Vom Bauamt auf den Chefsessel

Lemfördes neuer Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup startet durch

Lemfördes neuer Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup hat am Montag sein Büro bezogen und freut sich auf seine neue Aufgabe.
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Lemfördes neuer Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup hat am Montag sein Büro bezogen und freut sich auf seine neue Aufgabe.

Lars Mentrup hat die Amtsgeschäfte als Bürgermeister der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ aufgenommen und freut sich auf seine neue Aufgabe.

Lemförde – „Noch nicht viel anders“, beantwortet Lars Mentrup die Frage danach, wie es sich anfühlt, wenn er in diesen Tagen morgens ins Büro kommt. Das Gebäude ist das gleiche wie immer, aber die Aussicht aus dem Fenster auf den schönen, großen Bürgerpark hinter dem Rathaus hat sich verändert. Denn seit Montag sitzt der bisherige Bauamtsleiter im Büro des Bürgermeisters der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“.

Dass am 1. November, seinem ersten Tag im Amt, plötzlich etwas anders war, hat der 49-Jährige natürlich gespürt, „aber dieses Gefühl, dass man Samtgemeindebürgermeister ist, braucht noch etwas Zeit“.

In der Sacharbeit dagegen bleibt wenig Zeit zur Eingewöhnung, denn der Terminkalender für die kommenden Wochen ist prall gefüllt. Allen voran stehen die konstituierenden Sitzungen der acht Räte, die im November stattfinden müssen. In der kommenden Woche steht die Bürgermeisterherbstkonferenz des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds an. Außerdem muss sich Mentrup in den nächsten Wochen mit vielen Vereinen und Verbänden intensiver auseinandersetzen, die er zwar schon kannte, mit denen er aber bislang keine Berührungspunkte hatte.

Und quasi als „Zweitjob“ behält er bis auf Weiteres auch die Leitung des Bauamtes. „Es ist sehr schwierig, Fachkräfte zu finden“, begründet Mentrup, warum die Stelle nicht zeitnah neu besetzt werden kann. Er strebt darum eine interne Lösung mit einer eigenen Nachwuchskraft an, die in den kommenden Monaten an die Aufgabe herangeführt wird. Konkret sei aber noch nichts, so Mentrup. Es kommen also viel Arbeit und viele neue Aufgaben auf den Samtgemeindebürgermeister zu. „Aber ich freue mich sehr darauf“, so Mentrup.

Ein wichtiges Anliegen ist ihm nach eigener Aussage auch die Kommunikation, das Zwischenmenschliche. Darum würde es ihn beispielsweise freuen, wenn es sich einbürgerte, dass die Ratsmitglieder nach den Sitzungen auch mal auf ein Bier zusammenkommen und sich noch etwas austauschen. „Ich bin dann sicher nicht der erste, der geht“, verspricht er. Ein guter Anfang ist schon gemacht, denn die meisten Ratsmitglieder ließen den Abend im Anschluss an die konstituierende Sitzung im Restaurant unter dem Amtshof gemütlich ausklingen.

Für den Dezember hat Lars Mentrup ein Treffen mit dem Samtgemeinderat in ungezwungener Atmosphäre geplant, um gemeinsam über die Ziele der kommenden fünf Jahre und über Prioritäten zu sprechen. Denn Themen stehen reichlich auf der Agenda, und alle kosten viel Geld.

„Neben der Erweiterung der Grundschule und erheblichen Investitionen in die Ausstattung der Feuerwehren und der Kläranlage dürfen auch freiwillige Aufgaben wie Investitionen in die Infrastruktur gerade im Bereich des Tourismus – Stichwort Radwege – nicht zu kurz kommen“, so Mentrup. Aber alles auf einmal gehe nicht. „Außerdem wollen wir unsere Einnahmesituation durch die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe verbessern, was zunächst für die Ausweisung und Erschließung neuer Gewerbegebiete ebenfalls Investitionen für die Samtgemeinde bedeutet“, so Mentrup. Sein Ziel sei es, noch intensiver Fördermittel einzuwerben, „damit wir uns so viel wie möglich leisten können“.

Den Austausch mit den Einwohnern, den er im Wahlkampf mit den Terrassengesprächen begonnen hat, möchte Lars Mentrup als Samtgemeindebürgermeister ebenfalls fortsetzen. Er plant pro Jahr eine Veranstaltung in jeder der sieben Mitgliedsgemeinden, in der er über aktuelle Entwicklungen in der jeweiligen Gemeinde berichtet und als Ansprechpartner in ungezwungener Atmosphäre zur Verfügung steht. Und natürlich könnten sich Bürger auch sonst jederzeit mit Fragen oder Wünschen im Rathaus an ihn wenden, betont Mentrup.

Von Melanie Russ

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