Donnernder Applaus entlockt dem Chor zwei Zugaben

Godspel „predigt“ eine Stunde lang Trost und Genuss

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Der Gospelchor „Godspel“ lockte einmal mehr zahlreiche Besucher zu seinem Konzert in die Martin-Luther-Kirche in Lemförde. Diese belohnten den Auftritt mit donnerndem Applaus.

Lemförde - Von Simone Brauns-Bömermann. Der Chor „Godspel“, mit dem sinnigen Wortspiel im Namen, hat es wieder einmal geschafft: Sein Konzert in der evangelischen Kirche in Lemförde lockte so viele Besucher, dass die Martin-Luther-Kirche gut gefüllt war für eine Stunde gesungener Predigt.

Der 1996 gegründete Chor mit Mitgliedern aus der gesamten Dümmerregion ist vielseitig wie seine Mitsänger. Die Organisation liegt in den Händen von Erwin Heuermann-Ziemert, die musikalische Leitung hat Henrik Langelahn. Der Chor besitzt Solisten in Gesang und an Instrumenten, mit Heuermann-Ziemert ein „Sprach- und Übersetzrohr“ bei den englischen Texten und zur Einstimmung auf die mal meditativen Gesänge oder auf die Rhythmen aus der Blues-Szene. Auch in Lemförde war der Blick in die Bänke zu den Gospel-Musiken interessant: Es wurde text- und klangsicher mitgesungen, das in Musik übersetzte Evangelium, mit dessen Auftrag sich die Gospelmusik allgemein anschickt anzutreten, funktionierte.

Die Einladung durch gemeinsame Musik Hoffnung und den Mut zum puren Glauben, ohne Nachfragen zu verspüren, entsprang den Texten.

Mit Bettina Röwekamp, Mareike Koke und Erwin Heuermann-Ziemert trauten sich, beflügelt und getragen durch das Publikum, Solisten im Konzert. Mareike Koke macht das Loslassen aller täglichen Bodenhaftung mit ihrem Solo zu „Fly with me (Lena´s Song)“ von Stefan Nilsson vor. Mit Leadsängerin Bettina Röwekamp und dem modernen Gospelsong „Draw me close to you” appellierte „Godspel” an Freundschaft im Allgemeinen und an die zu Gott. Was die Martin-Luther-Kirche auf ihrer Website als Einladung zum Wiedereintritt in die Kirche proaktiv anbietet, sang der Chor wie selbstverständlich.

Nicht um digitale Vernetzung ging es im Song „We are connected“ in bester Blues-Manier mit Solist Erwin Heuermann-Ziemert. Eher um die unsichtbaren Bänder zwischen Mensch, Mitmensch und einer Macht, die lieber unsichtbar ist. Mit Piano und Keyboard der Gospelchor- Leader Henrik Langelahn, Motor, Rückgrat und Halt der Sänger aus Passion. An der Querflöte Christina Roloff und mit schnellen Beinen, denn sie switchte zwischen Notenpult und ihrem Platz im Chor.

Dem donnernden Applaus konnte der Chor nach dem etwa einstündigen Konzert nicht Stand halten: „Einen haben wir noch“, hallte nach, aber daraus wurden zwei Zugaben, denn Fans soll man nie enttäuschen. Mit Stereoklatschen verabschiedete sich das Publikum, mit den zwei Zusatztiteln der Chor. Der Appell aus den Reihen der Chormitglieder: „Wir proben montags im Gemeindehaus in Brockum, wer also mag, kann dazu kommen.

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