AG Eulenschutz ist auf beiden Seiten des Stemweder Bergs aktiv

20 Jahre im Dienst der Natur

Die AG Eulenschutz kümmert sich seit 20 Jahren um Natur und Tiere in der Region. Der Verein ist dabei auf beiden Seiten des Stemweder Bergs tätig. J Foto: Holy

Lemförde - Die AG Eulenschutz besteht in diesem Jahr seit 20 Jahren. Bereits im Mai wurde dies mit einem Festakt im Rittersaal des Amtshofes in Lemförde gefeiert (wir berichteten). Zeit, die Geschichte und die Arbeit noch einmal genauer zu beleuchten.

Die Initiative zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg ging vom damaligen Leiter der Lemförder Fahrwerktechnik, Paul Ballmeier, aus, heißt es vonseiten der AG. Gemeinsam mit mehreren, am Naturschutz interessierten Mitarbeitern, wurde zum 50. Jahrestag der Unternehmensgründung durch Dr.-Ing. Jürgen Ulderup, seinerzeit hieß das Unternehmen noch „Lemförder Metallwaren“, der Verein aus der Taufe gehoben. Mit dem Unternehmen wurde ein Sponsoringvertrag geschlossen, der eine jährliche finanzielle Unterstützung zum Zwecke des Arten- und Biotopschutzes und der Umweltbildung vorsah.

Daneben verzichteten mehrere leitende Mitarbeiter anlässlich von Dienstjubiläen auf Geschenke und baten stattdessen um Spenden für den neu gegründeten Verein. So ging es mit guter finanzieller Ausstattung an die Umsetzung erster Projekte. Bis heute wird der Verein zwar in der Kurzform „AG Eule“ genannt, das Tätigkeitsspektrum reicht aber deutlich weiter als zu den faszinierenden Nachtgreifvögeln. Bereits die erste gestaltete Fläche belegt dies – es ist das fortan so genannte Schnepfenbiotop in Lemförde. Durch eine enge Kooperation mit der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ konnte der Flächenbestand durch die Bepflanzung und Aufwertung von Flächen im Wasserschutzgebiet am Nordhang des Stemweder Bergs schnell vergrößert werden, schreibt die AG. Durch eine Kombination aus Baum- und Strauchpflanzungen mit der Anlage von extensivem Dauergrünland konnten die Ansprüche der Eulen und zahlreicher weiterer Arten optimal mit dem Trinkwasserschutz kombiniert werden.

Auf beiden Seiten des Stemweder Bergs kamen zudem Privatflächen hinzu, die über freiwillige Vereinbarungen mit den Eigentümern langfristig im Bestand gesichert werden konnten. Meilensteine waren zudem die Errichtung einer Eulen-Freiflugvoliere im Osnabrücker Zoo und die Ausstellung im Schäferhof anlässlich des zehnjährigen Bestehens, die im Laufe ihrer zweimonatigen Öffnungszeit mehrere Tausend begeisterte Besucher anzog.

Zum 15-jährigen Bestehen wurde über Fördergelder eine eigene mobile Ausstellung entwickelt, die bei Bedarf angefordert werden kann und über die Tätigkeitsfelder der AG und die heimischen Eulen informiert und durch Multimediakomponenten alle Altersgruppen anspricht.

Neben weiteren Flächen rund um den Stemweder Berg wurde im Zuge einer Ausweitung des Tätigkeitsgebiets auch an weiter entfernten Standorten Lebensraumgestaltung betrieben. Heute ist die Arbeitsgemeinschaft im Raum zwischen den Werksstandorten Dielingen, Lemförde, Wagenfeld, Diepholz und Damme aktiv und betreut über 80 Biotope mit einer Gesamtgröße von mehr als 50 Hektar. Mit zwei „Artenschutztürmen“, zu Behausungen für zahlreiche Tierarten umgestaltete Trafotürme, gehören auch zwei Immobilien zum Portfolio der rein ehrenamtlich und gemeinnützig tätigen Arbeitsgemeinschaft.

Nach wie vor bildet das Sponsoring durch die heutige ZF Friedrichshafen AG das finanzielle Grundgerüst des Vereins. Hinzu kommen Spenden und Fördergelder aus verschiedenen Töpfen, insbesondere aber von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die die Arbeit der AG bereits über viele Jahre fördert. Auch die Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ unterstützt den Verein auf vielfältige Art und Weise. Die diesjährige Feier zum 20-jährigen Bestehen im Lemförder Amtshof mit gemeinsamer Rundfahrt zu den Biotopen bot die Möglichkeit, den geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung und Naturschutz einen Einblick in das bisher Erreichte zu geben und Danke für die erfolgreiche Zusammenarbeit zu sagen.

Wer mehr über die AG Biotop- und Eulenschutz erfahren möchte, kann dies auf der Homepage oder auf einer der angebotenen Umweltbildungsveranstaltungen tun. Am Samstag, 21. Oktober, ist die AG Eulenschutz beim Apfeltag auf dem Schäferhof im Ochsenmoor vertreten und stellt dort den Besuchern ihre Arbeit zur Erhaltung des Kulturbiotops Streuobstwiese vor.

www.eulenschutz.org

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