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Lemförde feiert Jubiläum und will „richtig etwas abliefern“

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Von: Carsten Sander

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Der Bürgerpark hinter dem Amtshof wird bei der Party zur 775-Jahr-Feier wieder zum Festgelände.
Der Bürgerpark hinter dem Amtshof wird bei der Party zur 775-Jahr-Feier wieder zum Festgelände. © Bechtel

In 2023 wird Lemförde 775 Jahre alt. Die Planungen für das Jubiläumsjahr laufen jetzt an, Vereine und Institutionen sollen Ideen einbringen und umsetzen. Das Festwochenende mit Open-Air-Party ist für den 25. bis 27. August 2023 terminiert.

Lemförde – Was bisher vorliegt, ist dies: Das Wissen um das bevorstehende Jubiläum und der Wille, daraus etwas Großes zu machen. Oder wie Stephanie Budke-Stambusch es ausdrückt: „Wir werden 775 Jahre alt – da wollen wir richtig ‘was abliefern, da muss ‘was kommen.“ Budke-Stambusch ist die Bürgermeisterin des Fleckens Lemförde, der im kommenden Jahr eben jene 775 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung erreichen wird.

In der „Lemförder Runde“, einem Meeting von Gemeinde, Vereinen, Verbänden und Institutionen informierte Budke-Stambusch am Donnerstagabend im Rittersaal über die bisherigen Planungen. Doch die sind noch nicht sonderlich weit fortgeschritten. Klar ist nur: Jeder Verein und jede Institution soll sich nach Möglichkeit beteiligen, es soll über das ganze Jahr verteilt Veranstaltungen geben, und ein Festwochenende vom 25. bis 27. August ist als Höhepunkt gesetzt.

„Wir wollen ein breites Spektrum abdecken“

Dann wird es im Bürgerpark eine Open-Air-Veranstaltung mit Bands und anderem Brimborium geben. Das wird ähnlich den Party-Elementen eines „Lemförder Sommers“ sein. Womit sich auch erklärt, dass es einen solchen im Jahr 2023 wiederum nicht geben wird. „Das Festwochenende“, so stellt es die Flecken-Bürgermeisterin klar, „wird nicht die Struktur des Lemförder Sommers haben“. Der Party-Faktor bleibt zwar, die Nebenevents werden aber andere sein.

Aber welche? Und wann sollen sie stattfinden? „Das ist alles noch offen“, erklärt Budke-Stambusch und adressiert an die Vereine und Institutionen des Ortes die Einladung, jetzt Ideen zu entwickeln, wie sich jeder einzelne an den Feiern zum historischen Geburtstag beteiligen möchte und kann. „Wir wollen von ganz jung bis ganz alt ein breites Spektrum abdecken. Jeder kann sich überlegen, welche Aktion er machen möchte und was zu unserem 775. Geburtstag passt.“ Es darf auch gerne im Internet geschaut und geklaut werden, was andernorts bei vergleichbaren Anlässen auf die Beine gestellt wurde. „Dann bekommen wir auch viele Ideen“, hofft Budke-Stambusch, die sich zudem wünscht, „wir würden einen roten Faden finden, der durch das Jahr führt“.

Das Programm soll spätestens Ende September fertig sein

Um all das zu klären und zu entwickeln, werden Arbeitsgruppen gebildet, die sich am 20. April treffen. Bis Ende des Sommers bleibt dann Zeit, das Programm für 2023 auf die Beine zu stellen. Budke-Stambusch: „Am 28. September wollen wir so weit sein, dass der Plan für das Jubiläumsjahr steht. Das ist unser Zeitfenster.“

Liegen alle Ideen und Termine vor, wird es der nächste wichtige Schritt sein, die Festbroschüre zu erstellen. Ein Hochglanz-Heft, in dem sich einerseits der Ort und seine Menschen vorstellen können, andererseits aber auch der detaillierte Ablaufplan für das Jubiläumsjahr veröffentlicht wird.

Die digitale Dorf-App kommt

Lemförde macht sich hübsch: Aber das hat nichts mit der 775-Jahr-Feier in 2023 zu tun und findet auch nicht in den Straßen des Ortes statt. Sondern in der digitalen Welt. Die Internet-Homepage der Gemeinde erhält noch in diesem Jahr ein neues Gesicht – auf neudeutsch: Der Relaunch steht an. Aber damit nicht genug. Lemförde wird zeitgleich auch eine sogenannten Crossiety-App anbieten – als erste Kommune aus dem Landkreis Diepholz. Was sich dahinter verbirgt, erklärt Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup: „Es ist eine digitale Dorf-App, eine Mischung aus Facebook, Whatsapp und Ebay-Kleinanzeigen.“ Die App ist laut Hauptamtsleiterin Kerstin Schult in anderen Kommunen bereits gestartet und werde dort gut und erfolgreich genutzt. „Vereine können sich vernetzen, der Austausch zwischen Verwaltung und Bürger geht schneller“, beschreibt sie den Nutzen der App, die auf Kommunen in der Größenordnung zwischen 5 000 und 12 000 Einwohner abgestimmt sei. Wann genau sie gestartet wird, steht noch nicht fest.

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