatzkräfte vor Ort

Rund 60 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Lemförde, Marl, Stemshorn, Quernheim und Brockum und die Kollegen aus Diepholz mit Drehleiter bekämpften den Brand in dem China Restaurant

In der Leitstelle Diepholz war ein Notruf eingegangen mit der ersten Aussage: „Brand und drei Personen vermisst“. Vor Ort bot sich nach kurzer Zeit ein Bild des Einsatzes. Feuerwehrkräfte hatten die zentrale Ortsdurchfahrt bereits großräumig für den Autoverkehr gesperrt. Aufgrund des Notrufes wurden Polizei, drei Rettungsfahrzeuge mit Notärzten und leitendem Notarzt Dr. Hans-Joachim Beck alarmiert.

„Beim Eintreffen der Feuerwehr aus Lemförde trat schwarzer, schwerer Qualm aus einem Fenster im Erdgeschoss“, informierte Einsatzleiter Guido Marten. Die Wehren rückten zuerst dem Feuer von außen durch das Fenster mit Sprühnebel zu Leibe, so die Einsatzkräfte. Danach durchsuchten die einzelnen Trupps, teilweise unter Atemschutz, das Gebäude vom Keller bis zum Dachboden nach den Mietern der drei Wohnungen.

Nach dem Löschen des Küchenbrandes überprüften die Feuerwehrkräfte mittels der Drehleiter mit einer Wärmebildkamera die Temperatur des außen am Gebäude angebauten Lüftungsschachtes der Küche des Restaurants. Auch hier konnte Entwarnung gegeben werden. Aus Sicherheitsgründen öffnete die Feuerwehr Lemförde die Decke der Küche, um Brandnester auszuschließen. Die übrigen Wehren konnten abrücken.

Laut Polizei wurde der Brandort beschlagnahmt. „Zumindest für die kommende Nacht sind die Wohnungen nicht bewohnbar“, so ein Polizeisprecher. Heute soll der Brandort genauer untersucht werden. 

sbb/hwb

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