Entlassung vor 50 Jahren: Abschlussjahrgang 1966 der Hauptschule Lemförde trifft sich in der Quernheimer „Lichtburg“

Lebhafte Erinnerungen an die Schulzeit

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Die Abschlussklasse 1966 der Hauptschule Lemförde traf sich, 50 Jahre nach dem Abschluss, zum Klassentreffen in der Lemförder „Lichtburg“.

Quernheim - Am 17. März 1966 wurden 34 Schülerinnen und Schüler aus der Hauptschule Lemförde entlassen. Fünfzig Jahre später nach ihrer Schulentlassung trafen sich jetzt 16 von ihnen zu einem fröhlichen Klassentreffen in der Lichtburg in Quernheim. Unter den ehemaligen Schülern war auch Kinobetreiber Karl-Heinz Meier.

„Als wir in die neunte Klasse kamen, stießen damals ein paar ‚Zugereiste‘ aus Hüde und Berglage in Lemförde dazu“, erzählt die Hüderin Renate Sträche mit glänzenden Augen, die ebenfalls zu diesen ‚Zugereisten‘ zählte. Aber auch Georg Tomoor aus Hüde und Wilhelm Jacob aus Berglage, die deshalb ebenfalls bei dem Treffen dabei waren, gehörten dazu. Die weiteste Anreise hatten Claudia Liebig aus Nienburg und Jutta Hellebusch aus Damme. Der Rest ehemaliger Schüler kam aus der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“.

„Das ist innerhalb von zehn Jahren unser viertes Klassentreffen“, freute sich Vera Meier geborene Franosch, die das Ganze erneut organisiert hatte. Mit diversen Getränken und leckerem Essen wurde die Zusammenkunft begangen.

Dabei erinnerte man sich auch an Klassenlehrer Fritz Höfelmeyer. „Fehlverhalten wurde mit einem Weidenstock auf die Finger bestraft, bei groben Verstößen gab´s was auf den Hintern“, wissen die Jungs immer noch, betonten jedoch, dass sie das für die damalige Zeit so akzeptierten.

Einen Tag haben sie in besonderer Erinnerung behalten. Als Lehrer Höfelmeyer in die Klasse kam und sagte: „Kinder, ich bin fix und fertig, habe die ganze Nacht nicht geschlafen, weil es nach einem Weltkrieg aussah“, und damit die Kuba-Krise Anfang der 1960er-Jahre meinte. Oder: Am „Tag der deutschen Einheit“ war zwar kein Unterricht. „Aber wir mussten an einer Feierstunde teilnehmen. Anschließend bekam jeder Schüler fünf Anstecker vom Brandenburger Tor, die man für 30 Pfennig verkaufen musste.“

„Die schönste Erinnerung ist, dass wir Jungs nach den Osterferien unsere kurzen Lederhosen anbekamen und die wurden bis nach den Herbstferien getragen“, blickte Karl-Heinz Meier auf seine Schulzeit zurück. Doch auch der Heimatkundeunterricht in den ersten Schuljahren ist bei den Ex-Schülern ebenso haften geblieben, wie Ausflüge zum Museumsdorf nach Cloppenburg, Helgoland, Schlittschuhlaufen auf dem Dümmer oder der jährlich stattfindende „Schlittentag mit mindestens fünf Verletzen“, bemerkte Meier lachend, dem spontan noch das Bühnenstück einfiel, das immer zu Weihnachten aufgeführt wurde. „Und jedes Kind bekam vom Nikolaus eine Tüte“, vervollständigte eine Mitschülerin.

So sprudelten die Erinnerungen unaufhörlich, sodass der Tag wie im Fluge verging. Eines ist sicher: „Wir werden uns nicht aus den Augen verlieren – und das nächste Klassentreffen kommt bestimmt!“

cb

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