Lektüre für die kommenden Wintermonate ist gesichert/20. Auflage

Erstmals bibliophile Bücher

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Das Interesse an spannender Lektüre ist ungebrochen groß. Rechts Sabine Hacke, Leiterin des Dümmer-Museums.

Lembruch - Gemütlich auf dem Sofa vor dem Kamin sitzen (sofern man einen hat), eine gute Tasse Tee oder Kaffee genießen – und ein gutes Buch lesen. Das ist für viele relaxen pur. Damit aber den Leseratten in den kommenden Wintermonaten nicht die Lektüre ausgeht, hatte das Dümmer-Museum Lembruch gestern zu einem Bücherflohmarkt eingeladen.

Sogar zur 20. Auflage, also ein kleiner Nullgeburtstag. „Wir haben ganz viele Romane, aber auch Sachbücher, zum Beispiel Kochbücher, Bücher über Aroma-Therapien oder wie man Wellness macht und sehr viel Reiseliteratur im Angebot. Weil der Winter eine Zeit ist, wo man so etwas gut vorplant oder nachbereitet“, listete Museumsleiterin Sabine Hacke auf. Was sie besonders freute: „Wir haben erstmalig bibliophile Bücher mit dabei, sogar mit Ledereinband und dergleichen.“ Da hoffte Hacke natürlich auf Interessenten, denn: „Das ist nicht nur Weltliteratur, sondern sie sind auch sehr dekorativ in einem Bücherregal.“ Für kleines Geld gab das Museum zudem Ausstellungskataloge von Erich A. Klauck, Josef Meyenberg oder die Dokumentation über die „Straße der Kunst“ ab.

Weiter zeigte sich die Museumsleiterin von dem schönen, sonnigen Wetter begeistert. „Wer einen Spaziergang am Dümmer unternimmt, schaut oft am Anfang oder zum Schluss bei uns herein.“ Das waren etliche Besucher, die kontinuierlich über den ganzen Tag verteilt ins Museum kamen. Dabei waren die Interessen ganz unterschiedlich.

„Ich bin grundsätzlich an Büchern interessiert, weil ich Buchhändlerin bin. Bis vor vier Jahren habe ich selbst einen Laden gehabt, deshalb schaue ich gerne mal“, erzählte Hannelore Lüking, die bereits ein Rezeptbuch für hausgemachte Vitamine erstanden hatte. „Jetzt habe ich Zeit und kann in der Küche experimentieren“, sagte die Rheinerin schmunzelnd, die seit sieben Jahren einen Wohnwagen am Dümmer hat. Lisa und Klaus Weiss waren nicht nur zum Flohmarkt gekommen. „Wir möchten uns auch gerne die Ausstellung „Historische Karten der Dümmerniederung“ anschauen“, so ihre Intention. Die übrigens noch bis zum 2. November zu sehen ist.

Speziell nach Lektüre der US-amerikanischen Schriftstellerin Nora Roberts, die als eine der erfolgreichsten Romance-Autorinnen der Welt gilt, hielt Heike Moß Ausschau. „Da ist ein bisschen Liebe, Krimi dabei; das ist so schön gemischt“, schwärmte die Bad Rothenfelderin, die fast jedes Mal zum Bücherflohmarkt in das Dümmer-Museum kommt und bereits mit vier Folianten fündig geworden war. „Wir haben hier einen Campingplatz“, erklärte sie ihr Faible für diese Veranstaltung. Und: „Ich lese gerne, im Urlaub hat man Zeit dafür.“ Doch was priesen die Ausstellerinnen an?

Romane, aber auch Sachbücher hatte Brigitte Küstermann im Angebot. „Ich hatte auch Kochbücher, weil ich sage: Wir müssen uns jetzt langsam von einigen Büchern trennen“, meinte die Lembrucherin lachend. Ingrid Klare, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Dümmer-Museums, verkaufte dagegen nur Sachbücher. „Für das Museum, die sind uns alle gespendet worden“, betonte Klare, die beispielsweise einiges an Reiseliteratur offerierte, aber auch zahlreiche Hobbythek- und Bastel-Bücher oder christliche Literatur dabei hatte.

Auf jeden Fall ist bei vielen Besuchern nun die Lektüre für die kommenden Wintermonate gesichert.

cb

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